Jay Clayton wird neuer U.S. Director of National Intelligence
Jay Clayton, der ehemalige Vorsitzende der U.S. Securities and Exchange Commission (SEC), wurde offiziell als neuer U.S. Director of National Intelligence (DNI) vereidigt. Die Vereidigungszeremonie wurde am Dienstag von der Sonderassistentin des Weißen Hauses, Margo Martin, bekannt gegeben, nachdem Clayton in einer knappen Abstimmung mit 51 zu 47 Stimmen die Bestätigung des Senats erhalten hatte. Er wird nun der oberste Geheimdienstbeamte des Landes und ist verantwortlich für die Aufsicht über die U.S. Geheimdienstgemeinschaft, nachdem er Tulsi Gabbard nachfolgte.
Claytons Verbindung zur Kryptowährungsindustrie
Für die Kryptowährungsindustrie bleibt Claytons Name jedoch eng mit der umstrittenen Klage gegen Ripple verbunden. Am 22. Dezember 2020 reichte die Regulierungsbehörde ihre hochkarätige Klage gegen Ripple Labs, CEO Brad Garlinghouse und den Executive Chairman Chris Larsen ein. Dies war Claytons letzter Tag als Leiter der Behörde. Clayton verließ die SEC unmittelbar danach, aber der Fall wurde unter seinem Nachfolger Gary Gensler fortgeführt, bevor Ripple letztendlich eine Reihe von bedeutenden Gerichtssiegen errang, die den Ansatz der SEC zur Durchsetzung von Krypto neu gestalteten.
Änderung der Perspektive nach dem Ausscheiden aus der SEC
Ironischerweise änderte sich Claytons Beziehung zur digitalen Vermögensindustrie erheblich, nachdem er die SEC verlassen hatte. Im März 2021 trat er dem Beratungsausschuss von One River Asset Management bei, dessen Abteilung für digitale Vermögenswerte sich auf Bitcoin und Ethereum-Investitionen konzentrierte. Nur wenige Monate später trat er auch dem Beratungsgremium des Krypto-Infrastrukturunternehmens Fireblocks bei. Zu diesem Zeitpunkt beschrieb Clayton Fireblocks als „einen führenden Anbieter im sich entwickelnden Bereich digitaler Vermögenswerte“ und argumentierte, dass die Verwahrung digitaler Vermögenswerte auf stärkere regulatorische Klarheit abzielen sollte, während gleichzeitig Sicherheitsstandards auf institutionellem Niveau aufrechterhalten werden.
Optimismus für die Zukunft der Blockchain
Seit seinem Ausscheiden aus dem Amt hat Clayton auch Optimismus in Bezug auf Blockchain geäußert. Er hat Unterstützung für die Entwicklung klarer Regeln für Stablecoins, dezentrale Finanzen und Bitcoin-Exchange-Traded Products bekundet. Kürzlich sagte Clayton voraus, dass umfassende US-Kryptowährungsgesetzgebung wahrscheinlich unter der aktuellen Verwaltung entstehen würde.