Crypto Prices

David Schwartzs Idee zum XRP-Staking: Steuerliche Herausforderungen für Belohnungen laut IRS

vor 11 Stunden
2 minuten gelesen
2 ansichten

Einführung in die Debatte über Staking-Belohnungen

David Schwartz, der ehemalige Chief Technology Officer von Ripple, hat die Debatte über die Besteuerung von Staking-Belohnungen neu entfacht, insbesondere im Hinblick darauf, wie diese behandelt werden sollten, falls das XRP Ledger jemals ein natives Staking-Modell einführen sollte. Seine Kommentare fielen während einer Diskussion mit dem Krypto-Steuerexperten Clinton Donnelly, in der es um die Frage ging, ob Staking-Belohnungen besteuert werden sollten, bevor ein Inhaber sie verkauft.

Argumente zur steuerlichen Behandlung von Staking-Belohnungen

Schwartz argumentierte, dass die steuerliche Behandlung davon abhängen sollte, wie ein Staking-System Belohnungen erzeugt und bereitstellt. Seiner Meinung nach können Belohnungen, die bereits existieren und an einen Nutzer übertragen werden, als steuerpflichtiges Einkommen behandelt werden, sobald sie empfangen werden. Er zog eine klare Grenze für Belohnungen, die durch denselben Staking-Prozess erzeugt werden, der sie verteilt. Schwartz erklärte:

„Wenn die Staking-Belohnungen durch den Staking-Prozess erzeugt werden, dann ist es so, als ob Sie einen Pullover zum Verkauf gestrickt haben. Es fällt keine Steuer an, bis Sie den Pullover verkaufen.“

Wenn die Staking-Belohnungen von einem Ort zum anderen bewegt werden, anstatt neu erzeugt zu werden, sollten sie wie alles andere von Wert beim Empfang besteuert werden. Diese Aussage rahmt neu geschaffene Staking-Belohnungen als geschaffenes Eigentum und nicht als sofortiges Einkommen ein. Sie stellt auch die breite Auslegung der IRS-Richtlinien in Frage, die Belohnungen aus dem Proof-of-Stake als steuerpflichtig behandelt, sobald der Steuerpflichtige die Kontrolle über sie erlangt.

Aktueller Stand des XRP Ledgers

Es ist wichtig zu betonen, dass die Diskussion nicht bedeutet, dass das XRP Ledger derzeit natives Staking unterstützt. XRPL verwendet keinen Proof-of-Stake-Konsens, und Inhaber können XRP nicht direkt im Netzwerk staken, wie es Nutzer auf Netzwerken wie Ethereum tun. Schwartzs Kommentare konzentrierten sich darauf, wie ein mögliches Design funktionieren könnte, falls das Ökosystem jemals ein stakingsähnliches Modell erkunden sollte. Er betonte, dass die steuerliche Behandlung davon abhängt, ob die Belohnungen neu geschaffen oder von einer anderen Partei für eine Dienstleistung bezahlt werden.

Risiken und Herausforderungen für XRP-Inhaber

Diese Unterscheidung ist von Bedeutung, da XRP-Inhaber derzeit Renditen über Drittanbieter-Börsen, Kreditdienste, Liquiditätspools oder DeFi-Systeme anstreben. Diese Wege bergen jedoch Plattform-, Smart-Contract- und Marktrisiken. Wie zuvor von crypto.news berichtet, war Schwartz auch aktiv an den jüngsten Debatten rund um XRPL beteiligt, einschließlich Diskussionen über Netzwerk-Upgrades und die Handhabung von Änderungen im Ledger.

IRS-Richtlinien zu Staking-Belohnungen

Die IRS veröffentlichte das Revenue Ruling 2023-14 zu Staking-Belohnungen, das besagt, dass ein Steuerpflichtiger den Marktwert der Staking-Belohnungen nach der Barwertmethode in sein Bruttoeinkommen aufnehmen muss, sobald er die Herrschaft und Kontrolle über die Token erlangt. Dies bedeutet, dass die Behörde Belohnungen aus dem Proof-of-Stake im Allgemeinen als steuerpflichtig behandelt, wenn der Steuerpflichtige sie verkaufen, tauschen oder übertragen kann. Diese Regel gilt auch, wenn die Belohnungen über eine Krypto-Börse erhalten werden.

Schwartzs Modell und die Zukunft der Diskussion

Schwartzs Argument stellt in Frage, ob dieser Ansatz für jedes Protokolldesign geeignet ist. Er merkte an, dass Belohnungen, die aus einer bestehenden Quelle gezahlt werden, wie eine Vergütung erscheinen, während Belohnungen, die während des Staking-Prozesses geprägt werden, eher als Eigentum betrachtet werden könnten, das vom Teilnehmer geschaffen wurde. Die Debatte bleibt für XRP ungelöst, da das Netzwerk kein natives Staking hat. Für den Moment bietet Schwartzs Modell des „gestrickten Pullovers“ der XRP-Community einen Rahmen, um zukünftige Belohnungssysteme und deren steuerliche Behandlung zu diskutieren, bevor technische Änderungen vorgeschlagen werden.