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Milliardär warnt: Risiko der Kryptowährungsbeschlagnahmung schwächt das Argument für Bitcoin als digitales Gold

vor 10 Stunden
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Frank Giustra hinterfragt Bitcoin als „digitales Gold“

Der kanadische Milliardär Frank Giustra hat die Bezeichnung von Bitcoin als „digitales Gold“ erneut in Frage gestellt. Er argumentiert, dass Kryptowährungen von Regierungen weiterhin zurückverfolgt und beschlagnahmt werden können. Giustra äußerte diese Kommentare, nachdem der US-Finanzminister Scott Bessent die Beschlagnahmung von fast 1 Milliarde Dollar an Kryptowährung, die mit dem Iran in Verbindung steht, thematisiert hatte. Diese Bemerkungen befeuerten die Debatte darüber, ob Bitcoin als sicherer Hafen wie Gold dienen kann.

Öffentliches Hauptbuch und staatliche Maßnahmen

Der Mining-Finanzier und Goldbefürworter betonte, dass das öffentliche Hauptbuch von Kryptowährungen die Inhaber staatlichen Maßnahmen aussetzt. Seiner Meinung nach machen Blockchain-Aufzeichnungen digitale Vermögenswerte leichter zurückverfolgbar als physisches Gold. Giustra reagierte auf die Behauptungen, dass Krypto-Inhaber eine Beschlagnahmung vermeiden könnten, indem sie Seed-Phrasen auswendig lernen oder ihre Vermögenswerte außerhalb von Börsen halten. Er wies dieses Argument zurück und erklärte, dass die Blockchain-Rückverfolgung die Behörden immer noch zu den Nutzern führen kann.

„Krypto ist nicht vor staatlicher Beschlagnahmung sicher. Deshalb kann es nicht als digitales Gold betrachtet werden.“

Die Realität der Beschlagnahmung

Er wies darauf hin, dass die Bitcoin-Reserven der US-Regierung aus beschlagnahmten Münzen bestehen und fügte hinzu:

„Es gibt kein Entkommen“

, während er argumentierte, dass ein Inhaber als Flüchtling leben müsse, wenn die Behörden ihn verfolgen. Bessent erklärte, dass die US-Behörden fast 1 Milliarde Dollar an Krypto beschlagnahmt hätten, die mit iranischen Netzwerken verbunden sind. Er warnte Wallet-Inhaber und sagte:

„Einige von ihnen tippen gerade in ihre Wallets und haben keine Ahnung, dass es bereits weg ist.“

Diese Bemerkung erregte Aufmerksamkeit, da sie die Beschlagnahmung von Krypto als ein aktives Durchsetzungsinstrument darstellt.

Unterschiede zwischen Krypto-Vermögenswerten

Wie zuvor von crypto.news berichtet, gaben die US-Behörden an, dass sie fast 1 Milliarde Dollar an mit dem Iran verbundenen Kryptowährungen im Rahmen einer umfassenderen Kampagne gegen Teherans Finanznetzwerke beschlagnahmt hatten. Der gleiche Bericht zeigte, dass Tether 344 Millionen USDT in zwei Tron-Wallets, die mit dem iranischen Korps der Islamischen Revolution verbunden sind, nach Sanktionen und Strafverfolgungsmaßnahmen eingefroren hatte. Diese Fälle verdeutlichen den Unterschied zwischen Krypto-Vermögenswerten: Stablecoin-Emittenten können Token direkt einfrieren, wenn sie rechtliche oder Compliance-Anfragen erhalten. Bitcoin hingegen kann von einem Emittenten nicht eingefroren werden, aber öffentliche Aufzeichnungen können dennoch die Rückverfolgung, Gerichtsbeschlüsse, Börsenbeschlagnahmungen und Wiederherstellungsmaßnahmen unterstützen.

Giustras Argumente gegen Bitcoin als sicheres Asset

Giustra hat oft die von der Regierung gehaltenen Bitcoins genutzt, um die Erzählung des digitalen Goldes in Frage zu stellen. Er argumentiert, dass, wenn die staatlichen Reserven hauptsächlich aus Beschlagnahmungen stammen, die Widerstandsfähigkeit von Bitcoin gegen Beschlagnahmungen schwächer ist, als die Unterstützer behaupten. Ein vorheriger Bericht von crypto.news stellte fest, dass die US-Regierung bis Februar 2026 schätzungsweise etwa 328.372 BTC hielt und damit zu diesem Zeitpunkt der größte bekannte staatliche Inhaber von Bitcoin war. Für Giustra ist dieser Punkt entscheidend, da beschlagnahmte Bitcoins jetzt Teil der offiziellen Reservendiskussionen sind. Er argumentiert, dass dies die Behauptung schwächt, dass Bitcoin außerhalb der Reichweite der Regierung ist.

Selbstverwahrung und Kontrolle

Bitcoin-Unterstützer entgegnen oft, dass die Selbstverwahrung den Nutzern mehr Kontrolle gibt als Bankeinlagen oder Börsenbestände. Sie argumentieren auch, dass auswendig gelernte Seed-Phrasen und Peer-to-Peer-Überweisungen die Abhängigkeit von Verwahrern verringern können. Giustras Gegenargument konzentriert sich auf praktische Risiken. Er sagt, dass Nutzer weiterhin mit Rückverfolgung, rechtlichem Druck, Grenzkontrollen, Börsenüberwachung und persönlichen Sicherheitsrisiken konfrontiert sind, wenn die Behörden sie mit bestimmten Wallets in Verbindung bringen.

Die anhaltende Debatte über Bitcoin und Gold

Die Debatte über Bitcoin versus Gold hat zugenommen, da Investoren nach Vermögenswerten außerhalb von Fiat-Währungen suchen. Bitcoin-Unterstützer verweisen auf sein festes Angebot, seine globale Übertragbarkeit und seine Unabhängigkeit von Zentralbanken. Goldbefürworter argumentieren, dass physisches Gold eine längere Erfolgsbilanz hat, keine öffentliche digitale Spur hinterlässt und keinen Bedarf an internetbasierten Abwicklungen hat. Giustra hat wiederholt gesagt, dass Bitcoin sich mehr wie ein spekulativer Vermögenswert als wie ein echter sicherer Hafen verhält. Seine neuesten Kommentare stellen nicht in Frage, dass Bitcoin einen Marktwert hat, sondern konzentrieren sich darauf, ob Krypto den gleichen Schutzstatus verdient, den Investoren oft Gold zuschreiben.

Die Debatte steht nun zwischen zwei Fakten: Bitcoin gibt den Inhabern direkte Kontrolle, wenn sie Selbstverwahrung nutzen, aber Regierungen können Transaktionen weiterhin zurückverfolgen und Vermögenswerte durch Verwahrer, gerichtliche Anordnungen oder Wiederherstellungsmaßnahmen beschlagnahmen. Für den Moment hält Giustras Argument den Druck auf eine der stärksten Erzählungen von Bitcoin aufrecht. Wenn Krypto zurückverfolgt und beschlagnahmt werden kann, sagt er, sollte es nicht auf die gleiche Weise wie physisches Gold als digitales Gold behandelt werden.

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