Carlos Érick Vázquez González und Geldwäsche
Carlos Érick Vázquez González, ein mexikanischer Staatsbürger, der mit dem Cartel Jalisco Nueva Generación zusammenarbeitete, hat sich schuldig bekannt, Geldwäsche im Zusammenhang mit Drogenhandel in den USA und Mexiko begangen zu haben. Vázquez González nutzte Kryptowährungen für diese Verbrechen.
Details der Strafverfolgung
Am Freitag gab das US-Justizministerium bekannt, dass Vázquez González, nach seiner Auslieferung aus Mexiko im Oktober, ein wichtiges Bindeglied für nicht identifizierte Geldmakler war, die die Erlöse aus Drogenverkäufen in eine Kryptowährungs-Wallet unter seiner Aufsicht einzahlten.
„Vázquez González bewegte diese Gelder, um das Geld zu waschen, indem er Krypto-Assets in Mexiko gegen Dollar eintauschte und sie an dieselben Geldmakler zurückgab, jedoch auf der anderen Seite der Grenze.“
Obwohl die Pressemitteilung die Organisation, die an diesen Bargeldlieferungen und -abholungen beteiligt war, nicht nannte, berichten Quellen, dass er mit der kriminellen Organisation Cartel Jalisco Nueva Generación (CJNG) in Verbindung steht, die von Nemesio Rubén Oseguera Cervantes, auch bekannt als „El Mencho“, geleitet wird.
Finanzielle Aspekte und Strafe
Vázquez González erhielt Einzahlungen von etwa 4 Millionen Dollar von diesen Maklern und akzeptierte eine Provision von 40.000 Dollar für seine Teilnahme an dem Schema. Da er sich schuldig bekannte, drohen ihm bis zu 20 Jahre Gefängnis, und sein Urteil wird am 17. Dezember verkündet.
Initiativen zur Bekämpfung von Kriminalität
Das DOJ betonte, dass diese Strafverfolgung Teil der Initiative der Homeland Security Task Force ist, die durch Präsident Trumps Exekutivbefehl „Schutz des amerikanischen Volkes vor Invasion“ ins Leben gerufen wurde. Diese Initiative widmet sich der Beseitigung krimineller Kartelle, ausländischer Banden, transnationaler krimineller Organisationen sowie Menschenhandel und -schmuggelringen.
Die Strafverfolgung und das Schuldbekenntnis von Vázquez González erfolgen, während die US-Regierung die Verbindung zwischen Kryptowährungen und kriminellen Kartellen verfolgt. Im Mai sanktionierte das US-Büro für ausländische Vermögenskontrolle (OFAC) 12 Personen und zwei Unternehmen, die angeblich dieselben Funktionen wie Vázquez González erfüllten und als finanzielle Geldwäsche-Vermittler für das Sinaloa-Kartell dienten. Im Juli beschlagnahmte die DEA 10 Millionen Dollar in Kryptowährung, die aus den Drogenhandelsoperationen des Sinaloa-Kartells stammten.
Nach dem Vorfall mit Bybit hat sich das berüchtigte Cybercrime-Kollektiv Lazarus Group – angeblich unter staatlicher Unterstützung Nordkoreas operierend – verstärkt.