Crypto Prices

Bitcoin Suisse plant Abbau von bis zu 60 Arbeitsplätzen in der Schweiz

vor 2 Stunden
3 minuten gelesen
1 ansichten

Stellenabbau und Umstrukturierung bei Bitcoin Suisse

Bitcoin Suisse hat angekündigt, bis zu 60 seiner 120 Stellen in der Schweiz abzubauen und seinen Entwicklungsstandort in Kopenhagen im Rahmen einer internationalen Umstrukturierung zu schließen. Reuters berichtete am 11. September, dass Bitcoin Suisse die geplanten Stellenkürzungen bestätigt hat, nachdem die Schweizer Finanzpublikation Finews zuerst über die Umstrukturierung informiert hatte. Die Reduzierungen könnten die Hälfte der Belegschaft des Unternehmens in der Schweiz betreffen, wobei die endgültige Zahl von einem Konsultationsprozess abhängt, der bis zum 20. September abgeschlossen sein soll.

Details zur Umstrukturierung

Bitcoin Suisse, mit Sitz in Zug, beschäftigt weltweit etwa 200 Mitarbeiter, darunter 120 in der Schweiz. Sollte das Unternehmen die maximale Anzahl an Kürzungen vornehmen, würde die Schweizer Niederlassung auf etwa 60 Mitarbeiter reduziert. Laut Finews ist die Umstrukturierung Teil des Wandels von Bitcoin Suisse von einem hauptsächlich Schweizer Krypto-Unternehmen zu einer internationalen Finanzdienstleistungsgruppe. Trotz der geplanten Reduzierungen beabsichtigt das Unternehmen, Zug als Hauptsitz und Zentrum seines Vermögensverwaltungsgeschäfts beizubehalten.

„Die endgültige Struktur ist noch Gegenstand von Konsultationen, und Bitcoin Suisse kann noch keine genaue Zahl der Stellen nennen, die an ihrem Hauptsitz in Zug wegfallen werden.“

Konsultationsverfahren und Dienstleistungen

Die Schweizer Konsultationsverfahren erlauben es betroffenen Mitarbeitern, Vorschläge einzureichen, die Kündigungen verhindern, deren Anzahl reduzieren oder deren Auswirkungen einschränken könnten, bevor eine endgültige Entscheidung getroffen wird. Gegründet im Jahr 2013, bietet Bitcoin Suisse Krypto-Handels-, Verwahrungs-, Staking- und Kreditdienstleistungen für private und institutionelle Kunden an. Auf der Website des Unternehmens veröffentlichte Zahlen zeigen, dass die Gruppe 3 Milliarden Schweizer Franken an Krypto-Assets in Verwahrung hielt und zum Januar 2026 95 Millionen Schweizer Franken Eigenkapital meldete.

Verlagerung von Funktionen

Im Rahmen der neuen Struktur wird Bitcoin Suisse einen Großteil seiner Softwareentwicklung und administrativen Funktionen außerhalb der Schweiz konzentrieren. Das Unternehmen erklärte, dass seine Softwareentwicklungs- und Backoffice-Funktionen zunehmend in seinen internationalen Zentren konsolidiert werden. Bitcoin Suisse betonte, dass dieses Modell ihm helfen würde, mehr Arbeitskräfte zu gewinnen und seine Investitionen auf zukünftige Produkte zu lenken.

Das Unternehmen wird auch sein IT-Entwicklungsbüro in Kopenhagen schließen. Dänemark wird somit seinen Platz im Betriebsnetzwerk von Bitcoin Suisse verlieren, während Bratislava weiterhin als internationales Zentrum fungieren wird. In Südostasien plant Bitcoin Suisse, ein weiteres Zentrum in Vietnam zu etablieren.

Internationale Expansion und Konkurrenz

Die Verlagerung von Entwicklungs- und Verwaltungsarbeiten nach Bratislava und Vietnam würde einige technische Funktionen von der Schweizer Zentrale des Unternehmens trennen. Die kundenorientierten Vermögensverwaltungsaktivitäten werden jedoch voraussichtlich weiterhin in Zug konzentriert bleiben. Bitcoin Suisse unterhält auch Büros in Liechtenstein, Abu Dhabi und Bermuda.

„Die Umstrukturierung legt mehr Gewicht auf internationale Operationen, während Bitcoin Suisse seine Schweizer Identität und seinen Hauptsitz beibehält.“

Regulatorische Herausforderungen

Für Bitcoin Suisse stellt die Expansion der bankgeführten Krypto-Dienstleistungen eine weitere Konkurrenzquelle auf dem Markt für regulierte digitale Vermögensprodukte dar. Die Umstrukturierung des Unternehmens konzentriert sich darauf, die Vermögensverwaltung in der Schweiz zu halten, während mehr Software- und Unterstützungsarbeiten an internationalen Standorten angesiedelt werden.

Im März 2021 erklärte die Schweizer Finanzmarktaufsicht, dass das Unternehmen seinen Antrag auf eine Banklizenz zurückgezogen habe, nachdem der Regulierer angedeutet hatte, dass eine Genehmigung zu diesem Zeitpunkt unwahrscheinlich sei. Die FINMA sagte, dass mehrere Faktoren für ihre vorläufige Bewertung relevant waren, darunter Schwächen in den Anti-Geldwäsche-Kontrollen von Bitcoin Suisse.

Auswirkungen auf US-Investoren

Für amerikanische Investoren ändern die vorgeschlagenen Kürzungen von Bitcoin Suisse nichts an den US-Vorschriften für Krypto-Verwahrung oder Bankzugang. Das Unternehmen hat im Rahmen seiner Umstrukturierung kein Büro in den USA angekündigt, und die in seinem aktuellen Netzwerk genannten Standorte sind die Schweiz, Liechtenstein, die Vereinigten Arabischen Emirate, Bermuda, die Slowakei und das geplante Zentrum in Vietnam.

Ein aktueller US-Krypto-Banking-Leitfaden erklärt, dass der Zugang zu den Zahlungsdiensten der Federal Reserve von der Charta einer Institution und der Berechtigung für ein Masterkonto abhängt, während Verwahrungs- und Zahlungsaktivitäten auch unter Regeln fallen können, die von Bankregulierungsbehörden verwaltet werden.

Bitcoin Suisse hat nicht gesagt, dass die Stellenkürzungen Auswirkungen auf die Kundenverwahrungsvereinbarungen, den Kontozugang, den Handel, das Staking oder die Kreditdienstleistungen haben werden. Ihre Ankündigung beschränkte sich auf Personalfragen, die Konsolidierung technischer und Backoffice-Arbeiten, die Schließung in Kopenhagen und die Entwicklung ihrer internationalen Zentren.

Nach dem von dem Unternehmen bekannt gegebenen Konsultationszeitplan haben die Mitarbeiter in der Schweiz bis zum 20. September Zeit, um am Prozess teilzunehmen. Bitcoin Suisse wird die endgültige Anzahl und Verteilung der betroffenen Stellen nach Ablauf dieses Zeitraums festlegen.

Beliebt