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DOG Mode eröffnet eine neue Front im Governance-Konflikt von Bitcoin

vor 24 Stunden
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Einführung von DOG Mode

Der Bitcoin-Ordinals-Befürworter Leonidas hat DOG Mode eingeführt, einen alternativen Open-Source-Bitcoin-Client, der verändert, wie Knoten bestimmte gültige Transaktionen weiterleiten, ohne die Konsensregeln von Bitcoin zu ändern. Dieses Projekt fügt der Auseinandersetzung über Ordinals, Runes und die Nutzung des Bitcoin-Blockraums eine neue Dimension hinzu.

Argumentation von Leonidas

In seiner Ankündigung zu DOG Mode argumentierte Leonidas, dass Bitcoin Core und Bitcoin Knots politische Einschränkungen durchsetzen, die von den Konsensregeln von Bitcoin nicht gefordert werden. Er erklärte, dass eine Transaktion unter dem Konsens gültig bleiben kann, während Standardknoten sie weiterhin ablehnen, um sie über das Peer-to-Peer-Netzwerk weiterzuleiten.

„Ich freue mich sehr, die Einführung eines neuen Open-Source-Bitcoin-Clients namens Bitcoin $DOG Mode bekannt zu geben. Bitcoin Core und Bitcoin Knots haben jahrelang Regeln durchgesetzt, die Bitcoin selbst nicht hat. Eine Transaktion kann unter dem Konsens vollständig gültig sein und dennoch blockiert werden…“

Technische Details von DOG Mode

DOG Mode würde die maximale individuelle Transaktionsgröße, die unter seiner Weiterleitungsrichtlinie erlaubt ist, auf 3,9 Millionen Gewichtseinheiten erhöhen. Die Standardrichtlinie von Bitcoin Core begrenzt derzeit individuelle Standardtransaktionen auf 400.000 Gewichtseinheiten. Der Client würde auch die Staubschwelle auf einen Satoshi für kleine Transaktionsausgaben senken.

Wie von crypto.news berichtet, benötigt DOG Mode keinen Bitcoin-Fork, da er innerhalb der bestehenden Konsensregeln funktioniert. Knoten können wählen, die Software auszuführen und Transaktionen weiterzuleiten, die andere Clients möglicherweise als nicht standardmäßig behandeln, während Miner weiterhin entscheiden, welche gültigen Transaktionen sie in Blöcke aufnehmen.

Marktbasiertes Modell und Kontroversen

Der Vorschlag dreht sich um einen langanhaltenden Streit darüber, ob Bitcoin jede gültige, gebührenzahlende Transaktion gleich behandeln sollte. Leonidas unterstützt ein marktbasiertes Modell, in dem Benutzer um Blockraum durch Gebühren konkurrieren, anstatt dass Softwareentwickler entscheiden, welche Transaktionsstrukturen standardmäßig Unterstützung bei der Weiterleitung erhalten sollten. DOG Mode könnte es einfacher machen, große Ordinals-Inschriften und kleine Ausgaben zu propagieren, die von einigen Bitcoin-nativen Token-Protokollen verwendet werden.

Unterschiedliche Weiterleitungsrichtlinien könnten jedoch auch dazu führen, dass Knoten unterschiedliche Ansichten über unbestätigte Transaktionen haben, bevor Miner sie zu Blöcken hinzufügen. Die Konsensregeln von Bitcoin würden unverändert bleiben, selbst wenn die Mempools der Knoten unterschiedlich wären.

Gegensätzliche Ansätze und Governance-Fragen

Der Ansatz von DOG Mode steht im Gegensatz zu BIP 110, das vorübergehende Konsenseinschränkungen für mehrere Formen von Transaktionsdaten vorschlägt. Wie von crypto.news berichtet, hat der Bitcoin-Entwickler Luke Dashjr den Vorschlag trotz Widerstands von Benutzern, die die Einschränkungen als Zensur betrachten, weiterhin unterstützt. Befürworter von BIP 110 argumentieren, dass datenintensive Transaktionen die Speicherkosten erhöhen und knappen Blockraum verbrauchen. Kritiker hingegen warnen, dass die Änderung der Konsensregeln zur Einschränkung derzeit gültiger Transaktionen einen breiteren Präzedenzfall schaffen könnte.

Michael Saylor und Adam Back haben sich gegen BIP 110 ausgesprochen, während das Signal der Miner Mitte Juli weit unter der vorgeschlagenen Aktivierungsschwelle von 55 % blieb.

Schlussfolgerung

DOG Mode wirft auch Fragen darüber auf, wie die Governance von Bitcoin außerhalb formeller Protokolländerungen funktioniert. Die Entwickler von Bitcoin Core können Standardweiterleitungsrichtlinien festlegen, aber Knotenbetreiber sind weiterhin frei, andere Software auszuführen. Miner können auch Transaktionen über direkte Kanäle anstelle des öffentlichen Peer-to-Peer-Weiterleitungsnetzwerks empfangen. Diese Unterscheidung bedeutet, dass DOG Mode keine breite Zustimmung benötigt, um zu funktionieren. Sein Einfluss wird davon abhängen, ob Knotenbetreiber, Miner und Bitcoin-Nutzer sich entscheiden, seine Richtlinien zu übernehmen.

Die Debatte präsentiert nun zwei unterschiedliche Ansätze zu umstrittenen Bitcoin-Aktivitäten: BIP 110 strebt neue Konsenseinschränkungen an, während DOG Mode einige Standardrichtlinienbeschränkungen aufhebt, ohne den Konsens zu ändern. Das Ergebnis wird davon abhängen, welche Software die Benutzer wählen und welche Transaktionen die Miner verarbeiten.

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