Treffen zur Diskussion des CLARITY Act
Die Trump-Administration hat rund 20 Gesetzgeber, Mitarbeiter des Kongresses und Vertreter der Strafverfolgungsbehörden im Weißen Haus versammelt, während die Senate-Leitung auf eine mögliche Abstimmung über den CLARITY Act vor der Augustpause hinarbeitet. Laut der Journalistin Eleanor Terrett fand das Treffen am Mittwoch im Eisenhower Executive Office Building statt und wurde von Trumps Krypto-Berater Patrick Witt zusammen mit dem White House Crypto Council ausgerichtet.
Einblicke in das Treffen
Einige Einblicke in das Treffen am Mittwoch zwischen Strafverfolgungsgruppen, Regierungsbeamten sowie Mitgliedern und Mitarbeitern des Kongresses zum CLARITY Act: Das Treffen wurde vom White House Crypto Council im Eisenhower Executive Office Building organisiert. Zu den Teilnehmern gehörten der Mehrheitswhip des Repräsentantenhauses, Tom Emmer, und der KI- und Krypto-Zar des Weißen Hauses, David Sacks, der die Eröffnungsrede hielt, bevor er die Sitzung verließ.
Terrett berichtete, dass die Diskussionen stark auf den Blockchain Regulatory Certainty Act (BRCA) fokussiert waren, einer Bestimmung innerhalb des umfassenderen CLARITY Act, die rechtliche Schutzmaßnahmen für bestimmte Blockchain-Entwickler und Infrastrukturanbieter anstrebt. Vertreter mehrerer Strafverfolgungsorganisationen nahmen ebenfalls an dem Treffen teil, darunter die Fraternal Order of Police, die National Association of Police Organizations, die International Association of Chiefs of Police, die National District Attorneys Association und die National Association of Assistant U.S. Attorneys.
Regulatorische Fragen und politische Unterstützung
Neben regulatorischen Fragen diskutierten die Teilnehmer mögliche Wege zur Stärkung der Berichterstattung über Krypto-Kriminalität und der Durchsetzungsinstrumente, so Terrett. Politische Unterstützung trat während der Diskussionen als zentrales Thema hervor, während die Gesetzgeber weiterhin auf eine Abstimmung im Senat hinarbeiten. Laut Terrett könnten Strafverfolgungsgruppen eine wichtige Rolle dabei spielen, demokratische Senatoren zu beruhigen, dass sie dem Rahmen des Gesetzes, einschließlich der BRCA-Bestimmungen, nicht entgegenstehen.
„Unterstützung oder das Fehlen von Widerstand seitens Organisationen, die Polizeibeamte und Staatsanwälte vertreten, könnte dazu beitragen, Senatoren wie Catherine Cortez Masto und Mark Warner zu überzeugen.“
Die mathematischen Gegebenheiten im Senat bleiben für die Unterstützer der Gesetzgebung herausfordernd. Die Republikaner haben derzeit nicht genügend Stimmen, um das Gesetz allein voranzubringen, und benötigen die Unterstützung von mindestens sieben demokratischen Senatoren. Der Widerstand einiger Demokraten bleibt ebenfalls ein Faktor. Senatorin Elizabeth Warren hat wiederholt krypto-bezogene Gesetzgebung kritisiert, was ein weiteres Hindernis für Befürworter darstellt, die eine parteiübergreifende Unterstützung suchen.
Äußerungen und Debatten über den CLARITY Act
In einer früheren Äußerung in diesem Monat sagte Senatorin Cynthia Lummis, sie erwarte, dass der CLARITY Act vor der Abreise der Gesetzgeber aus Washington zur Augustpause im Senat zur Abstimmung kommt. Außerhalb der Diskussionen im Weißen Haus hat sich die Debatte über spezifische Bestimmungen innerhalb der Gesetzgebung intensiviert. Wie von crypto.news berichtet, kritisierte Ripple-CEO Brad Garlinghouse kürzlich JPMorgan-CEO Jamie Dimon dafür, Teile des CLARITY Act abzulehnen. Garlinghouse argumentierte, dass Dimon die Gesetzgebung falsch charakterisiert habe, während die Gesetzgeber weiterhin den Vorschlag überprüfen.
Ein wesentlicher Streitpunkt betrifft die Formulierung, die es Krypto-Börsen erlauben würde, Stablecoin-Ertragsprodukte anzubieten. Dimon hat sich öffentlich gegen diese Bestimmung ausgesprochen, während Coinbase-CEO Brian Armstrong deren Aufnahme verteidigt hat. Garlinghouse räumte ein, dass Armstrong im Namen von Coinbase und nicht der gesamten Branche spricht, aber er sagte, viele Unternehmen im Bereich digitaler Vermögenswerte unterstützen eine Gesetzgebung, die klarere regulatorische Regeln für den Betrieb in den Vereinigten Staaten bietet.
Aktueller Stand des CLARITY Act
Der CLARITY Act hat bereits die Überprüfung durch den Ausschuss bestanden und wartet auf eine weitere Prüfung im Senat. In der Zwischenzeit zeigen Daten von Polymarket, dass die Wahrscheinlichkeit, dass das Gesetz 2026 in Kraft tritt, bei 49 % liegt, was die Unsicherheit über seinen endgültigen Weg durch den Kongress unterstreicht.