Einleitung
Im Lichte des kürzlichen Kompromisses der Coldcard-Hardware-Wallet hat Ari Paul, der Gründer von BlockTower Capital, argumentiert, dass dieser Vorfall zeigt, dass es „einfach keine Möglichkeit gibt, Kryptowährungen sicher zu speichern.“
Der Vorfall
Pauls Kommentare folgten Berichten über einen Firmware-Fehler, der mehrere Generationen von Coldcard-Hardware-Wallets betraf und es einem Angreifer ermöglichte, in nur 41 Minuten etwa 1.082,65 BTC (zum damaligen Zeitpunkt etwa 70,2 Millionen Dollar) zu stehlen. Der Unternehmer Jonathan Goodman enthüllte auf X, dass Bitcoin im Wert von 1,6 Millionen Dollar aus seiner Coldcard-Wallet gestohlen worden war.
„Mein Bitcoin war in kalter Lagerung. Meine Schlüssel waren auf einem ColdCard-Gerät, das in einem Schließfach aufbewahrt wurde und nie mit dem Internet verbunden war,“
schrieb Goodman auf X.
Pauls Argumentation
Paul argumentierte, dass der Coldcard-Kompromiss eine unangenehme Realität aufdeckte, die schon immer existiert hat. „Der Coldcard-Kompromiss wird oft als Einzelfall abgetan, was nicht ganz korrekt ist, da er nichts Neues enthüllt,“ schrieb er. „Aber was er uns in Erinnerung ruft, ist, dass es einfach keine Möglichkeit gibt, Kryptowährungen sicher zu speichern.“
Laut Paul bieten weder Selbstverwahrung noch die Verwahrung durch Dritte vollständigen Schutz. „Wenn Sie Ihre Kryptowährungen bei Coinbase oder einem anderen Verwahrer aufbewahren, werden diese häufig gehackt, und Sie erhalten keine Entschädigung. Bewahren Sie es selbst perfekt auf, und Sie könnten es durch Kompromisse wie bei Coldcard verlieren,“ sagte er.
Paul betonte, dass die gleichen grundlegenden Schwachstellen über einen einzelnen Hardware-Wallet-Hersteller hinausgehen, da jede Verwahrungslösung letztendlich von Hardware und Software abhängt, die Schwachstellen aufweisen könnten. „Die traurige Realität ist, dass das Rechtssystem heute in den meisten entwickelten Ländern ein weit zuverlässigerer Schutz für finanzielle Vermögenswerte ist als die Kryptografie,“ erklärte Paul.
Er bemerkte jedoch, dass Kryptowährungen in Ländern, in denen rechtliche Institutionen und Eigentumsrechte weniger zuverlässig sind, möglicherweise eine stärkere Alternative darstellen.
Reaktion von Erik Voorhees
In Reaktion auf Pauls eher zynische Sichtweise argumentierte Erik Voorhees, der Gründer von ShapeShift, dass der Coldcard-Vorfall nicht beweist, dass Kryptowährungen nicht gesichert werden können. Er räumt jedoch ein, dass es kein einziges Speichersystem gibt, das vollkommen risikofrei ist. Er argumentierte, dass jede Methode zur Speicherung von Vermögen unterschiedliche Kompromisse und nicht identische Risiken beinhaltet.
Zudem wies er darauf hin, dass Hunderte von Milliarden Dollar an Kryptowährungen seit Jahren sicher aufbewahrt werden.