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Hongkonger verliert HK$13 Millionen durch Betrug mit gefälschter Krypto-Investment-App

vor 10 Stunden
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Ein Hongkonger Mann verliert Millionen durch Krypto-Betrug

Ein Hongkonger Mann in seinen 70ern hat mehr als HK$13 Millionen (1,67 Millionen US-Dollar) verloren, nachdem ein selbsternannter Krypto-Investment-Experte ihn über WhatsApp kontaktiert und zu einer gefälschten Handels-App geleitet hat. Die Hongkonger Polizei teilte mit, dass dieser Fall zu den mehr als 40 kürzlich bei den Behörden gemeldeten Investitionsbetrügereien gehört, bei denen die Opfer insgesamt über HK$50 Millionen verloren haben.

Der Betrugsablauf

Der Vorfall begann, als der ältere Mann eine unaufgeforderte WhatsApp-Nachricht von jemandem erhielt, der behauptete, ein Krypto-Investment-Experte aus Singapur zu sein. Diese Person stellte ihm eine als Krypto-Plattform präsentierte Anwendung vor, die günstige Wechselkurse, niedrige Gebühren und jederzeitige Abhebungen versprach. Nach den erhaltenen Anweisungen eröffnete der Mann eine Krypto-Brieftasche und kaufte Tether (USDT) sowie Ethereum (ETH). Er wurde dann aufgefordert, eine von dem Betrüger bereitgestellte Investmentanwendung herunterzuladen und die Kryptowährung als Investitionskapital an bestimmte Brieftaschenadressen zu übertragen.

Nachdem die Gelder überwiesen worden waren, zeigte die betrügerische Anwendung, laut Polizei, was wie fortlaufende Investitionsgewinne aussah. Als das Opfer sah, dass sein Kontostand in der App stieg, wurde er weniger misstrauisch und schickte weiterhin mehr Kryptowährung an die vom Betrüger bereitgestellten Brieftaschen. Der Betrug wurde erst klar, als er versuchte, seine Gelder abzuheben und wiederholt daran gehindert wurde, dies unter verschiedenen Vorwänden zu tun. Als das Opfer erkannte, dass die Investmentplattform betrügerisch war, hatte es bereits mehr als HK$13 Millionen verloren.

Warnungen der Polizei

Die Polizei machte den Fall über ihre CyberDefender-Seite in sozialen Medien öffentlich und warnte die Bewohner vor unaufgeforderten Investitionsratschlägen und Versprechungen großer Gewinne. Die Behörden forderten die Investoren auf, keine Investmentanwendungen aus unbekannten Quellen herunterzuladen und Plattformen über offizielle Kanäle zu überprüfen, bevor sie Gelder überweisen.

„Die Polizei warnte in ihrer neuesten Warnung die Bewohner, Personen, die sich als Investmentexperten mit angeblichen Methoden zur Generierung großer Gewinne präsentieren, nicht zu vertrauen.“

Weitere Betrugsfälle in Hongkong

Der Fall folgt einem weiteren Vorfall, bei dem ein Hongkonger Rentner Anfang dieses Jahres durch einen ähnlichen Ansatz ins Visier genommen wurde. Im März berichtete crypto.news, dass ein 66-jähriger Rentner HK$6,6 Millionen in drei Krypto-Betrügereien verlor, nachdem Betrüger ihn als Investmentexperten angesprochen hatten. Eines der Systeme begann mit einer WhatsApp-Nachricht im September 2025. Das Opfer wurde auf Krypto-Investitionen hingewiesen und verlor letztendlich seine Ersparnisse, nachdem es Gelder gemäß den Anweisungen der Betrüger überwiesen hatte.

Gefälschte Kontostände und scheinbare Investitionsrenditen sind in Krypto-Betrugsfällen in Hongkong immer wieder aufgetaucht. Im August verlor eine Frau in der Stadt Berichten zufolge rund 3,3 Millionen US-Dollar, nachdem ein Online-Romantiker sie zu einer betrügerischen Krypto-Plattform geleitet hatte. Die Plattform zeigte angebliche Renditen von über 800%, bevor Abhebungen blockiert wurden.

Fun Coffee-Investitionsplan

Eine separate Untersuchung des Fun Coffee-Investitionsplans hat eine größere Gruppe von Opfern betroffen. Bis zum 6. August hatte die Polizei 255 Berichte im Zusammenhang mit dem Fun Coffee-Krypto-Betrug erhalten, wobei die gemeldeten Verluste etwa HK$104 Millionen erreichten. Die Teilnehmer des Plans wurden angewiesen, eine Anwendung herunterzuladen, Konten zu registrieren und Kryptowährung, hauptsächlich USDT, an bestimmte Brieftaschenadressen zu übertragen. Den Investoren wurden verschiedene Einzahlungspläne mit beworbenen jährlichen Renditen von etwa 197% bis 278% angeboten, so die Analyse der Polizei.

Einige Nutzer konnten zunächst kleine Beträge abheben, was die Ermittler als Verdacht reduzierend und größere Einzahlungen fördernd bezeichneten. Abhebungen wurden gestoppt, nachdem die Anwendung am 20. Juli den Betrieb eingestellt hatte, während die Kundenservicekanäle nicht mehr reagierten.

Schlussfolgerung

Die Hongkonger Behörden haben unterdessen weiterhin die Bewohner vor betrügerischen Websites und Anwendungen gewarnt, die darauf abzielen, legitime Finanzdienstleistungen zu imitieren. Im Juli identifizierte die Hongkonger Interbank Clearing Limited gefälschte Websites, die virtuelle Geldbörsen und Bargeldprämienangebote nutzten, um persönliche und Bankdaten der Nutzer zu erhalten. Die betrügerischen Seiten gaben fälschlicherweise an, mit offiziellen Dienstleistungen verbunden zu sein, und versuchten, die Nutzer zu überzeugen, angebliche Identitätsprüfungsverfahren abzuschließen.

Die Polizei stellte fest, dass die Websites keine Verbindung zu dem Clearing-Unternehmen hatten. Investoren wurde geraten, unbekannte Investmentanwendungen zu vermeiden und die Authentizität einer Plattform über offizielle Quellen zu bestätigen, bevor sie Gelder investieren.

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