Warnung der Ethereum Foundation
Die Ethereum Foundation hat gewarnt, dass Wallets, Indexer und Gas-Schätzer durch das Glamsterdam-Upgrade beeinträchtigt werden könnten. Dieses Upgrade ändert die Annahme von 21.000 Gas für bestimmte ETH-Übertragungen und soll am 20. August im Platåberget-Testnetz aktiviert werden.
Auswirkungen des Upgrades
Das Protocol DevOps-Team der Ethereum Foundation erklärte am 17. August, dass jedes Tool, das sich auf ein fest codiertes maximales Gaslimit verlässt, „kaputtgehen wird„. Wallets, Indexer und Gas-Schätzer wurden als Software identifiziert, die wahrscheinlich betroffen sein wird.
Das Team forderte Anwendungs- und Infrastrukturentwickler auf, ihre Systeme im Platåberget zu testen, einem öffentlichen Testnetz, das für mehrere Monate online bleiben soll. Forkcast-Daten zeigen, dass Platåberget am 13. August gestartet wurde, was Entwicklern eine frühe Umgebung für Glamsterdam bietet, bevor das Upgrade nach Sepolia und Hoodi verschoben wird.
Änderungen bei Gaspreisen
Laut der Foundation soll der Glamsterdam-Fork am 20. August im Platåberget aktiviert werden, wobei öffentliche Validator- und Builder-Einlagen als Teil des Testprozesses verfügbar sind. Im Rahmen des geplanten Gas-Neupreisungspakets erklärte die Foundation, dass Software nicht mehr sicher annehmen kann, dass Ethereum ein einziges festes Gaslimit hat oder dass gängige Operationen in jedem Fall die gleichen Kosten verursachen werden.
Die Änderungen sind um einen ungefähr 200 Millionen Gas-Boden herum gestaltet und ändern den Preis einzelner Operationen sowie die Annahmen, die mit dem Block-Gaslimit verbunden sind. Für Anwendungsentwickler besteht das unmittelbare Problem in Software, die feste Grenzen bei der Schätzung der Transaktionskosten festlegt.
Wichtige technische Details
Das Protocol DevOps-Team betonte, dass solche Systeme überprüft werden müssen, bevor Glamsterdam das Mainnet erreicht, da die Neupreisung Wallets, Indexer und Gas-Schätzer im gesamten Netzwerk betrifft.
Die Warnung folgt der Berichterstattung über das Glamsterdam-Upgrade vom 17. Juni durch crypto.news, die berichtete, dass Ethereum-Entwickler bereits die vollständige Reihe geplanter EIPs in Entwicklungsnetzwerken testeten. Zu diesem Zeitpunkt erklärte der Entwickler der Ethereum Foundation, Parithosh Jayanthi, dass das Upgrade die Kosten für Aktionen auf Ethereum ändern würde, wobei hochgradige Berechnungen günstiger werden, während der Zustand teurer wird.
Ein zentraler Teil der Warnung betrifft EIP-8037, das eine separate Zustand-Gas-Dimension für Operationen einführt, die neuen Zustand schaffen. Die Foundation erklärte, dass die Erstellung eines Kontos, das Bereitstellen von Code oder das Schreiben eines neuen Speicherplatzes mit einem festen Preis pro Zustand-Byte gemessen und zur Laufzeit berechnet wird.
Entwicklerhinweise
Aufgrund dieser Änderung wird eine grundlegende ETH-Übertragung nicht immer die gleichen Gas-Kosten haben. Das Senden von ETH an ein bereits bestehendes Konto wird weiterhin 21.000 Gas kosten, wobei der Betrag in die Basis-Transaktionskosten, den Zugriff auf kalte Konten und die Kosten für den Werttransfer aufgeteilt wird. Das Senden von Mitteln an eine Adresse, die noch nicht existiert, wird ebenfalls eine Zustand-Gas-Gebühr verursachen, die mit der Erstellung des neuen Kontos verbunden ist.
Entwickler sollten daher Anwendungen, die 21.000 Gas als ausreichend für jede ETH-Übertragung betrachten, erneut überprüfen, so das Protocol DevOps-Team. Gas-Schätzer, die nur um eine Gas-Dimension herum aufgebaut sind, könnten ebenfalls falsche Schätzungen zurückgeben, sobald neuer Zustand separat gemessen wird.
Zusätzliche Änderungen und Testnetz
Die Gas-Neupreisung ist nur ein Teil von Glamsterdam. Die Foundation erklärte, dass der Fork auch die verankerte Trennung von Vorschlag und Builder, oder ePBS, umfasst, die ändert, wie Blöcke innerhalb des Kernprotokolls von Ethereum erstellt, vorgeschlagen und validiert werden.
Infrastrukturen, die mit der Blockproduktion und Validierungspipeline von Ethereum verbunden sind, sollten laut der Foundation mit Auswirkungen rechnen. Mit Platåberget, das für die öffentliche Teilnahme geöffnet ist, hat das Protocol DevOps-Team Solo-Staker, Projekte mit verteilter Validator-Technologie, Betreiber benutzerdefinierter Software und große Staking-Anbieter ermutigt, ihre Infrastruktur zu testen.
Das Testnetz ermöglicht es Benutzern, neue Validatoren einzuzahlen und mit Validator- und Builder-Einzahlungs-Workflows zu experimentieren, bevor dieselben Änderungen auf langlebigere Netzwerke übertragen werden.
Fazit
Die Ethereum Foundation hat umfassende Änderungen angekündigt, die durch das Glamsterdam-Upgrade eingeführt werden. Entwickler und Infrastrukturbetreiber sind aufgefordert, ihre Systeme zu testen und sich auf die neuen Gas- und Zustandspreise vorzubereiten, um eine reibungslose Integration in das Ethereum-Netzwerk zu gewährleisten.