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US-Finanzministerium plant umfassende AML-Vorgaben für Dollar-Stablecoin-Emittenten

vor 3 Stunden
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Neue Regelungen für Dollar-Stablecoins

Das US-Finanzministerium plant neue Regelungen, die Dollar-Stablecoin-Emittenten dazu verpflichten, technische Kill-Switches zu integrieren und umfassende Programme zur Bekämpfung von Geldwäsche (AML) sowie zur Einhaltung von Sanktionsvorschriften im Stil von Banken zu implementieren. Diese Maßnahmen sollen die Kontrolle über On-Chain-Transaktionen verstärken. Ein Regelpaket, das von CoinDesk eingesehen wurde, beschreibt, dass die neuen Vorschriften die Emittenten zu Frontlinieneinhaltungswächtern machen würden, indem sie verpflichtet werden, verdächtige On-Chain-Transaktionen zu blockieren, einzufrieren oder abzulehnen.

Vorgaben des FinCEN und OFAC

Der gemeinsame Vorschlag des Financial Crimes Enforcement Network (FinCEN) und des Office of Foreign Assets Control (OFAC) sieht vor, dass Emittenten, die in den USA tätig sind, technische Kill-Switches in ihre Token integrieren und vollständige Programme im Einklang mit dem Bank Secrecy Act betreiben müssen. Dies umfasst Maßnahmen von der Kundenprüfung bis zur Meldung verdächtiger Aktivitäten. Laut dem Entwurf müssten Stablecoin-Emittenten Systeme implementieren, die in der Lage sind, Transaktionen zu „blockieren, einzufrieren und abzulehnen“ und speziell gekennzeichnete Transaktionen zu stoppen, während sie „mehr Aufmerksamkeit und Ressourcen auf Kunden und Aktivitäten mit höherem Risiko“ richten.

Sanktionen und risikobasierte Maßnahmen

Im Bereich der Sanktionen würde das OFAC risikobasierte Schutzmaßnahmen für Aktivitäten sowohl in den Primärmärkten (Prägung und Einlösung) als auch in den Sekundärmärkten verlangen. Die Richtlinien zielen darauf ab, „Transaktionen zu erkennen und abzulehnen, die gegen US-Sanktionen verstoßen könnten oder bereits verstoßen haben“.

Der GENIUS Act

Dieser Vorschlag folgt einem umfassenderen Vorstoß unter dem GENIUS Act (Guiding and Establishing National Innovation for U.S. Stablecoins), der Stablecoin-Emittenten effektiv als Finanzinstitute im Sinne des Bank Secrecy Act behandelt und damit vollständige AML- und Sanktionspflichten auslöst. Beamte des Finanzministeriums haben den GENIUS Act und die damit verbundenen Regelungen als einen Ausgleich zwischen den Bedürfnissen der Strafverfolgung und der Förderung von Innovationen dargestellt. Sie argumentieren, dass klare bundesstaatliche Standards die Nutzung von Stablecoins im US-Finanzsystem unterstützen werden, auch wenn die Emittenten damit schwerere Aufsichtspflichten übernehmen müssen.

Innovative Compliance-Tools

Ein Bericht des Finanzministeriums an den Kongress im März 2026 stellte fest, dass innovative Compliance-Tools für digitale Vermögenswerte „illegale Finanzierungen im Zusammenhang mit digitalen Vermögenswerten bekämpfen“ sollten, während sichergestellt wird, dass die USA „eine Führungsrolle“ in der finanziellen Innovation behalten. Zuvor hatte der Krypto-Berater des Weißen Hauses, Patrick Witt, argumentiert, dass ein regulatorischer Rahmen für Stablecoins „neues Kapital in das US-Bankensystem bringen“ könnte, um Bedenken auszuräumen, dass strengere Regeln Aktivitäten ins Ausland treiben würden.

Praktische Auswirkungen der neuen Regeln

In der Praxis würden die neuen Regeln formalisiert, was einige große Emittenten von Dollar-gebundenen Token bereits tun: Zentralisierte Stablecoins können technisch Transaktionen einfrieren, blockieren oder verbrennen, auch in Sekundärmärkten, wenn sie auf US-Sanktionen oder Anordnungen der Strafverfolgung reagieren. Der GENIUS Act und die nachfolgenden Regeln des Finanzministeriums würden diese Fähigkeiten zu einer rechtlichen Voraussetzung machen, Durchsetzungsinstrumente direkt in die Infrastruktur von Stablecoins einbetten und Führungskräfte potenzieller strafrechtlicher Haftung für falsche Compliance-Zertifikate aussetzen.

Herausforderungen für Emittenten

Juristische Analysten warnen, dass die Anforderung, Sekundärmarktaktivitäten zu überwachen und einzugreifen, die Emittenten zwingen könnte, fortschrittliche Blockchain-Analytik im großen Maßstab einzusetzen, was die Kosten erhöht und die Grenze zwischen regulierten, bankähnlichen Stablecoin-Einheiten und erlaubnisfreien Krypto-Projekten schärft. In einer früheren Berichterstattung von crypto.news wurde die Arbeit der Gesetzgeber am GENIUS Act als Wendepunkt für die Aufsicht über Stablecoins beschrieben, wobei Circle klarere Regeln begrüßte, während Rivalen wie Tether erneuten Fragen zu Sanktionen und AML-Compliance gegenüberstanden.

Eine weitere Geschichte von crypto.news hob hervor, wie US-Krypto-Investoren während früherer Durchsetzungswellen Milliarden verloren, was die Einsätze verdeutlicht, während Washington seine Haltung zu illegalen Finanzierungen in digitalen Vermögenswerten verschärft. Eine dritte Geschichte untersuchte, wie staatliche und bundesstaatliche Machtkämpfe über die Aufsicht von Stablecoins die Entscheidungen der Emittenten beeinflussen könnten, wo sie ihren Sitz wählen und Kapital beschaffen, jetzt, da das Finanzministerium begonnen hat zu definieren, wann staatliche Regime „substanziell ähnlich“ zu bundesstaatlichen Standards sind.