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Google verteidigt Krypto-Rails für KI-Agenten

vor 3 Stunden
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Einführung in die Zukunft des Online-Handels

Auf der Consensus Miami erklärten Google und PayPal, dass KI-Agenten künftig auf Krypto-Rails operieren werden, da traditionelle Bankkonten unzugänglich bleiben. Hochrangige Vertreter von Google Cloud und PayPal betonten am 10. Mai, dass die nächste Welle des Online-Handels auf Krypto-Rails basieren wird, da KI-Agenten keine herkömmlichen Finanzkonten nutzen können.

Technologische und regulatorische Herausforderungen

Richard Widmann, globaler Leiter der Web3-Strategie bei Google Cloud, stellte fest, dass die gegenwärtige Internet-Erfahrung nicht auf autonome Agenten ausgeweitet werden kann.

„Ein Agent kann kein Bankkonto erhalten. Es ist nicht nur schwierig, sondern schlichtweg unmöglich“,

erklärte Widmann und verwies auf technologische sowie regulatorische Hürden. Krypto hingegen sei „eine hervorragende maschinenlesbare Schnittstelle für Zahlungen“, fügte er hinzu.

Das Agentic Payments Protocol (AP2)

Um diese Lücke zu schließen, hat Google das Agentic Payments Protocol (AP2) ins Leben gerufen, ein offenes Protokoll, das von der FIDO Foundation in Zusammenarbeit mit mehr als 120 Partnern, darunter PayPal, entwickelt wurde. Widmann verglich diesen Schritt mit dem x402, einem internet-nativen Zahlungsstandard, der der Linux Foundation übergeben wurde.

Die Rolle von PayPal und die Zukunft des Handels

May Zabaneh, Senior Vice President und General Manager für Krypto bei PayPal, erklärte, dass das Unternehmen Agenten als den nächsten Handelskanal betrachtet, nachdem es von Offline- zu Online- und dann zu mobilen Zahlungen übergegangen ist.

„PYUSD, die Stablecoin von PayPal, sei eine sehr natürliche programmierbare Schicht für Zahlungen“

, sagte sie. Eine aktuelle Umfrage von PayPal ergab, dass 95 % der Händler mittlerweile KI-Agentenverkehr auf ihren Seiten verzeichnen, jedoch nur 20 % über maschinenlesbare Kataloge verfügen.

„Händler müssen bereit sein für diese nächste Ära“

, betonte Zabaneh.

Marktprognosen und Herausforderungen

McKinsey schätzt, dass KI-Agenten bis 2030 bis zu 5 Billionen Dollar im globalen Verbrauchermarkt vermitteln könnten. Die zentrale Frage, vor der die Branche steht, ist nicht mehr, ob Agenten Zahlungen abwickeln werden, sondern auf welchen Rails sie operieren und wer die Standards kontrolliert.

Haftungsfragen und Wettbewerbsdruck

Die Consensus Miami 2026 war die erste große Krypto-Konferenz, die einen gesamten Programmtrack dem agentischen Handel widmete. In Bezug auf die Haftung erklärte Zabaneh, dass die Frage, wer verantwortlich ist, wenn ein KI-Agent einen umstrittenen Kauf tätigt, weiterhin ungelöst bleibt. Sie bezeichnete dies als eine der zentralen offenen Fragen, die der Sektor beantworten muss. MoonPay hat ebenfalls in diesen Bereich investiert und nicht verwahrte Wallets speziell für KI-Agenten entwickelt, was den Wettbewerbsdruck auf die aufkommende agentische Zahlungsinfrastruktur erhöht.

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