Stand With Crypto UK kritisiert Banken
Stand With Crypto UK kritisiert, dass Banken den Zugang zu regulierten Börsen einschränken, während die politischen Entscheidungsträger versuchen, das Land als Zentrum für Innovation im Bereich digitaler Vermögenswerte zu positionieren. Die Organisation fordert ihre 286.000 Mitglieder auf, britische Banken herauszufordern, die Überweisungen zu Kryptowährungsbörsen einschränken. Sie argumentiert, dass pauschale Beschränkungen für Transaktionen zu regulierten Plattformen den Zugang zu digitalen Vermögenswerten erheblich einschränken.
Kampagne und Berichte
Die neue Kampagne verweist auf einen Bericht des UK Cryptoassets Business Council, der zeigt, dass 40 % der Krypto-Transaktionen von britischen Banken blockiert oder eingeschränkt werden. Die Gruppe betont, dass viele dieser Beschränkungen für Überweisungen gelten, die Börsen betreffen, die bei der Financial Conduct Authority des Landes registriert sind, und dass dabei keine individuellen Kundenrisikoprofile berücksichtigt werden. Laut dem Bericht verzeichnete eine Börse innerhalb eines Jahres fast 1 Milliarde britische Pfund an abgelehnten Transaktionen aufgrund von Ablehnungen seitens der Banken. Zudem berichteten 80 % der befragten Plattformen von einem Anstieg blockierter oder eingeschränkter Überweisungen.
Mitgliederengagement und Slogan
Stand With Crypto UK bietet seinen Mitgliedern die Möglichkeit, über ein Tool auf ihrer Website Beschwerden einzureichen. Dieses Tool generiert Briefe, die die Überweisungsbeschränkungen anfechten. Die Organisation erwartet Antworten von den Banken, um die nächsten Schritte der Kampagne zu planen. Der Slogan der Advocacy-Kampagne lautet: „Ihr Geld. Ihre Wahl.“
Äußerungen von Mark Fairless
Mark Fairless, CEO der britischen Clearing-Bank ClearBank, äußerte sich gegenüber Cointelegraph und betonte, dass Banken einen risikobasierten Ansatz für krypto-bezogene Zahlungen verfolgen sollten, anstatt umfassende Beschränkungen im gesamten Sektor zu verhängen. „Interventionen sollten gezielt und verhältnismäßig sein, da breite Blockaden das Risiko bergen, den Wettbewerb und die Fähigkeit regulierter Unternehmen, effektiv im Vereinigten Königreich zu operieren, zu untergraben,“ sagte Fairless.
Regulierungsbehörden und Stablecoins
Die Kampagne findet inmitten laufender Bemühungen der Regulierungsbehörden statt, einen landesweiten Rahmen für Stablecoins zu entwickeln. Anfang Mai prüfte ein Ausschuss des House of Lords die vorgeschlagenen Stablecoin-Vorschriften und befragte Branchenvertreter zu Risiken von Bankenläufen, Anti-Geldwäsche-Kontrollen und den potenziellen Auswirkungen von Stablecoins auf das traditionelle Bankwesen. Später in diesem Monat erklärte die Bank von England, dass sie die vorgeschlagenen Obergrenzen für Stablecoin-Bestände und Reserven überdenkt, während sie ihren Rahmen für pfund-denominierte Stablecoins überprüft.
Diese Überprüfung erfolgt, während die Regulierungsbehörden versuchen, das Wachstum eines inländischen Stablecoin-Marktes zu unterstützen und gleichzeitig potenzielle Risiken für die Bankenfinanzierung und die finanzielle Stabilität zu begrenzen. Derzeit machen nicht-Dollar-Stablecoins nur einen kleinen Teil des globalen Marktes aus.
Empfehlungen des House of Lords
Im Juni äußerte ein Ausschuss des House of Lords, dass bestimmte vorgeschlagene Stablecoin-Anforderungen, einschließlich Reserve- und Halterechtlinien, die Lebensfähigkeit von pfund-denominierten Token einschränken könnten. Der Ausschuss forderte die Regulierungsbehörden auf, Maßnahmen zu vermeiden, die das Wachstum des Sektors behindern könnten, während der Rahmen für Stablecoins des Landes finalisiert wird.
Darüber hinaus haben die Regulierungsbehörden auch umfassendere Initiativen für digitale Vermögenswerte vorangetrieben. Im Mai schlug die Zentralbank vor, die Betriebszeiten der Abrechnungsinfrastruktur des Landes zu verlängern, um tokenisierte Märkte zu unterstützen. Am 8. Juni schlug die Financial Conduct Authority vor, bestimmten auf den Einzelhandel ausgerichteten Investmentfonds zu erlauben, bis zu 10 % ihrer Portfolios in Krypto-Exchange-Traded Products zu investieren.