Änderung des Gesetzes über Devisentransaktionen in Südkorea
Südkorea hat eine neue Änderung des Gesetzes über Devisentransaktionen verabschiedet, die die Kontrolle über Unternehmen, die Krypto-Assets ins Ausland transferieren, verschärft. Das überarbeitete Gesetz verlangt von Unternehmen, die grenzüberschreitende Übertragungen virtueller Vermögenswerte abwickeln, eine Registrierung beim Finanzminister. Diese Regelung betrifft Unternehmen, die virtuelle Vermögenswerte zwischen Südkorea und anderen Ländern durch Verkauf, Kauf oder Austausch bewegen. Krypto-Börsen, Verwahrstellen und andere Übertragungsdienstleister fallen unter den neuen Registrierungsbereich.
Neue rechtliche Kategorie und Überwachungssystem
Die Änderung schafft eine neue rechtliche Kategorie namens „Virtueller Vermögensübertragungsdienst“. Dies gibt den Behörden eine klarere Möglichkeit, Unternehmen zu verfolgen, die Überweisungen von Kryptowährungen ins Ausland unterstützen, einschließlich der Bewegungen von Stablecoins. Die Regierung plant, diese Überweisungen in das Aufsichtssystem für Devisen zu integrieren. Abgeordneter Lim I-ja, Vorsitzender des Strategie- und Finanzausschusses der Nationalversammlung, erklärte, dass die Maßnahme darauf abzielt, ein Überwachungssystem für virtuelle Vermögenswerte aufzubauen und einen stabilen Devisenhandelsmarkt zu fördern.
Compliance-Regeln und Travel Rule
Darüber hinaus tritt das neue Gesetz in Kraft, während Südkorea umfassendere Compliance-Regeln für Kryptowährungen vorbereitet. Lokale Branchenverbände haben Bedenken hinsichtlich geplanter Änderungen der sogenannten Travel Rule geäußert, einschließlich der Abschaffung der aktuellen Schwelle von 1 Million Won. Nach dem derzeitigen System gilt die Travel Rule für Krypto-Überweisungen über 1 Million Won. Branchenverbände warnen, dass umfassendere Kontrollen zu Verzögerungen führen, Rückgabeprobleme schaffen und Benutzer während der Überprüfung Preisbewegungen aussetzen könnten, was zu Verlusten führen kann.
Besteuerung von Gewinnen aus virtuellen Vermögenswerten
In verwandten Berichten wurde auch bekannt, dass Südkorea plant, ab dem 1. Januar 2027 Gewinne aus virtuellen Vermögenswerten zu besteuern. Gewinne über 2,5 Millionen Won unterliegen einer kombinierten Steuer von 22 %, bestehend aus 20 % Einkommenssteuer und 2 % lokaler Einkommenssteuer. Der Nationale Steuerdienst bereitet Richtlinien in Zusammenarbeit mit großen lokalen Börsen wie Upbit, Bithumb, Coinone, Korbit und Gopax vor. Der erste vollständige Abgabezeitraum für betroffene Investoren wird voraussichtlich im Mai 2028 beginnen und Einkünfte aus dem Jahr 2027 abdecken.
Ausblick auf zukünftige Krypto-Kontrollen
Südkorea bewegt sich seit mehr als einem Jahr in Richtung grenzüberschreitender Krypto-Kontrollen. Reuters berichtete 2024, dass das Finanzministerium Registrierungs- und monatliche Berichtspflichten für Unternehmen plant, die mit dem Handel von virtuellen Vermögenswerten im Ausland zu tun haben.