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Hongkong kündigt Einführung seiner ersten regulierten Stablecoins an

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Einführung regulierter Stablecoins in Hongkong

Hongkong hat bekannt gegeben, dass seine ersten regulierten Stablecoins voraussichtlich zwischen der Mitte und der zweiten Hälfte des Jahres 2026 auf den Markt kommen werden. Dies geschieht, nachdem zwei bankgestützte Institutionen Anfang dieses Jahres eine Lizenz zum Emittieren erhalten haben.

Lizenzierung und Aufsicht

In einer schriftlichen Antwort an den Gesetzgebenden Rat von Hongkong erklärte Finanzdienstleistungs- und Schatzsekretär Christopher Hui, dass die Hong Kong Monetary Authority (HKMA) im April 2026 Stablecoin-Emittentenlizenzen an zwei Banken vergeben hat. Hui betonte, dass der erwartete Zeitrahmen für den Start auf den bestehenden Geschäftsplänen dieser Institutionen basiert.

„Der Lizenzierungsrahmen soll finanzielle Innovationen unterstützen und gleichzeitig die Nutzer schützen sowie die monetäre und finanzielle Stabilität aufrechterhalten.“

Obwohl das Startfenster nun bestätigt ist, hat die Regierung bereits die potenziellen Auswirkungen regulierter Stablecoins auf das Bankensystem von Hongkong berücksichtigt, bevor der Lizenzierungsrahmen geschaffen wurde.

Regeln und Anforderungen

Gemäß dem Stablecoins Ordinance, das im August 2025 in Kraft trat, müssen lizenzierte Emittenten ihre Token mit zulässigen Reservevermögen, wie Bankeinlagen und hochwertigen liquiden Schuldtiteln, hinterlegen. Die Regierung stellte klar, dass diese Reserven bei Banken in Hongkong angelegt werden müssen. Zudem behält sich die HKMA das Recht vor, zusätzliche Anforderungen zu stellen, wenn die Marktbedingungen dies rechtfertigen.

Über die Reserveregeln hinaus wird die Zentralbank eine fortlaufende Aufsicht durchführen, sobald die regulierten Stablecoins in Umlauf kommen. Sie wird auch weiterhin bewerten, ob die Emission Auswirkungen auf Bankeinlagen, Kreditaktivitäten oder die allgemeine finanzielle Stabilität hat.

Internationale Zusammenarbeit und Pilotprojekte

Auf internationaler Ebene nimmt die HKMA an Studien teil, die von Organisationen wie der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich geleitet werden, um zu untersuchen, wie eine breitere Akzeptanz von Stablecoins traditionelle Banksysteme beeinflussen könnte. Dies soll sicherstellen, dass Hongkongs regulatorischer Rahmen mit den sich entwickelnden globalen Standards übereinstimmt.

Die Regierung gab außerdem bekannt, dass die beiden lizenzierten Emittenten bereits an Pilotprojekten beteiligt sind, die zentrale Bank-Digitalwährungsnetzwerke, tokenisierte Einlagen und grenzüberschreitende Zahlungsinfrastrukturen umfassen. Laut der Antwort wird die zukünftige Akzeptanz dieser Zahlungstechnologien von der Nachfrage in verschiedenen Anwendungsfällen abhängen.

Regulierung und Aufsicht

Diese Ankündigung folgt einer weiteren Initiative für digitale Zahlungen in Hongkong. Wie zuvor von crypto.news berichtet, haben HKEX und die HKMA kürzlich mit dem Testen eines Wholesale-e-HKD für den Derivatehandel begonnen. Dieses System ermöglicht es Clearing-Teilnehmern, zentrale Bank-Digitalwährung für Margin-Zahlungen außerhalb der regulären Handelszeiten zu verwenden. Der Pilot soll die Abwicklung außerhalb der normalen Bankzeiten verbessern, wobei jede kommerzielle Einführung der regulatorischen Genehmigung und der betrieblichen Bereitschaft unterliegt.

Neben den Rollout-Plänen erklärte die Regierung, dass die Aufsichtsbehörden begonnen haben, gegen Unternehmen vorzugehen, die weiterhin Stablecoins ohne Genehmigung anbieten. Laut der Antwort des Gesetzgebenden Rates hat die HKMA Briefe an unregulierte Stablecoin-Anbieter geschickt, in denen die rechtlichen Anforderungen gemäß dem Stablecoins Ordinance erläutert werden. Die HKMA überwacht weiterhin, ob diese Unternehmen konform sind. Je nach den Umständen können Fälle an die Polizei oder das Justizministerium verwiesen werden.

Die Securities and Futures Commission (SFC) teilt ebenfalls Informationen mit der HKMA, wenn sie den Verdacht hat, dass unregulierte Stablecoins an Hongkonger Einwohner vermarktet werden, und zwar im Rahmen ihrer Überwachung gemäß dem Anti-Geldwäsche- und Terrorismusfinanzierungsgesetz.

Zukünftige Entwicklungen

Über die Emission von Stablecoins hinaus plant die Regierung, später in diesem Jahr Gesetze einzuführen, die den Handel mit virtuellen Vermögenswerten, Verwahrung, Beratung und Managementdienstleistungen abdecken, um einen umfassenderen regulatorischen Rahmen zu schaffen. Die Beamten betonten, dass regulierte Stablecoins als blockchain-basierte Zahlungsmittel und nicht als spekulative Investitionen fungieren sollen.

Die Regierung warnte, dass Personen, die unregulierte Stablecoins über unregulierte Kanäle erwerben, dies auf eigenes Risiko tun. Zudem wird die Finanzaufsicht weiterhin öffentliche Bildungsinitiativen durchführen und aktualisierte Listen lizenzierter Unternehmen führen.