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Augustus plant KI-gesteuertes Banking nach seltener Genehmigung der OCC

vor 2 Stunden
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Einführung

Der CEO der Augustus Bank, Ferdinand Dabitz, erklärt, dass traditionelle Clearingbanken ihre Systeme für Künstliche Intelligenz (KI) und programmierbares Geld nicht vollständig neu gestalten können. Diese Äußerungen erfolgten, nachdem Augustus eine bedingte Genehmigung vom Office of the Comptroller of the Currency (OCC) erhalten hat, um die Augustus Bank, N.A. als vollwertige US-Nationalbank zu etablieren.

Bankbetrieb und Ziele

Die Bank hat ihren Betrieb noch nicht aufgenommen. Wie bereits berichtet, muss Augustus vor der Eröffnung bestimmte Bedingungen erfüllen und vollständig lizenziert werden, bevor es US-Dollar-Clearing zu seiner Plattform hinzufügen kann. Augustus plant, sich auf KI-gesteuerte Zahlungen, die Abwicklung von Stablecoins und programmierbares Clearing zu konzentrieren. Das Unternehmen gibt an, dass seine Bank Maschinenagenten, globalen Institutionen und programmierbaren Dollarflüssen dienen wird.

Skepsis gegenüber traditionellen Banken

Dabitz äußerte sich skeptisch zur Koexistenz mit traditionellen Clearingbanken und sagte, dass diese „ersetzt“ werden könnten. Er bezeichnete das aktuelle Korrespondenzbankmodell als „kaputt“ und verwies auf Wochenendschließungen, veraltete Systeme und langsame Abwicklungen.

Einsatz von KI

Darüber hinaus möchte Augustus KI für Compliance, Transaktionsüberwachung, Fallbearbeitung und Backoffice-Arbeiten einsetzen. Dabitz erklärte, dass die Bank darauf abzielt, einige manuelle Prozesse von „20 Stunden auf 20 Minuten“ zu verkürzen, wobei Menschen die Systeme überwachen.

Herausforderungen und Regulierung

Dennoch steht das Modell vor Herausforderungen. KI-gesteuertes Banking kann Bedenken hinsichtlich Modellrisiken, Compliance-Prüfungen und Betriebsfehlern aufwerfen. Dabitz betonte, dass das Unternehmen plant, mit Regulierungsbehörden und Bankführern zusammenzuarbeiten, um angemessene Kontrollen für KI-Systeme aufrechtzuerhalten.

Marktentwicklung

Der Plan von Augustus kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Stablecoin-Zahlungen von Banken und Krypto-Unternehmen zunehmend in den Fokus rücken. Crypto.news berichtete, dass die Transaktionsvolumina von Stablecoins 33 Billionen Dollar erreichten, wobei allein im vierten Quartal 11 Billionen Dollar verarbeitet wurden. Circle berichtete zudem, dass USDC im ersten Quartal ein Transaktionsvolumen von 21,5 Billionen Dollar auf der Blockchain verarbeitet hat, was einem Anstieg von 263 % im Vergleich zum Vorjahr entspricht.

Crypto.news stellte fest, dass die Regulierung von Stablecoins in den USA und Europa die Akzeptanz durch klarere Emittentenregeln gefördert hat. Auch große Banken bleiben nicht untätig. J.P. Morgan Asset Management hat diese Woche seinen zweiten tokenisierten Geldmarktfonds auf Ethereum gestartet, der teilweise dazu dient, Stablecoin-Emittenten unter dem GENIUS-Gesetz zu unterstützen. Der Fonds bietet qualifizierten US-Investoren Token-Bestände auf einer öffentlichen Blockchain und ermöglicht es ihnen, über Morgan Money mit Bargeld oder Stablecoins über einen Drittanbieter zu abonnieren oder einzulösen.

Dies zeigt, dass der Markt, den Augustus betreten möchte, bereits bedeutende Bankaktivitäten anzieht.

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