Crypto Prices

Tusk fordert Neuwahl des Krypto-Gesetzes nach Zondacrypto-Skandal

vor 3 Stunden
1 minuten gelesen
2 ansichten

Polens Reaktion auf den Zondacrypto-Skandal

Polens Premierminister Donald Tusk hat betont, dass er angesichts des Skandals rund um den Zondacrypto-Fall den Sprecher des Sejm, des Unterhauses des polnischen Parlaments, auffordern werde, eine Neuwahl des Vetos des Präsidenten zum Gesetz über den Markt für Krypto-Assets zu organisieren. Die polnischen Behörden überprüfen die Notwendigkeit, klare Vorschriften zu schaffen, um die Bürger vor Krypto-Betrug zu schützen.

Ministerratssitzung und aktuelle Entwicklungen

Am Freitag, während einer Ministerratssitzung zur Erstellung des Haushalts für 2027, kommentierte Tusk die aktuelle Situation der Zondacrypto-Börse, die sich zu einem der größten mit Krypto verbundenen Korruptionsfälle im Land entwickelt hat. Tusk bedauerte, dass die Haushaltsvorbereitung von der Insolvenz von Zondacrypto und der kürzlichen Festnahme des Präsidenten des Polnischen Olympischen Komitees, Radosław Piesiewicz, im Rahmen einer Korruptionsermittlung überschattet wurde.

„Das ist kein gewöhnlicher Bestechungsvorfall, kein einzelner Politiker. Es sieht aus wie ein gut organisiertes System, in dem Namen auftauchen, die aus anderen Situationen bekannt sind“,

erklärte Tusk und hob die Schwere der Entwicklung hervor.

Er kündigte an, nach diesem Vorfall den Sprecher des Sejm zu bitten, eine Neuwahl des Gesetzes über den Markt für Krypto-Assets zu organisieren, das am 11. Juni zum dritten Mal von Präsident Karol Nawrocki vetoiert wurde.

„Das ist wahrscheinlich der Moment, in dem niemand den Mut haben wird zu sagen, dass es ‚kein Problem‘ gibt oder dass wir viel Zeit haben. An diesem Punkt kann ich mir nicht mehr vorstellen, dass Präsident Nawrocki, Vorsitzender Kaczyński und der ehemalige Premierminister Morawiecki dieses Problem mit solch unglaublicher Leichtigkeit ablehnen würden“,

erklärte Tusk.

Vorwürfe und Auswirkungen

Tusk wies direkt auf die Beteiligung von Präsident Nawrocki am Zondacrypto-Insolvenzskandal hin, bei dem betroffene Kunden Schätzungen zufolge bis zu 94 Millionen Dollar verloren haben. In den sozialen Medien betonte er, dass dies der Grund für das Veto des Gesetzes sei und beschuldigte die regierende Partei, „Bargeld für Uhren im Wert von 40.000 Euro, für Medien, Wahlveranstaltungen und Stiftungen von rechten Politikern“ erhalten zu haben.

Przemysław Kral, der Leiter von Zondacrypto, kritisierte das Gesetz und bezeichnete es als „großen Rückschritt“ und versicherte, dass die nationale Krypto-Industrie „leiden“ würde, wenn es verabschiedet wird. Die Vetos haben Polen in eine Art Schwebezustand versetzt, ohne die Fähigkeit, die Bestimmungen der Verordnung über den Markt für Krypto-Assets (MiCA) zu verwalten. Infolgedessen sind nationale Börsen weiterhin nicht in der Lage, sich in Polen zu registrieren.

Polnische Staatsanwälte haben eine Betrugsuntersuchung gegen die Kryptowährungsbörse Zondacrypto eingeleitet, nachdem der Geschäftsführer Przemysław Kral nach Israel abgereist ist.

Beliebt