Einleitung
China hat Pläne skizziert, um die Durchsetzung von Anti-Geldwäsche-Maßnahmen zu verstärken, die Überwachung von mit virtuellen Währungen verbundenen Verbrechen auszudehnen und die internationale Zusammenarbeit zu vertiefen. Dies geschieht im Rahmen der Vorbereitung des finanziellen Sicherheitsrahmens des Landes für den nächsten fünfjährigen Politikzyklus.
Maßnahmen zur Bekämpfung von Geldwäsche
Die People’s Bank of China erklärte in einem politischen Dokument, das die Anti-Geldwäsche-Arbeit während der 14. Fünfjahresplanperiode überprüft, dass die Behörden den Druck auf Geldwäschevergehen aufrechterhalten werden. Besonderes Augenmerk wird auf Geldwäsche mit virtuellen Währungen, grenzüberschreitende Geldtransfers, Telekommunikationsbetrug, Online-Glücksspiel, Drogenverbrechen, illegale Mittelbeschaffung und unterirdische Banknetzwerke gelegt.
Die Zentralbank erklärte, dass China eine neue Phase der Entwicklung im Bereich der Anti-Geldwäsche erreicht hat, nachdem in den letzten fünf Jahren eine Reihe von rechtlichen, regulatorischen, durchsetzenden und internationalen Kooperationsinitiativen abgeschlossen wurden. Beamte sagten, dass zukünftige Bemühungen darauf abzielen werden, das überarbeitete Anti-Geldwäsche-Gesetz umzusetzen, die risikobasierte Aufsicht zu stärken, die Berichterstattung über wirtschaftlich Berechtigte zu verbessern und die grenzüberschreitende Durchsetzung zu intensivieren.
Koordinierte Anstrengungen und Herausforderungen
Die People’s Bank of China berichtete, dass die Behörden in den letzten Jahren durch eine gemeinsame Kampagne, die 2022 von der Zentralbank, dem Ministerium für öffentliche Sicherheit und neun anderen Regierungsbehörden ins Leben gerufen wurde, verstärkt gegen Geldwäscheverbrechen vorgegangen sind. Im Rahmen dieser Initiative erweiterten die Ermittler die Anwendung eines „Dual-Überprüfungsansatzes“, der sowohl die zugrunde liegende kriminelle Aktivität als auch die damit verbundenen Geldwäschenetzwerke untersucht.
Die Zentralbank erklärte, dass koordinierte Anstrengungen unternommen wurden, um Fragen der Beweissammlung, Fallbearbeitung und rechtlichen Anwendung zu adressieren, während die Durchsetzung gegen professionelle Geldwäschegruppen, Geldwäscheoperationen mit virtuellen Währungen und grenzüberschreitende Geldwäschepläne verstärkt wurde.
Der Bericht stellte fest, dass die Gerichte in ganz China im Jahr 2025 mehr als 2.000 Urteile gemäß Artikel 191 des Strafgesetzbuches, der Bestimmung über Geldwäschevergehen des Landes, erlassen haben.
Die Behörden warnten auch, dass kriminelle Organisationen neue Methoden angenommen haben, um illegale Gelder zu verbergen. Die Zentralbank erklärte, dass neue Technologien und Geschäftsmodelle zusätzliche Kanäle bereitgestellt haben, die für Geldtransfers missbraucht werden können, was die Erkennung und Verfolgung von Transaktionen erschwert.
Überarbeitung des Anti-Geldwäsche-Gesetzes
Die Zentralbank erklärte, dass China eine umfassende Überarbeitung seines Anti-Geldwäsche-Gesetzes abgeschlossen hat, das 2025 in Kraft trat. Die aktualisierte Gesetzgebung nahm formal einen risikobasierten Ansatz an und führte Anforderungen zur Überwachung von Geldwäschebedrohungen ein, die mit neuen Technologien und aufkommenden Sektoren verbunden sind.
Die Behörden richteten auch 2024 ein nationales System zur Berichterstattung über wirtschaftlich Berechtigte ein, das durch Maßnahmen, die gemeinsam von der People’s Bank of China und der Staatsverwaltung für Marktregulierung herausgegeben wurden, eingeführt wurde. Beamte beschrieben das System als ein wichtiges Werkzeug zur Verhinderung, dass Briefkastenfirmen zur Verschleierung illegaler Aktivitäten verwendet werden.
Regulatorische Maßnahmen und Kryptowährungen
Der Bericht sagte, dass die Regulierungsbehörden später neue Regeln einführten, die Finanzinstitute verpflichten, wirtschaftlich Berechtigte von Kunden zu identifizieren und zu überprüfen, während die Informationsqualität durch einen differenzierten Berichterstattungsmechanismus verbessert wird. China erweiterte auch die Aufsicht über Geldwäsche über Banken und Finanzinstitute hinaus.
Das Dokument erscheint, während die chinesischen Behörden weiterhin die Aufsicht über Aktivitäten im Zusammenhang mit Kryptowährungen verschärfen. Im Februar gaben die People’s Bank of China, die China Securities Regulatory Commission und andere Behörden eine Mitteilung heraus, die regulatorische Einschränkungen auf Offshore, an den Renminbi gebundene Stablecoins und tokenisierte reale Vermögenswerte ausdehnte.
Die Mitteilung klassifizierte den Handel mit Krypto, die Ausgabe von Token, Marktbildungsdienste und krypto-verknüpfte Finanzprodukte als illegale Finanzaktivitäten.
Die Zentralbank erklärte, dass zukünftige Anti-Geldwäsche-Bemühungen eine stärkere internationale Zusammenarbeit bei der Informationsweitergabe, Ermittlungen, Vermögensrückgewinnung und Durchsetzungskoordination umfassen werden, insbesondere in Fällen, die grenzüberschreitende kriminelle Aktivitäten und illegale Geldtransfers betreffen.
Im Mai sagte Liu Guixiang, ein Mitglied des Justizausschusses des Obersten Volksgerichts Chinas, dass die Gerichte weitere Forschungen zu den Entscheidungsstandards für Streitigkeiten im Zusammenhang mit virtuellen Währungen und grenzüberschreitenden Finanzaktivitäten durchführen würden. Trotz der jüngsten Bedenken sagte Wang Xin, Generaldirektor des Forschungsbüros der People’s Bank of China, dass die politischen Entscheidungsträger den Stablecoins und digitalen Zentralbankwährungen große Aufmerksamkeit schenken.
Bei der Lujiazui-Konferenz am 17. Juni sagte Wang, dass Stablecoins in Zukunft eine größere Rolle bei internationalen Zahlungen übernehmen könnten und forderte eine fortgesetzte Aufmerksamkeit auf die regulatorische Koordination und internationale Zusammenarbeit im Zusammenhang mit ihrer Nutzung.