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EZB wählt Deutsche Bank für digitalen Euro-Pilot aus, während US-CBDC-Vorstoß herausgefordert wird

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Einführung des digitalen Euros

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat 36 Zahlungsdienstleister, darunter die Deutsche Bank, für einen Pilotversuch zum digitalen Euro ausgewählt. Dies geschieht im Rahmen der fortschreitenden Pläne Europas für eine digitale Zentralbankwährung (CBDC). Laut einer Ankündigung der EZB vom 14. Juli werden die ausgewählten Zahlungsdienstleister an einem 12-monatigen Pilotprojekt teilnehmen, das in der zweiten Hälfte des Jahres 2027 beginnen soll.

Details des Pilotprojekts

Das Testprogramm wird die EZB, 19 nationale Zentralbanken sowie Unternehmen des privaten Sektors einbeziehen, während die Beamten weiterhin Vorbereitungen für einen möglichen Start des digitalen Euros bis 2029 treffen. Zu den für das Programm ausgewählten Unternehmen gehören neben der Deutschen Bank auch Revolut Bank, Stripe und UniCredit.

Der Pilot wird die technische Leistung, die Betriebsabläufe und die Benutzererfahrung des digitalen Euros mithilfe einer Beta-Version der Währung untersuchen, die keinen Status als gesetzliches Zahlungsmittel haben wird. Piero Cipollone, Mitglied des EZB-Direktoriums, betonte, dass das Maß an Beteiligung von Zahlungsanbietern zeigt, dass Unternehmen des privaten Sektors bereit sind, zu dem Projekt beizutragen und die Entwicklung der Zahlungsinfrastruktur in Europa zu unterstützen.

Während der Testphase werden einige teilnehmende Unternehmen es Nutzern ermöglichen, Beta-Digital-Euro-Konten zu erstellen und Zahlungen über die experimentelle Plattform vorzunehmen. Laut der EZB werden andere Anbieter sich auf zusätzliche Dienstleistungen konzentrieren, die mit dem Pilotprojekt verbunden sind, anstatt auf kundenorientierte Funktionen.

Testverfahren und rechtliche Rahmenbedingungen

Die Zentralbank erklärte zudem, dass Mitarbeiter der teilnehmenden nationalen Zentralbanken Person-zu-Person– und Person-zu-Geschäft-Beta-Transaktionen durchführen werden. Diese Zahlungen werden an physischen Einzelhandelsstandorten, einschließlich Software-POS-Systemen, sowie auf E-Commerce-Plattformen und über mobile Zahlungswege getestet.

Die EZB stellte klar, dass der Pilot Teil ihrer laufenden Vorbereitungsarbeiten ist und keine endgültige Entscheidung zur Ausgabe eines digitalen Euros darstellt. Beamte haben betont, dass ein eventueller Start von dem Abschluss des Gesetzgebungsverfahrens innerhalb der Europäischen Union abhängt. In der Zwischenzeit hat das Europäische Parlament bereits für die Gesetzgebung zum digitalen Euro gestimmt, was die Fortsetzung der Arbeiten am vorgeschlagenen CBDC-Rahmen ermöglicht, während das technische Testprogramm weiterläuft.

Kritik und internationale Perspektiven

Während die europäischen Institutionen weiterhin einen digitalen Euro entwickeln, haben die politischen Entscheidungsträger erklärt, dass das Projekt die Abhängigkeit von Zahlungsnetzwerken wie Visa, Mastercard und Apple Pay verringern könnte. Gleichzeitig hat der Vorschlag von einigen Beobachtern Kritik auf sich gezogen, die Bedenken hinsichtlich der finanziellen Privatsphäre und der Transaktionsüberwachung geäußert haben.

Die Initiative zum digitalen Euro schreitet parallel zur Umsetzung des „Markets in Crypto-Assets“ (MiCA)-Rahmens der Europäischen Union voran, unter dem mehrere Krypto-Unternehmen, darunter Ripple, OKX und Coinbase, die regulatorische Genehmigung erhalten haben, in der Region tätig zu sein.

Auf der anderen Seite des Atlantiks bleibt die politische Richtung unterschiedlich. Wie crypto.news letzte Woche berichtete, weigerte sich Präsident Donald Trump, das Gesetz über den „21. Jahrhundert ROAD to Housing Act“ zu unterzeichnen, obwohl die Gesetzgebung eine Bestimmung enthält, die der US-Notenbank untersagt, bis 2031 eine digitale Zentralbankwährung auszugeben.

Laut einem Beitrag auf Truth Social, der von crypto.news zitiert wurde, erklärte Trump, er halte seine Unterschrift zurück, weil der Senat das „Save America Act“ noch nicht verabschiedet habe, eine Gesetzgebung, die er wiederholt den Gesetzgebern zur Genehmigung empfohlen hat.

Zusammengefasst zeigen die Entwicklungen, dass die beiden großen Wirtschaftsblöcke der Welt unterschiedliche Wege verfolgen: Während die EZB die Vorbereitungen für einen möglichen digitalen Euro ausweitet, debattieren die Vereinigten Staaten weiterhin darüber, ob die Federal Reserve überhaupt eine CBDC ausgeben sollte.

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