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Erez Agmon von Vayu betont Krypto-Abrechnung als größte Einnahmequelle

vor 3 Stunden
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Krypto-Abrechnung als versteckte Einnahmequelle

Erez Agmon, CEO von Vayu, hebt hervor, dass die fehlerhafte Krypto-Abrechnung die größte versteckte Einnahmequelle für skalierende Infrastrukturunternehmen darstellt. Er argumentiert, dass nicht das Produkt, sondern die Vertrags-zu-Cash-Ebene zuerst bricht, während Krypto-Unternehmen institutionelle Kunden anstreben.

Herausforderungen durch europäische Vorschriften

Agmon weist darauf hin, dass hausgemachte Abrechnungssysteme zusammenbrechen, sobald die Preisgestaltung komplex wird. Der Druck auf die Unternehmen steigt, da die europäischen Vorschriften strenger werden. Nach der MiCA-Verordnung müssen Krypto-Asset-Dienstleister bis Juli 2026 über eine vollständige Genehmigung verfügen, um in der EU tätig sein zu können. Die Aufsichtsbehörden verlangen chronologische Aufzeichnungen und Prüfpfade, wie die ESMA bestätigt hat.

Die Rolle der Ingenieure in der Abrechnung

Agmon betrachtet die Genauigkeit der Abrechnung als Teil desselben operativen Standards. Frühe Krypto-Unternehmen verlassen sich auf Ingenieure für die Abrechnung: Entwickler erstellen Nutzungshooks, die von der Finanzabteilung exportierten Daten werden manuell in Rechnungen umgewandelt. Dieses System funktioniert, solange die Preisgestaltung einfach bleibt, versagt jedoch, sobald die Bedingungen diversifiziert werden.

Transaktionsgebühren, Verwahrungsebenen, API-Nutzung und Wallet-Operationen vervielfachen sich, was den manuellen Prozess unhaltbar macht. Agmon schlägt vor, die Abrechnung von einer Ingenieuraufgabe in einen Workflow zu verlagern, der von der Finanzabteilung verwaltet wird.

Beispiel Utila

Er verweist auf die Wallet-Plattform Utila, die über 51 Millionen Dollar an Gesamtfinanzierung und mehr als 100 institutionelle Kunden verfügt. Utila ist Teil eines umfassenderen Aufbaus der Stablecoin-Infrastruktur und verarbeitet monatlich über 15 Milliarden Dollar an Transaktionen, was jede Lücke zwischen dem, was verkauft wurde, und dem, was in Rechnung gestellt wird, offenbart.

Zuvor war Utila stark auf Ingenieure angewiesen, um Produkte zu starten und Preise anzupassen, was zu Engpässen führte. Inbal Rosen, Leiterin der Geschäftsabläufe bei Utila, erklärte, dass die Partnerschaft mit Vayu dies geändert hat:

„Indem Vayu uns tiefgehende Einblicke und Echtzeitdaten zu unseren Einnahmequellen bietet, verbessert es unsere strategischen Entscheidungsfähigkeiten.“

Unterschätzte Einnahmequellen

Auf die Frage nach der am meisten unterschätzten Einnahmequelle nennt Agmon nicht abgerechnete oder unterabgerechnete Nutzung. Krypto-Infrastrukturunternehmen preisen rund um Ereignisse, wie Transaktionen, API-Aufrufe, Verifizierungsereignisse und Volumenschwellen. Wenn diese Ereignisse nicht automatisch mit den Abrechnungsregeln verbunden sind, gehen Einnahmen verloren oder werden verzögert.

Das Problem ist besonders ausgeprägt bei Überziehungen, bei denen ein Kunde möglicherweise bereits eine Rechnung hat, die nicht mit der tatsächlichen Nutzung übereinstimmt, was zu Streitigkeiten oder Abschreibungen führen kann. Agmon verbindet diese Lücke mit einem breiteren Compliance-Wandel, bei dem die Prüfungsfähigkeit nun den Cashflow direkt beeinflusst.

Die Lösung: Ein hybrides Modell

Nachverfolgbarkeit ist die Lücke, die die meisten Unternehmen weiterhin offen lassen, indem sie den unterzeichneten Vertrag, die Preisbedingungen, die tatsächliche Nutzung und die Rechnung nicht miteinander verknüpfen. Die aufkommende Lösung, so Agmon, ist ein hybrides Modell: eine feste Grundgebühr plus gemessene Nutzung, eine gestaffelte Preisliste und die Finanzabteilung, die die Abrechnungslogik direkt verwaltet.

Diese Disziplin wird immer wichtiger, da die MiCA-Frist die Unternehmen zwingt, nachzuweisen, was sie verkauft, genutzt, abgerechnet und anerkannt haben. Vayu, gegründet im Jahr 2023 und unterstützt durch 7 Millionen Dollar an Seed-Finanzierung, zählt Kunden wie Au10tix und Mesh Payments neben Utila zu seinen Partnern.

Agmon betont, dass der Bereich zwischen dem, was verkauft wurde, und dem, was in Rechnung gestellt wird, der nächste Modernisierungsbereich für Krypto-Unternehmen ist, insbesondere angesichts der zunehmenden Lizenzierung und institutionellen Sorgfalt.