Crypto Prices

American Bankers Association fordert mehr Zeit für Feedback zum GENIUS Act

vor 5 Stunden
2 minuten gelesen
3 ansichten

Regulatorische Entwicklungen zu Stablecoins

Die American Bankers Association (ABA) hat eine Verlängerung der Frist für die öffentliche Kommentierung zu den Regelungen für Stablecoins im Rahmen des GENIUS Act gefordert und auf bestehende Lücken in der regulatorischen Koordination hingewiesen. In einem am Dienstag versandten Schreiben drängte die ABA das US-Finanzministerium, die Federal Deposit Insurance Corporation (FDIC), das Financial Crimes Enforcement Network (FinCEN) und das Office of Foreign Assets Control (OFAC), die Frist für die öffentliche Kommentierung zu verlängern.

Angesichts der Art und Weise, wie die Regeln über die verschiedenen Behörden hinweg entworfen werden, bat die ABA um zusätzliche 60 Tage, nachdem das Office of the Comptroller of the Currency (OCC) seinen endgültigen Rahmen veröffentlicht hat. Ein Großteil des aktuellen Konsultationsprozesses hängt, so die Argumentation der ABA, von einer Regel ab, die noch nicht in Kraft ist.

„Die FDIC hat ausdrücklich erklärt, dass sie in vielen Bereichen versucht hat, diese vorgeschlagene Regel mit der Regel der OCC in Einklang zu bringen“, heißt es in dem Schreiben. „Eine sinnvolle Kommentierung zu dieser Frage ist unmöglich, ohne den endgültigen Inhalt der Regel der OCC zu kennen.“

Diese Abhängigkeit hat begonnen, das Engagement der Beteiligten zu verlangsamen. Die FDIC selbst hat um Input gebeten, wie die Bundesregulierungsbehörden ihre Ansätze abstimmen sollten, doch die Teilnehmer der Branche sind weiterhin nicht in der Lage, detailliert zu antworten, ohne eine finalisierte OCC-Basis. Koordination, und nicht der Inhalt, ist zu diesem Zeitpunkt des Prozesses zum Knackpunkt geworden.

Der GENIUS Act und seine Auswirkungen

Der GENIUS Act, der im Juli 2025 von Donald Trump in Kraft gesetzt wurde, beauftragt die Bundesbehörden mit der Erstellung von Regeln für Emittenten von Zahlungstablecoins. Der Rahmen soll entweder 120 Tage nach Veröffentlichung der endgültigen Vorschriften oder 18 Monate nach Inkrafttreten in Kraft treten, je nachdem, was zuerst eintritt. Verzögerungen bei der Regelsetzung könnten diesen Zeitrahmen weiter hinauszögern.

Mehrere Behörden arbeiten an sich überschneidenden Bereichen, einschließlich der Reserveunterstützung, der Compliance-Verpflichtungen und der Aufsichtsstandards. Das Fehlen einer finalisierten OCC-Regel hat sich zu einem Engpass entwickelt, der wichtige technische Details ungelöst lässt. Die Anforderungen an Reserven und Durchsetzungsmechanismen bleiben unter Diskussion.

FinCEN-Vorschläge haben beispielsweise Verpflichtungen für Programme zur Bekämpfung von Geldwäsche und zur Einhaltung von Sanktionen umrissen, einschließlich der Möglichkeit, Transaktionen bei Bedarf zu blockieren oder einzufrieren. Diese Maßnahmen stehen neben den Überlegungen der FDIC, wie Reserven gehalten und offengelegt werden sollten, doch die Abstimmung zwischen den Behörden entwickelt sich weiterhin.

Parallele Debatten im Kongress

Abseits der regulatorischen Ausarbeitung hat sich eine parallele Debatte im Kongress entfaltet. Die Rendite von Stablecoins ist unter dem CLARITY Act zu einem Streitpunkt geworden, der das Repräsentantenhaus passiert hat, aber im Senat noch nicht vorangekommen ist. Jüngste Austausch haben die Bankengruppen in Konflikt mit der wirtschaftlichen Analyse des Weißen Hauses gebracht.

Während die Schätzungen der Verwaltung nahelegten, dass eine Begrenzung der Rendite auf Stablecoins nur einen bescheidenen Einfluss auf die Bankkredite haben würde, haben Branchenvertreter argumentiert, dass die Auswirkungen erheblich sein könnten, wenn solche Produkte direkt mit Einlagen konkurrieren. Die Gesetzgeber haben sich noch nicht auf eine weitere Vorgehensweise geeinigt.

Thom Tillis hat Berichten zufolge vorgeschlagen, dass Tim Scott eine Ausschussmarkierung im Mai ansetzt, ein Schritt, der eine vollständige Abstimmung im Senat verzögern könnte. Der gesetzgeberische Zeitrahmen verläuft nun parallel zur regulatorischen Arbeit. Die Behörden arbeiten weiterhin an den Regeln, die erforderlich sind, um den GENIUS Act zu operationalisieren, während der Kongress in Bezug auf wichtige Elemente der Marktstruktur gespalten bleibt. Beide Wege schreiten voran, obwohl keiner einen klaren Endpunkt erreicht hat.