Crypto Prices

CACEIS steht kurz vor dem Deal zur Übernahme der MiCA-lizenzierten Plattform Meria

vor 3 Stunden
1 minuten gelesen
2 ansichten

CACEIS und die Übernahme von Meria

CACEIS, die Verwahrbank-Sparte von Crédit Agricole, führt laut einem Bericht von BlockStories exklusive Gespräche über die Übernahme der französischen Krypto-Investitionsplattform Meria. Der Deal wurde von keinem der beiden Unternehmen offiziell angekündigt.

Über Meria

Meria, früher bekannt als Just Mining, wurde von Owen Simonin, online bekannt als Hasheur, mitgegründet. Das Unternehmen bedient etwa 150.000 Nutzer und verwaltet laut dem Bericht rund 350 Millionen Euro an verwaltetem Vermögen. Zu den Hauptdienstleistungen gehören Krypto-Brokerage und Staking-Produkte.

CACEIS und digitale Vermögenswerte

CACEIS hat bereits eine Geschäftssparte für digitale Vermögenswerte, die sich auf die Verwahrung konzentriert. Das Unternehmen gibt an, dass seine Krypto-Dienstleistungen auf Vermögensverwalter, institutionelle Investoren und andere Kunden abzielen, die regulierten Zugang zu digitalen Vermögenswerten suchen. Die Muttergesellschaft, Crédit Agricole, gehört zu den größten Bankengruppen Frankreichs.

Krypto-Lizenzen und MiCA

CACEIS hält sowohl französische als auch europäische Krypto-Lizenzen. Das öffentliche Register der AMF besagt, dass CACEIS Bank autorisiert wurde, Krypto-Vermögensdienstleistungen unter MiCA über den Artikel 60-Benachrichtigungsweg anzubieten. Dies ermöglicht der Gruppe, Dienstleistungen wie Verwahrung, Auftragsannahme und Übertragung von Krypto-Vermögenswerten anzubieten.

Ein Deal mit Meria würde CACEIS Zugang zu einer krypto-nativen Plattform mit einer Einzelhandelsnutzerbasis und Staking-Expertise verschaffen. BlockStories berichtete, dass Staking eine der Aktivitäten ist, die für CACEIS von Interesse sind, da Meria sowohl Einzelhandels- als auch institutionelle Kunden in diesem Bereich bedient.

Regulatorische Entwicklungen

Die Gespräche kommen kurz nachdem Meria die MiCA CASP-Autorisierung in Frankreich erhalten hat. Eine Marktintelligenz-Liste zeigt Meria SAS als in Frankreich ansässigen MiCA-Krypto-Vermögensdienstleister, der am 22. Juni von der AMF autorisiert wurde. Dieser Zeitpunkt verleiht der Plattform zusätzlichen Wert, da das neue Lizenzregime Europas vollständig in Kraft tritt.

Die Gespräche spiegeln einen breiteren Wandel im europäischen Krypto-Markt wider. Die Übergangsfrist für MiCA endete am 1. Juli, was viele Krypto-Unternehmen zwang, CASP-Lizenzen zu sichern oder den Dienst für Nutzer unter den alten nationalen Regimen einzustellen. MiCA gibt lizenzierten Unternehmen einen europäischen Pass, erhöht jedoch auch die Compliance-Kosten.

Wie bereits berichtet, haben Frankreich und andere EU-Märkte eine Kluft zwischen Unternehmen gesehen, die eine Genehmigung erhalten haben, und solchen, die noch im Prozess sind. Diese Kluft könnte Banken und größeren regulierten Unternehmen dazu drängen, lizenzierte Krypto-Plattformen zu kaufen, anstatt alles intern aufzubauen.

Marktentwicklungen

Die Gespräche über Meria passen auch in ein breiteres Muster, bei dem regulierte Finanzierungen in digitale Vermögenswerte übergehen. Wie crypto.news berichtete, eröffnete Coinbase sein MiCA-Hub in Luxemburg, als die EU-Frist näher rückte. Die Börse nutzte Luxemburg als Basis, um Kunden im gesamten Block unter einem Lizenzsetup zu bedienen.

Andere Unternehmen haben ähnliche Schritte unternommen. Wie von crypto.news berichtet, kam Ripple der vollständigen MiCA-Compliance durch die CASP-Genehmigung in Luxemburg näher, während B2C2 die MiCA-Genehmigung erhielt, um den regulierten Krypto-Handel in ganz Europa auszubauen.

Beliebt