Crypto Prices

Die Notwendigkeit von Börsen: Ein Umdenken in der Krypto-Welt

vor 7 Stunden
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Offenlegung

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Selbstverwahrung von Krypto-Assets

Nach den jüngsten Änderungen bei Binance haben Berichte gezeigt, dass die Selbstverwahrung von Krypto-Assets für viele Nutzer zunehmend attraktiv wird. Im Juli dieses Jahres stellte Binance den Service für seine europäischen Nutzer ein. Finanzexperten und Regulierungsbehörden gingen davon aus, dass die betroffenen Trader zu einer anderen regulierten Börse wechseln würden, sich dort anmelden, die erforderlichen Überprüfungen bestehen und wie gewohnt weitermachen würden. So sollte die Geschichte laut den Regulierungsbehörden ablaufen.

Doch so kam es nicht. Laut den eigenen Angaben von Binance flossen 70 % der abgehobenen Gelder nicht zu einer anderen Börse, sondern in persönliche Wallets. Nur 30 % gingen zu konkurrierenden regulierten Anbietern. Als sich die Tür hinter ihnen schloss, suchten die Menschen also nicht nach einer anderen Börse, um ihre Gelder zu verwahren, sondern entschieden sich, ihre eigenen Gelder selbst zu verwalten. Diese Zahlen stammen von Binance und sind nicht unabhängig geprüft, daher sollte man einen gewissen Spielraum für Fehler einräumen. Selbst wenn sie jedoch grob zutreffend sind, zeigen sie eine besorgniserregende Wahrheit für große Plattformen: Die meisten Menschen waren nie loyale Kunden, sondern fühlten sich nur vorübergehend wohl dabei, ihr Geld dort zu lassen.

Die Entwicklung der Krypto-Verwahrung

Ein Blick in die Vergangenheit zeigt, dass der Kauf von Bitcoin und der Tausch gegen andere Kryptowährungen (wie SOL oder ETH) früher eine zentralisierte Börse erforderte. Diese Plattformen hielten die Coins, führten die Trades durch und erledigten die komplizierte Arbeit zwischen den Blockchains, die oft ein tiefes Verständnis der Kryptographie erforderte. Die Nutzer parkten ihr Geld dort, weil es kaum Alternativen gab, um es sicher zu lagern.

Doch mittlerweile sind zahlreiche Alternativen aufgetaucht, die kein Expertenwissen erfordern. Selbstverwahrungs-Wallets wie MetaMask haben das Konzept „Sei deine eigene Bank“ von einem beängstigenden Slogan in eine benutzerfreundliche Anwendung verwandelt. Hardware-Wallets haben die kalte Speicherung so einfach gemacht, dass sie für viele Menschen zur bevorzugten Wahl geworden sind. Zudem ermöglicht das Protokoll THORChain den Nutzern, native Assets einer Kette gegen andere zu tauschen, ohne zuvor Krypto an eine zentralisierte Entität zu übergeben. Die Nutzer behalten die Kontrolle über ihre Vermögenswerte und tauschen nur, wenn sie es tatsächlich wünschen.

Das veraltete Geschäftsmodell der zentralisierten Börsen

In Anbetracht all dieser Fortschritte wirkt das alte Geschäftsmodell der zentralisierten Börsen zunehmend veraltet. Der Hauptgrund, warum Nutzer große Beträge auf einer zentralisierten Börse liegen lassen, war Bequemlichkeit, nicht Notwendigkeit. Wenn der direkte Handel von einer persönlichen Wallet so einfach ist, wird deutlich, dass es sich um eine Gewohnheit handelt, eine dauerhafte Geldsumme auf der Plattform eines anderen zu halten, und nicht um eine zwingende Anforderung.

Risiken der Selbstverwahrung

Es ist wichtig zu betonen, dass Selbstverwahrung nicht ohne Risiken ist. Die persönliche Verwahrung der Schlüssel bedeutet mehr Verantwortung. Es gibt keine Support-Hotline, um die Wiederherstellungsphrase anzufordern, wenn sie verloren geht, und keinen Reset-Knopf. Die Börsen haben diese Last von den Schultern der Nutzer genommen, und für viele ist dieser Service nach wie vor wertvoll. Bequemlichkeit ist in diesem Bereich der Geldverwaltung ein entscheidendes Merkmal.

Dennoch deuten die Daten von europäischen Nutzern darauf hin, dass sich das Gleichgewicht für eine wachsende Gruppe verschoben hat. Bei der Wahl zwischen einer erneuten Registrierung an einem neuen Ort und der Beibehaltung ihrer eigenen Coins entschieden sich die meisten für Letzteres. Dies ist nicht als Protest gegen ein einzelnes Regelwerk zu verstehen, sondern vielmehr als Ausdruck des gestiegenen Vertrauens in Werkzeuge, die möglicherweise nicht existierten, als sie sich ursprünglich anmeldeten.

Die Annahme war, dass die Nutzer eine Börse benötigten und immer ihren Weg zur nächsten finden würden. Nach dem 1. Juli wurde jedoch deutlich, dass der Mittelsmann die ganze Zeit nur eine Bequemlichkeit war – nützlich und beliebt, aber für einen großen Teil der Nutzer nicht mehr unerlässlich.

Die Plattformen waren nie so unverzichtbar, wie sie schienen. Ihren Kunden wurde nur kein Grund gegeben, zu gehen, bis schließlich jemand die Tür öffnete.

Abschluss

Offenlegung: Dieser Inhalt wird von einer dritten Partei bereitgestellt. Weder crypto.news noch der Autor dieses Artikels befürworten ein auf dieser Seite erwähntes Produkt. Nutzer sollten ihre eigenen Recherchen durchführen, bevor sie Maßnahmen im Zusammenhang mit dem Unternehmen ergreifen.