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DeFi-Größen drängen die SEC zu formellen Broker-Regeln für nicht verwahrende Benutzeroberflächen

vor 3 Stunden
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Forderungen der DeFi-Koalition an die SEC

Führende Akteure im DeFi-Sektor fordern die U.S. Securities and Exchange Commission (SEC) auf, ihren vorübergehenden Sicherheitsrahmen für „nicht verwahrende Benutzeroberflächen“ in verbindliche Broker-Regeln umzuwandeln, um die neutrale Infrastruktur vor schleichender Regulierung zu schützen. Eine breite Koalition von DeFi-Entwicklern und Investoren drängt die SEC, ihre kürzliche Mitarbeiteranleitung zu „nicht verwahrenden Benutzeroberflächen“ durch formelle Regelungen zu verankern. Sie argumentieren, dass nur klare und dauerhafte Definitionen von „Broker“ verhindern können, dass neutrale Infrastruktur aus der Regulierung gedrängt wird.

Reaktion auf die SEC-Mitarbeiteranleitung

In einem diese Woche eingereichten Schreiben haben der DeFi Education Fund, Aave Labs, Uniswap Labs, Paradigm, Andreessen Horowitz und andere Unterzeichner auf die Mitarbeitererklärung der SEC-Abteilung für Handel und Märkte vom 13. April reagiert, die festlegt, wann Krypto-Asset-Frontends sich als Broker registrieren müssen. Die Koalition „unterstützt nachdrücklich“ die Schlussfolgerung des Personals, dass eine nicht verwahrende Benutzeroberfläche, die lediglich benutzerinitiierte Anweisungen in blockchain-lesbare Befehle umwandelt und den Benutzern die volle Kontrolle über ihre Vermögenswerte lässt, keine Registrierung als Broker-Dealer benötigt. Sie argumentieren, dass solche Werkzeuge als technische Infrastruktur und nicht als Transaktionsvermittler fungieren, was mit dem Aufruf von Kommissarin Hester Peirce nach einem „dauerhafteren regulatorischen Ansatz“ übereinstimmt, der widerspiegelt, wie DeFi tatsächlich funktioniert.

Der No-Action-Rahmen und seine Herausforderungen

Die Erklärung vom 13. April schuf einen fünfjährigen No-Action-Rahmen für „Covered User Interface Providers“, der bestimmten DeFi-Frontends und selbstverwahrenden Wallets erlaubt, ohne Broker-Registrierung zu operieren, solange sie 12 Bedingungen erfüllen, einschließlich strenger Grenzen für Ermessensspielräume, Auftragsabwicklung und Empfehlungen. In einem bemerkenswerten Abweichen von der traditionellen Praxis erklärte das Personal, dass es keinen Einwand erheben würde, wenn diese Anbieter transaktionsbasierte Gebühren erhalten, vorausgesetzt, die Vergütung ist pauschal, objektiv und produkt- oder venuesneutral, während die Zahlung für Orderflow weiterhin verboten bleibt.

Doch die Anleitung ist ausdrücklich vorübergehend und kann 2031 ohne Maßnahmen der Kommission zurückgezogen werden, ein Ablaufdatum, das die DeFi-Koalition als unzureichend für Unternehmen ansieht, die mehrjährige Infrastrukturwetten eingehen. Ihr Schreiben fordert die SEC auf, eine Regelung zur Bekanntmachung und Kommentierung zu eröffnen, die eine moderne Broker-Definition festschreibt, die ausdrücklich neutrale Softwareanbieter, Validatoren, RPC/API-Betreiber, Oracle-Netzwerke und Cloud-Infrastruktur ausschließt, die niemals Verwahrung übernehmen oder Handelsdiskretion ausüben.

„Ohne klare, technologie-neutrale Regeln könnten zukünftige Mitarbeiter oder Kommissionen die Broker-Definition in einer Weise neu interpretieren, die Innovationen hemmt und die grundlegende US-Infrastruktur ins Ausland drängt“,

warnen die Gruppen und spiegeln Bedenken wider, dass ad-hoc-Anleitungen so schnell zurückgenommen werden können, wie sie herausgegeben werden.

Der Kontext der Forderungen

Der Zeitpunkt des Schreibens ist nicht zufällig. Mit dem CLARITY Act – dem wichtigsten bundesstaatlichen Gesetz zur Marktstruktur für Krypto – der im Bankenausschuss des Senats feststeckt und einer strengen Frist Ende Mai, die von Senator Bernie Moreno gesetzt wurde, gegenübersteht, sehen Branchenverbände zunehmend das Regelwerk der SEC als den einzigen kurzfristigen Hebel für Klarheit. Rechtliche Memos von Firmen wie Sidley, Jones Day und Deloitte haben bereits die Erklärung vom 13. April als „Weg“ für DeFi-Schnittstellenanbieter formuliert, betonen jedoch, dass sie nur die Regeln für Broker-Dealer anspricht, nicht die Registrierung von Börsen, AML-Verpflichtungen oder Haftung für Betrug.

In ihrem eigenen wöchentlichen „DeFi Debrief“ bezeichnete der DeFi Education Fund den Schritt des Personals als „einen bedeutenden ersten Schritt“, betonte jedoch, dass „dauerhafte regulatorische Sicherheit Maßnahmen auf Kommissionsebene erfordert“, nicht nur Mitarbeitererklärungen. Bis der Kongress handelt oder die SEC eine vollständige Regelung abschließt, unterstreicht der Vorstoß der Koalition eine breitere Realität: Das Schicksal der US-DeFi-Infrastruktur hängt weiterhin davon ab, wie eine 90 Jahre alte Broker-Definition auf Codezeilen angewendet wird.

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