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DZ Bank ermöglicht Krypto-Handel für Millionen durch deutsche Genossenschaftsbanken

vor 4 Stunden
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Einführung des Krypto-Handels durch Genossenschaftsbanken

Das genossenschaftliche Bankennetzwerk in Deutschland hat begonnen, den Handel mit Kryptowährungen über die DZ Bank anzubieten, wodurch Millionen von Privatkunden im ganzen Land Zugang zu digitalen Vermögenswerten erhalten. Laut einem Bericht von Bloomberg ermöglicht dieser Rollout den Kunden der teilnehmenden Genossenschaftsbanken, Kryptowährungen direkt über ihre bestehenden Bankbeziehungen zu kaufen und zu verkaufen, anstatt auf dedizierte Krypto-Börsen zurückzugreifen. Der Service wird bereits über eine von der DZ Bank entwickelte Plattform eingeführt und unterstützt derzeit Kryptowährungen wie Bitcoin, Ethereum, Litecoin und Cardano.

Veränderungen im Bankensektor

Diese Expansion erfolgt, während sich der Bankensektor in Deutschland allmählich von seiner früheren Zurückhaltung gegenüber digitalen Vermögenswerten entfernt, nachdem er jahrelang den Einzelhandels-Krypto-Diensten aufgrund von Bedenken hinsichtlich Marktvolatilität und Anlegerschutz aus dem Weg gegangen ist. Anstatt am Rande zu bleiben, integrieren Genossenschaftsbanken nun den Krypto-Handel in ihre bestehenden Bankplattformen, wobei jede Mitgliedsinstitution unabhängig entscheidet, ob sie den Service anbietet.

Vertreter der DZ Bank teilten Bloomberg mit, dass das Interesse der Mitgliedsinstitutionen stark sei, und es wird erwartet, dass Hunderte von Genossenschaftsbanken im Laufe der Zeit den Handel mit Kryptowährungen einführen.

Obwohl die Teilnahme freiwillig bleibt, deutet der Bericht darauf hin, dass das hohe Nachfragelevel darauf hindeutet, dass der Service in einem großen Teil des genossenschaftlichen Bankennetzwerks Deutschlands verfügbar werden könnte. An anderer Stelle im Sektor bereitet die DekaBank eine vergleichbare Krypto-Handelsplattform für die Sparkassen in Deutschland vor. Laut Bloomberg ist der Start für später in diesem Jahr geplant und wird schrittweise eingeführt, während einzelne Sparkassen entscheiden, ob sie teilnehmen möchten.

Vorteile des bankgeführten Ansatzes

Befürworter des bankgeführten Ansatzes argumentieren, dass Kunden sich wohler fühlen könnten, digitale Vermögenswerte über Finanzinstitute zu erwerben, die sie bereits für ihr tägliches Banking nutzen. Bloomberg zitierte Umfragedaten, die zeigen, dass deutsche Verbraucher ihrer Hauptbank mehr als doppelt so viel Vertrauen schenken wie dedizierten Krypto-Handelsplattformen. Banken sehen digitale Vermögenswerte auch als Möglichkeit, jüngere Kunden anzusprechen, die zunehmend erwarten, dass Anlageprodukte über digitale Banking-Anwendungen verfügbar sind. Das Angebot von Krypto-Handel neben traditionellen Finanzdienstleistungen könnte den Kreditgebern helfen, wettbewerbsfähig zu bleiben, während Kryptowährungen in der Mainstream-Finanzierung immer häufiger werden.

Risiken und regulatorische Überlegungen

Trotz der wachsenden Verfügbarkeit von Krypto-Handel über Banken warnen Kritiker weiterhin vor den Risiken, die mit digitalen Vermögenswerten verbunden sind. Bloomberg berichtete, dass Akademiker und Branchenverbände der Bankenbranche betont haben, dass Kryptowährungen nach wie vor hochspekulative Investitionen sind, die erhebliche Verluste verursachen können. Der Verband der Sparkassen in Deutschland hat ebenfalls betont, dass der Krypto-Handel nur für selbstgesteuerte Kunden gedacht ist, die die damit verbundenen Risiken verstehen und ohne Beratungsdienste eigene Anlageentscheidungen treffen können.

Steuerliche Behandlung digitaler Vermögenswerte

Die Expansion im Bankensektor erfolgt, während Deutschland Änderungen in der steuerlichen Behandlung digitaler Vermögenswerte in Betracht zieht. Wie crypto.news zuvor berichtete, sagte Finanzminister Lars Klingbeil während der Präsentation des Bundeshaushalts 2027 am 29. April, dass die Regierung plant, „Kryptowährungen anders zu besteuern“, als Teil von Maßnahmen, die voraussichtlich zusätzliche 2 Milliarden Euro, oder etwa 2,3 Milliarden Dollar, einbringen werden, während die Bemühungen gegen Finanz- und Steuerkriminalität verstärkt werden.

Nach den aktuellen Steuervorschriften Deutschlands werden Gewinne aus privaten Kryptowährungsverkaufs in der Regel besteuert, wenn Vermögenswerte innerhalb eines Jahres nach dem Kauf verkauft werden. Crypto.news berichtete zuvor, dass digitale Vermögenswerte, die länger als 12 Monate gehalten werden, in der Regel von der Kapitalertragssteuer befreit sind, eine Regelung, die Deutschland seit langem zu einer der attraktivsten Jurisdiktionen für langfristige Krypto-Investoren in Europa gemacht hat.

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