AUSTRAC startet Aufsichtskampagnen für virtuelle Vermögenswerte
Die australische Finanzaufklärungsbehörde AUSTRAC hat zwei gezielte Aufsichtskampagnen im Bereich der virtuellen Vermögenswerte des Landes gestartet, da wegweisende Reformen zur Bekämpfung von Geldwäsche in Kraft treten.
„AUSTRAC überprüft, wie gut Krypto-Unternehmen in Australien die Risiken der Geldwäsche managen, bevor große neue Gesetze in Kraft treten“, erklärte der CEO der Behörde, Brendan Thomas.
Details der Aufsichtskampagnen
Die Behörde führt zwei unterschiedliche Aufsichtskampagnen durch, die sich an Krypto-Unternehmen in ganz Australien richten. Im Rahmen der sogenannten „Ramps and Rails“-Kampagne arbeitet AUSTRAC mit 36 OTC-Krypto-zu-Bar-Betreibern zusammen, die den Umtausch zwischen Kryptowährungen und traditionellem Bargeld erleichtern. Die zweite Kampagne richtet sich an 27 lokale Krypto-Börsen, wobei der Schwerpunkt auf der Bewertung ihrer Bereitschaft für die regulatorischen Reformen und der Überprüfung ihrer Governance-Vereinbarungen liegt. Diese Aufsichtsmaßnahmen sollen bewerten, wie gut die Unternehmen die Risiken der Geldwäsche im Rahmen des erweiterten regulatorischen Rahmens managen.
„Wir werden weiterhin Beratung und Unterstützung anbieten, um Unternehmen zu helfen, konform zu bleiben, damit sie gut gerüstet sind, um ihren AML/CTF-Verpflichtungen nachzukommen“, sagte Thomas.
Erweiterter regulatorischer Rahmen
Die regulatorische Überarbeitung geht über traditionelle Börsen hinaus. Australien hat den international anerkannten Begriff „Virtual Asset Service Provider“ (VASP) übernommen, der die engere Definition von „digital currency exchange“ ersetzt. Der erweiterte Rahmen wendet nun die Verpflichtungen zur Bekämpfung von Geldwäsche auf Verwahrung, Brokerage und andere Dienstleistungen für virtuelle Vermögenswerte über traditionelle Bargeld-zu-Krypto-Umtauschmodelle hinaus an.
„Das ist mehr als nur eine Namensänderung“, betonte Thomas und fügte hinzu, dass es „reflektiert, wie sich dieser Sektor entwickelt hat und sicherstellt, dass unser regulatorischer Rahmen relevant bleibt.“
Reformen zur Bekämpfung von Geldwäsche
Die Aufsichtskampagnen erfolgen, während Australien bedeutende Reformen zur Bekämpfung von Geldwäsche umsetzt, die am 31. März in Kraft traten und die Aufsicht über traditionelle Börsen hinaus auf Virtual Asset Service Providers (VASPs) ausdehnen – ein international anerkanntes Konzept, das Verwahrung, Brokerage und andere Krypto-Dienstleistungen umfasst.
AUSTRAC, die australische Finanzaufklärungsbehörde, die für die Regulierung der Bekämpfung von Geldwäsche und der Terrorismusfinanzierung zuständig ist, hat die engere Definition von „digital currency exchanges“ durch eine breitere ersetzt, um sich an globale Standards anzupassen. Zusätzliche Anforderungen der Travel Rule für Übertragungen virtueller Vermögenswerte werden am 1. Juli verpflichtend.
Die Behörde identifizierte im vergangenen Jahr Krypto als eine der größten Bedrohungen in ihren Bemühungen zur Bekämpfung von Finanzkriminalität. Zu diesem Zeitpunkt erklärte Thomas, dass der Sektor einen regulatorischen Wandel durchlaufe,
„von einer Regulierung, die hauptsächlich die Einhaltung überprüft, zu einer, die sich auf substanzielle Risiken und Schäden konzentriert“,
wobei Risiken und Verhalten auf „Branchen- und Sektorebene“ überwacht werden, anstatt sich auf einzelne Entitäten zu konzentrieren.