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Mann in Frankreich wegen gewalttätigem ‚Wrench-Angriff‘ angeklagt

vor 2 Stunden
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Übergriff auf Krypto-Investoren in Nancy

Drei Männer haben sich angeblich als Polizeibeamte ausgegeben, um ein Paar in ihrem Zuhause in Nancy anzugreifen und zu versuchen, deren Kryptowährungsportfolio zu stehlen. Dies geschah, nachdem sie persönliche Informationen von einer gehackten Krypto-Plattform erhalten hatten, berichtete Le Parisien.

Details des Angriffs

Ein 32-jähriger Mann aus Vaujours (Seine-Saint-Denis) wurde in Nancy (Meurthe-et-Moselle) wegen des Angriffs angeklagt. Ihm wird versuchte Erpressung mit einer Waffe, versuchte Entführung durch eine organisierte Bande und Verschwörung zur Begehung eines Verbrechens vorgeworfen.

Laut Le Parisien wurde eine 45-jährige Frau vor ihrer Wohnung angegriffen. Sowohl sie als auch ihr Ehemann wurden brutal geschlagen, nachdem er herausgekommen war, um dem Geräusch nachzugehen. Die Täter flohen, nachdem die Töchter des Paares von innen die Polizei gerufen hatten.

Beweise und Hintergründe

Die Polizei fand Plastik-Zip-Ties und einen 5-Euro-Schein, den die Angreifer zurückgelassen hatten. Zeugen beschrieben die Täter als mit einer Uzi Maschinenpistole bewaffnet. Der Angriff soll nach der Offenlegung der Krypto-Bestände des Ehemanns in Höhe von 20.000 Euro erfolgt sein, die nach einem Datenleck im Januar bei der französischen Krypto-Steuerberichterstattungsplattform Waltio bekannt wurden.

Das Leck offenbarte E-Mail-Adressen, Handelsgewinne und -verluste für 2024 sowie Kryptowährungsbestände von etwa 50.000 Nutzern. Die verantwortlichen Hacker versuchten, Waltio zu erpressen, bevor sie die gestohlenen Daten verkauften.

Warnungen und Reaktionen

„Die Angreifer nutzen die Tatsache, dass sie Ihre E-Mail-Adresse und eine ungefähre Schätzung Ihrer Vermögenswerte kennen, um Glaubwürdigkeit zu gewinnen“, bemerkte die Plattform.

Der Angriff in Nancy ist der jüngste in einer Reihe von Krypto-bezogenen Übergriffen, die Frankreich erschüttert haben. Dazu gehören die Entführung und Verstümmelung des Ledger-Mitbegründers David Balland, ein bewaffneter Hausüberfall, die Entführung einer Richterin und ihrer Mutter sowie ein Entführungsversuch gegen die Frau des Mitbegründers von „The Sandbox“, Sébastien Borget.

Ähnliche Vorfälle und Maßnahmen der Behörden

Die Vorgehensweise der Angreifer weist bemerkenswerte Ähnlichkeiten mit einem Fall im März auf, in dem drei falsche Polizeibeamte ein Paar mit einem Messer bedrohten und sie zwangen, 1 Million Dollar in Bitcoin zu überweisen. Eric Larchevêque, Ballands Geschäftspartner, verurteilte letzten Monat das, was er die „Mexikanisierung“ Frankreichs nannte, angesichts des Versagens der Behörden, die Welle von Krypto-Entführungen zu bekämpfen.

Der französische Innenminister Bruno Retailleau versprach, die Führungskräfte der Kryptowährungsbranche im Innenministerium einzuberufen, um „mit ihnen an ihrer Sicherheit zu arbeiten“. Im April erhoben die französischen Behörden Anklage gegen 88 Verdächtige, darunter Minderjährige, in 12 aktiven Strafverfahren zu Krypto-Entführungen.

Globale Trends und Entwicklungen

Physische Angriffe auf Kryptowährungsinhaber – bekannt als „Wrench-Angriffe“ – haben weltweit zusammen mit digitalen Verbrechen zugenommen. In den USA erhielt Remy St. Felix im September 2024 eine 47-jährige Haftstrafe für die Leitung eines gewalttätigen Krypto-Hausüberfallrings – die längste Strafe in einem US-Kryptowährungsfall.

An anderen Orten sollen ukrainische Polizeibeamte Krypto-Unternehmer entführt haben, um Millionen zu erpressen, während drei Verdächtige wegen einer Wrench-Angriff-Serie in Kalifornien angeklagt sind. Phil Ariss, Direktor für öffentliche Beziehungen im britischen öffentlichen Sektor bei TRM Labs, bezeichnete Wrench-Angriffe als eine „natürliche Evolution kriminellen Verhaltens“ und erklärte, dass „kriminelle Gruppen, die bereits bereit sind, Gewalt zur Erreichung ihrer Ziele einzusetzen, immer wahrscheinlicher zu Krypto übergehen würden.“

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