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Cantor Fitzgerald spendet 10 Millionen Dollar an Crypto PAC unter der Leitung von Tether-Manager

vor 5 Stunden
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Spende von Cantor Fitzgerald an Fellowship PAC

Cantor Fitzgerald hat 10 Millionen Dollar an die Fellowship PAC gespendet, einen auf Kryptowährungen fokussierten Super-PAC, der von Jesse Spiro, dem Leiter der Regierungsangelegenheiten von Tether in den USA, geleitet wird. Dies geht aus den am Mittwoch veröffentlichten Unterlagen der Federal Election Commission hervor. Die Spende erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem die Grenze zwischen traditioneller Finanzwirtschaft und Krypto-Lobbying schwer zu definieren ist.

Die Schlagzeile ist bedeutend, doch die Frage bleibt, ob sie die regulatorischen Ergebnisse kauft, die die Branche wünscht – und in welchem Zeitrahmen dies geschehen könnte.

Funktionsweise der Spende

Wie die Spende von Cantor an die Fellowship tatsächlich funktioniert und was 10 Millionen Dollar in Washington bewirken können, ist von Interesse. Ein Super-PAC operiert ohne Beitragsgrenzen von Unternehmen oder Einzelpersonen, solange er sich nicht direkt mit Kandidaten koordiniert. Die Fellowship PAC nutzt diese Struktur, um pro-Krypto-Kandidaten in Bundeswahlen zu unterstützen und issue-advocacy-Werbung zu finanzieren. Bereits 3 Millionen Dollar wurden für Advocacy-Anzeigen ausgegeben, was das klarste Beispiel für diese Strategie darstellt.

Politische Absichten und Verbindungen

Die Beteiligung von Cantor Fitzgerald ist keine neue Beziehung, die als politischer Altruismus verkleidet ist. Das Unternehmen verwahrt seit 2021 die Reservevermögen von Tether und steht somit im Zentrum des weltweit systemisch bedeutendsten Stablecoin-Betriebs. Als Howard Lutnick, damals CEO von Cantor und jetzt US-Handelsminister, sich den Bestätigungsanhörungen im Senat stellte, drängten die Gesetzgeber ihn speziell zu diesen Krypto-Verbindungen und deren Auswirkungen auf die Liquiditätsmärkte sowie die Politik zur Bekämpfung der Terrorismusfinanzierung.

Lutnick hat seitdem die täglichen Geschäfte verlassen; Cantor wird jetzt von seinen Söhnen geleitet.

Institutionelle Absicht und regulatorische Ziele

Die 10 Millionen Dollar Spende folgt auf diesen Übergang und deutet auf eine klarere Lesart der institutionellen Absicht hin, anstatt auf eine persönliche Kalkulation eines einzelnen Executives. Das Unternehmen setzt bewusst darauf, dass pro-Krypto-regulatorische Ergebnisse in Washington eine Finanzierung in großem Maßstab wert sind. Das gesetzgeberische Ziel ist nicht abstrakt. Der Kongress debattiert aktiv über Rahmenbedingungen für Stablecoins und die Marktstruktur digitaler Vermögenswerte unter dem CLARITY-Gesetz. PAC-Gelder dieser Größenordnung zielen direkt darauf ab, zu beeinflussen, wer in den Sitzen sitzt, wo diese Stimmen abgegeben werden.

Weitere Beiträge und deren Bedeutung

Der gleichzeitige Beitrag von 1 Million Dollar von Anchorage Digital an die Fellowship signalisiert dieselbe Logik von der krypto-nativen Bankenseite. Die optimistische Lesart ist einfach: Ein Scheck über 10 Millionen Dollar von einem Unternehmen wie Cantor signalisiert, dass die traditionelle Finanzwirtschaft (TradFi) von vorsichtiger Beobachtung zu aktiven politischen Investitionen übergegangen ist. Das ist jedoch nicht dasselbe wie regulatorische Klarheit, die nach einem bestimmten Zeitplan eintrifft. PAC-Ausgaben beeinflussen die Kandidatenauswahl und schaffen politischen Wohlwollen, sie schreiben jedoch keine Gesetze oder garantieren Abstimmungen im Plenum.