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Japan verhaftet hochrangigen Vertreter der Prince Group, Hu Xiaowei, der mit von den USA sanktioniertem Netzwerk in Verbindung steht

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Verhaftung eines hochrangigen Vertreters der Prince Group

Die japanischen Behörden haben einen hochrangigen Vertreter der Prince Group aus Kambodscha verhaftet, der angeblich mit einem multibillionenschweren Kryptowährungsbetrug und einem Geldwäsche-Netzwerk in Verbindung steht, das von US-Beamten sanktioniert wurde. Laut einem Bericht der Asahi Shimbun wurde Hu Xiaowei, 44 Jahre alt und zypriotischer Staatsbürger, auch bekannt als Hu Shi, von der Metropolitan Police Department in Tokio unter dem Verdacht verhaftet, falsche Wohnsitzinformationen an die japanischen Behörden übermittelt zu haben. Die Ermittler glauben, dass Hu einer der Spitzenmanager innerhalb der Prince Group ist.

Details zur Verhaftung

Die Polizei von Tokio gab an, dass Hu im April eine betrügerische Wohnsitzanmeldung eingereicht hatte, in der er angab, in den Chuo-Bezirk von Tokio gezogen zu sein. Er wurde am 14. Juni verhaftet. Polizeiquellen berichteten der Asahi Shimbun, dass Hu erklärte, er habe seine Wohnsitzanmeldung nach Tokio übertragen, um eine unbefristete Aufenthaltsgenehmigung in Japan zu erhalten. Er behauptete zudem, den Prozess Vertretern überlassen zu haben und die Einzelheiten nicht vollständig verstanden zu haben.

Verbindungen zu internationalen Sanktionen

Die japanischen Behörden vermuten, dass Hu die gleiche Person ist, die als „Chen Xiaoer“ identifiziert wurde, ein Name, der in den von den USA gegen die Prince Group und ihre Tochtergesellschaften verhängten Sanktionen aufgeführt ist. Im Oktober 2025 kündigten das US-Finanzministerium und das Justizministerium Sanktionen gegen 146 Personen und Unternehmen an und behaupteten, die in Kambodscha ansässige Organisation habe internationale Online-Investitionsbetrugspläne betrieben, einschließlich sogenannter „Pig-Butchering“-Betrügereien.

Ermittlungen und Durchsuchungen

Vor seiner Verhaftung hatten die Ermittler Hu nicht öffentlich identifiziert. Quellen, die mit der Untersuchung vertraut sind, teilten der Asahi Shimbun mit, dass die japanischen Behörden festgestellt hatten, dass Hu innerhalb Japans tätig war und begannen, seine Bewegungen zu verfolgen. Die Polizei durchsuchte mehrere Luxushotels in Osaka und identifizierte Hu anhand von Überwachungskamerabildern. Beamte verhafteten ihn in der Stadt, nachdem sie ihn lokalisiert hatten.

Unternehmensaktivitäten und weitere Verhaftungen

Die Behörden prüfen auch Hus Geschäftstätigkeiten in Japan. Unternehmensunterlagen, die von der Asahi Shimbun überprüft wurden, zeigen, dass ein von Hu geleitetes Unternehmen im April 2023 im Adachi-Bezirk von Tokio für handelsbezogene Aktivitäten gegründet wurde. Das Kapital des Unternehmens soll bis März 2026 von 8 Millionen ¥ auf 50 Millionen ¥ steigen. Das Unternehmen verlegte später seine eingetragene Adresse in den Chiyoda-Bezirk von Tokio.

Die Unternehmensunterlagen zeigen zudem, dass Hu seine eingetragene Adresse mehrfach geändert hat, einschließlich Standorten in London, im Minato-Bezirk von Tokio, in der Präfektur Osaka und im Chuo-Bezirk von Tokio, der in den Verhaftungsanklagen erwähnt wird. Die Metropolitan Police Department hat auch zwei chinesische Staatsangehörige verhaftet, die beschuldigt werden, die Wohnsitzänderungsunterlagen im Namen von Hu eingereicht zu haben. Die Ermittler beschlagnahmten Smartphones und andere elektronische Geräte von den Verdächtigen und analysieren weiterhin das Material.

Folgen und internationale Reaktionen

Die japanischen Ermittler haben nicht öffentlich dargelegt, ob ihre Untersuchung über die Vorwürfe zur Wohnsitzregistrierung hinausgeht. Die Metropolitan Police Department untersucht weiterhin Hus Aktivitäten und mögliche Verbindungen zu den Operationen der Prince Group in Japan.

Hus Verhaftung folgt einer Reihe von Durchsetzungsmaßnahmen gegen Personen, die mit der Prince Group und ihren verbundenen Operationen in Verbindung stehen. Im Januar 2026 verhafteten die kambodschanischen Behörden den Gründer der Prince Group, Chen Zhi, und schickten ihn nach China, nachdem sie ihm die kambodschanische Staatsbürgerschaft entzogen hatten. Kambodschanische Beamte erklärten, die Überstellung habe im Rahmen bilateraler Kooperationsvereinbarungen zur Bekämpfung transnationaler Kriminalität stattgefunden.

US-amerikanische Ermittlungen und Beschlagnahmungen

US-Staatsanwälte behaupteten in Gerichtsdokumenten, dass die Prince Group als Zentrum eines kriminellen Netzwerks fungierte, das in Kryptowährungsinvestitionsbetrug, Geldwäsche, Menschenhandel und Betrugsoperationen in ganz Südostasien verwickelt war. Die Prince Group hat die Vorwürfe zurückgewiesen. Das US-Justizministerium beantragte die Einziehung von mehr als 127.000 Bitcoin, die angeblich mit Wallets verbunden sind, die von Chen und seinen Mitarbeitern kontrolliert werden. Gerichtsdokumente schätzten den Wert der Bestände zu diesem Zeitpunkt auf etwa 15 Milliarden Dollar, was es zu einer der größten Kryptowährungsbeschlagnahmungen macht, die jemals von US-Behörden verfolgt wurde.

Verbindungen zur Huione Group

Die Behörden haben auch Personen ins Visier genommen, die mit der Huione Group verbunden sind, einem Netzwerk, das Ermittler und Blockchain-Analysten mit der Geldwäsche von Erlösen aus Online-Betriebsoperationen in Verbindung gebracht haben. Im April 2026 schickten die chinesischen Behörden den ehemaligen Vorsitzenden der Huione Group, Li Xiong, aus Kambodscha in die USA zurück. Chinesische Beamte identifizierten Li als ein Kernmitglied des Chen Zhi Syndikats.