Auftritt von Donald Trump Jr. und Zach Witkoff
Donald Trump Jr. und Zach Witkoff traten am Donnerstag auf der Hauptbühne der Consensus Miami 2026 auf, um World Liberty Financial zu verteidigen. Dies geschah im Kontext einer Bundesklage, die von Justin Sun gegen das Projekt eingereicht wurde. Der Auftritt fand statt, während das von Trump unterstützte DeFi-Projekt mit seiner bislang größten rechtlichen Herausforderung seit dem Start Ende 2024 konfrontiert ist.
Die Klage von Justin Sun
Ende April reichte der Tron-Gründer Justin Sun eine Klage in Kalifornien ein, in der er behauptete, dass World Liberty seine Token eingefroren, ihm die Stimmrechte entzogen und gedroht habe, seine Bestände dauerhaft zu verbrennen. Witkoff reagierte auf die Vorwürfe und bezeichnete sie als „völlig unbegründet“. Er beschrieb die Klage als einen „verzweifelten Versuch, von Suns eigenen angeblichen Fehlverhalten abzulenken“.
Die Bedeutung der Consensus-Bühne
Die Bühne der Consensus bot World Liberty Financial die Gelegenheit, seine Narrative vor 20.000 Teilnehmern neu zu gestalten. Das Projekt steht über die Klage von Sun hinaus unter anhaltender Beobachtung. Ein Bericht des Wall Street Journal enthüllte Anfang dieses Jahres, dass eine mit Abu Dhabi verbundene Einheit kurz vor Trumps Amtseinführung 49 % der Anteile für 500 Millionen Dollar erwarb.
Politische Reaktionen und Entwicklungen
Senatorin Elizabeth Warren forderte daraufhin die OCC auf, die Prüfung des Antrags auf eine Banklizenz von WLFI auszusetzen, unter Berufung auf mögliche Interessenkonflikte.
Produkte und Marktstatus
World Liberty Financial brachte seinen USD1 Stablecoin auf mehreren Blockchains heraus und stellte im Februar ein tokenisiertes Immobilienprodukt vor, das mit einem Trump-Resort auf den Malediven verbunden ist. WLFI wird derzeit bei etwa 0,08 USD gehandelt, was mehr als 75 % unter dem Höchststand von September 2025 liegt.