Blockchain Association fordert Änderungen bei der Bankenaufsicht
Die US-Krypto-Lobbygruppe Blockchain Association hat die Federal Reserve aufgefordert, das „Reputationsrisiko“ aus den Regeln zur Bankenaufsicht zu entfernen und gewarnt, dass dieses Konzept genutzt wurde, um den Zugang zu Finanzdienstleistungen einzuschränken.
Kommentarbrief und Forderungen
In einem Kommentarbrief, der am Montag eingereicht wurde, erklärte Ashok Pinto, der Executive Vice President für Recht und Regierungsbeziehungen der Blockchain Association, dass die Federal Reserve ihre für Juni 2025 geplante Politikänderung in eine verbindliche Regel umwandeln sollte, um zukünftigen Missbrauch zu verhindern.
Pinto betonte, dass regulierte Institutionen „objektive, konsistente Standards“ benötigen und fügte hinzu, dass das Reputationsrisiko diese Anforderungen nicht erfüllt. Er argumentierte, dass regulatorische Rahmenbedingungen die Integrität des Finanzsystems schützen müssen, ohne dass subjektive Bewertungen den Zugang zu Bankdienstleistungen beeinflussen.
Regulierung und Integrität des Finanzsystems
Pinto erklärte: „Regulierung soll die Integrität unseres Finanzsystems aufrechterhalten, nicht dazu dienen, Gewinner und Verlierer basierend auf den politischen Winden des Tages auszuwählen.“
Er warnte, dass die Abhängigkeit vom Reputationsrisiko Inkonsistenzen in den Aufsichtspraktiken einführt. Pinto verwies auf frühere Durchsetzungsmuster und stellte fest, dass die Verwendung des Reputationsrisikos zu Debanking-Maßnahmen geführt hat, die sich gegen Krypto-Unternehmen richten und von Branchenvertretern oft als „Operation Chokepoint 2.0“ bezeichnet werden.
Langfristige Schutzmaßnahmen notwendig
Er merkte an, dass die Regierung von Donald Trump zwar mehrere mit dem Debanking von Krypto verbundenen Politiken zurückgenommen hat, langfristige Schutzmaßnahmen jedoch weiterhin notwendig sind. Pinto warnte, dass zukünftige Regierungen ähnliche Maßnahmen ohne klare regulatorische Grenzen wieder einführen könnten und erklärte:
„Reputationsrisiko ist nur so neutral wie die Regierung, die es anwendet.“
Er fügte hinzu, dass die Beseitigung durch formale Regelungen einen stabilen Standard schaffen würde, der über politische Zyklen hinweg anwendbar ist.
Unterstützende Berichte und Koordination der Regelungen
Zur Unterstützung dieser Bedenken berichtete das Cato Institute im Januar, dass die meisten Debanking-Fälle in den USA auf den Druck der Regierung zurückzuführen sind und nicht auf unabhängige Entscheidungen von Finanzinstituten, was die Forderungen nach klareren Aufsichtsgremien verstärkt.
In Bezug auf die Umsetzung sagte Pinto, dass die Federal Reserve ihre endgültige Regel mit den bereits von anderen Bankenregulierungsbehörden ergriffenen Maßnahmen koordinieren sollte. Er verwies auf die jüngsten Maßnahmen des Office of the Comptroller of the Currency und der Federal Deposit Insurance Corporation, die am 7. April eine gemeinsame Regel erließen, die das Reputationsrisiko aus ihren Aufsichtsrahmen entfernt.
Pinto betonte, dass die Angleichung der Standards zwischen den Behörden die Vorhersehbarkeit für regulierte Unternehmen verbessern würde und fügte hinzu, dass konsistente Regeln, die auf messbaren Kriterien basieren, notwendig sind, um das Vertrauen in den Regulierungsprozess aufrechtzuerhalten und die Sicherheit des Finanzsystems zu gewährleisten.