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Bitcoin-Spam-Kampf eskaliert: Dashjr unterstützt BIP-110

vor 2 Stunden
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Bitcoin-Entwickler weist Forderungen zurück

Der Bitcoin-Entwickler Luke Dashjr hat die Forderungen zurückgewiesen, den umstrittenen Vorschlag BIP-110 zurückzuziehen. Dieser Vorschlag zielt darauf ab, nicht-finanzielle Daten auf der Bitcoin-Blockchain zu begrenzen und hat die Debatte darüber neu entfacht, ob das Netzwerk ausschließlich für Geldtransfers oder auch für datenschwere Anwendungen wie Ordinals und Runes genutzt werden sollte. Dashjr äußerte sich dazu:

„Saylor hat nichts über BIP-110 gesagt.“

Er fügte hinzu:

„Und nein, es ist zu spät, um BIP-110 abzubrechen.“

Diese Kommentare fielen im Kontext einer neuen Diskussion über Michael Saylors Ansicht, dass Bitcoin sich langsam weiterentwickeln und sein Kerndesign schützen sollte.

BIP-110 und seine Ziele

BIP-110, auch bekannt als der Reduced Data Temporary Softfork, zielt darauf ab, vorübergehende Beschränkungen für bestimmte Formen von willkürlichen Daten in Bitcoin-Transaktionen einzuführen. Der Vorschlag verfolgt das Ziel, Bitcoin wieder zu „dem Geld der Welt“ zu machen, indem er die Datenspeicherung als unterstützten Anwendungsfall auf Konsensebene ablehnt. Laut der offiziellen BIP-110-Seite gelten die neuen Regeln nur für UTXOs, die bei oder nach der Aktivierung erstellt wurden. Ältere UTXOs bleiben weiterhin ausgenommen, was bedeutet, dass der Vorschlag darauf abzielt, das Einfrieren von Münzen, die vor der Aktivierung erstellt wurden, zu vermeiden.

Der Streit um den Blockraum

Der Streit dreht sich um den Blockraum. Befürworter von BIP-110 argumentieren, dass Inschriften, Runes und andere datenschwere Aktivitäten die Speicheranforderungen erhöhen und Bitcoin von Peer-to-Peer-Zahlungen abdrängen. Der Text auf GitHub zu BIP-110 besagt, dass die Änderung vorübergehend einige Methoden der Datenspeicherung ungültig machen würde, während bekannte monetäre Anwendungsfälle erhalten bleiben. Befürworter sehen darin einen Weg, um Spam zu reduzieren und den Kernzweck von Bitcoin zu schützen. Kritiker hingegen sind der Meinung, dass der Bitcoin-Blockraum für jeden Benutzer offen bleiben sollte, der bereit ist, die erforderliche Gebühr zu zahlen. Sie warnen, dass Versuche, den Transaktionsinhalt einzuschränken, einen schädlichen Präzedenzfall schaffen und die Benutzer über subjektive Regeln spalten könnten.

Die Rolle von Runes und Ordinals

Runes und Ordinals sind mittlerweile Teil des Bitcoin-Gebührenmarktes geworden. Das Ordinals-Handbuch beschreibt Runes als Bitcoin-native digitale Waren, die in Bitcoin-Transaktionen eingraviert, geprägt und übertragen werden können. Die Debatte wurde auch durch Michael Saylors jüngste Kommentare zur Rolle von Bitcoin angestoßen. Saylor erklärte, Bitcoin sei kein Technologiewertpapier, kein Zahlungsunternehmen oder eine Softwareplattform, die darum konkurriert, Funktionen hinzuzufügen.

„Sein Zweck ist es nicht, schnell zu handeln und Dinge zu zerbrechen. Sein Zweck ist es, langsam zu handeln und nichts zu zerbrechen.“

Saylor erwähnte BIP-110 in diesem Zusammenhang nicht direkt, wies jedoch darauf hin, dass Saylors Aussage nicht dazu führen sollte, dass der Vorschlag zurückgezogen wird.

Marktdruck und Governance

Crypto.news berichtete kürzlich, dass Saylors Unternehmen, Strategy, unter Druck geraten ist, da Bitcoin schwächer wurde und sein Finanzierungsmodell einer genaueren Überprüfung unterzogen wurde. In einer Analyse wurde dargelegt, wie sich das Bitcoin-Flywheel von Strategy umdrehte, als sein Marktwert unter den Bitcoin-Besitz fiel. Darüber hinaus blieb Bitcoin unter Druck bei etwa 64.000 $, da ETF-Abflüsse und makroökonomische Risiken die Händler belasteten. Dieser Marktdruck gibt der Protokoll-Debatte einen schärferen Hintergrund.

BIP-110 ist zu einem weiteren Test der Bitcoin-Governance geworden. Das Netzwerk verlässt sich nicht auf eine zentrale Autorität, um Regeländerungen zu genehmigen. Entwickler können Änderungen vorschlagen, aber Benutzer, Miner, Knotenbetreiber und Unternehmen entscheiden, welche Software sie verwenden. Das macht die Unterstützungsniveaus entscheidend. Wenn ein Vorschlag keine breite Unterstützung hat, könnte er scheitern, aktiviert zu werden oder Verwirrung unter Benutzern stiften, die unterschiedliche Regeln anwenden. Berichte aus anderen Quellen haben gezeigt, dass die Unterstützung der Miner schwach bleibt, aber das endgültige Ergebnis hängt von der Signalgebung und dem Benutzerverhalten vor dem Aktivierungsfenster ab. Crypto.news hat den jüngsten Druck auf Bitcoin aus verschiedenen Blickwinkeln behandelt, einschließlich ETF-Abflussströme und schwächere Anlegernachfrage während des Marktdrucks. Der BIP-110-Kampf fügt dieser breiteren Marktgeschichte eine technische Dimension hinzu.

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