Crypto Prices

US verhängt Sanktionen gegen iranische maritime Firmen wegen Bitcoin-Zahlungen

vor 37 Minuten
2 minuten gelesen
1 ansichten

US-Sanktionen gegen iranische maritime Versicherungsunternehmen

Das US-Finanzministerium hat am 29. Juli zwei iranische maritime Versicherungsunternehmen sanktioniert und behauptet, dass diese ein mit dem Islamischen Revolutionsgarten (IRGC) verbundenes System zur Einnahme von Geldern von Schiffen, die die Straße von Hormuz nutzen, unterstützt haben. Das Büro für ausländische Vermögenswerte (OFAC) fügte die HormuzSafe Marine Services Authority und die Persian Gulf Marine Insurance Company seiner Liste der speziell bezeichneten Staatsangehörigen hinzu. Beide Unternehmen wurden gemäß der Exekutivverordnung 13902 für ihre Aktivitäten im Finanzsektor Irans benannt.

Vorwürfe und Erpressungsschema

Das Finanzministerium beschrieb die beiden Unternehmen als Teil eines „von der IRGC unterstützten Erpressungsschemas“, das kommerzielle Schiffe dazu zwang, genehmigte maritime Versicherungen zu erwerben, bevor sie die Straße überquerten. Diese Vorwürfe wurden von der US-Regierung erhoben, und die Sanktionen wurden ohne ein Gerichtsurteil gegen eines der Unternehmen angekündigt.

Das Ministerium erklärte, dass HormuzSafe vom iranischen Ministerium für Wirtschaft entwickelt wurde und „Zahlungen in Bitcoin und anderen digitalen Vermögenswerten akzeptiert“, um westliche Beschränkungen zu umgehen. Es wurde weiter behauptet, dass das Unternehmen Einnahmen für die IRGC generierte und Iran half, die Kontrolle über den regionalen Schiffsverkehr zu verstärken. Die öffentliche Mitteilung des Finanzministeriums und die OFAC-Liste identifizierten jedoch keine Bitcoin-Adressen, Transaktions-Hashes, Zahlungsbeträge oder spezifische Kunden. Daher bietet die Ankündigung zwar eine Bestätigung der US-Bezeichnung und ihrer Vorwürfe, jedoch keine öffentlichen On-Chain-Beweise für abgeschlossene Bitcoin-Zahlungen.

Maritime Versicherungen und Prognosen

Darüber hinaus bewarb HormuzSafe im Mai maritime Versicherungen, die in Bitcoin zahlbar waren. Die Plattform bot Berichten zufolge digitale Versicherungsrichtlinien und Finanzverantwortungszertifikate für Schiffe an, die in der Nähe der Straße von Hormuz operierten. Iranische staatlich verlinkte Berichte behaupteten, die Plattform könnte letztendlich mehr als 10 Milliarden Dollar jährlich generieren. Diese Zahl war jedoch eine Prognose und keine dokumentierten Einnahmen. Zu diesem Zeitpunkt lagen keine unabhängigen Adoptionsdaten oder verifizierten Bitcoin-Zahlungsunterlagen vor.

Die Maßnahme im Juli bewegt HormuzSafe von einem gemeldeten Vorschlag zur Umgehung von Sanktionen zu einem offiziellen Ziel der US-Sanktionen. Dennoch legt die Bezeichnung nicht fest, wie viel Kryptowährung die Plattform erhalten hat oder ob Bitcoin einen wesentlichen Teil ihrer Einnahmen ausmachte.

Sanktionen im Erdölsektor

OFAC sanktionierte auch acht Unternehmen, die beschuldigt werden, im iranischen Erdölsektor tätig zu sein. Diese Unternehmen sind in China, Hongkong und den Marshallinseln registriert und wurden mit Schiffen in Verbindung gebracht, die laut Finanzministerium iranisches Rohöl oder Erdölprodukte transportierten. Acht Tanker wurden als blockiertes Eigentum identifiziert, darunter Well Sail, Lily, Al Salmi, Breeze V, Natsumi, Crystal, Nireta und Yehope. Das Finanzministerium erklärte, einige dieser Tanker hätten seit 2022 Millionen von Barrel iranischem Öl nach China transportiert.

Wirtschaftliche Auswirkungen und rechtliche Rahmenbedingungen

Die Straße von Hormuz bleibt eine zentrale Energieversorgungsroute. Daten der US-Energieinformationsbehörde zeigen, dass die Strömungen durch diese Wasserstraße mehr als ein Viertel des globalen Seetransports von Öl und etwa ein Fünftel des weltweiten Ölverbrauchs im Jahr 2024 und Anfang 2025 ausmachten. Eigentum, das den sanktionierten Unternehmen gehört und in die US-Jurisdiktion gelangt, muss blockiert und OFAC gemeldet werden. Unternehmen, die zu mindestens 50 % von einer oder mehreren blockierten Parteien besessen werden, unterliegen ebenfalls Beschränkungen, auch wenn sie nicht separat aufgeführt sind. US-Personen ist es im Allgemeinen untersagt, den bezeichneten Unternehmen Mittel, Dienstleistungen oder andere wirtschaftliche Vorteile zu gewähren. Auch nicht-US-Finanzinstitute könnten Sanktionen ausgesetzt sein, wenn sie wissentlich bestimmte Transaktionen mit blockierten Parteien erleichtern.

Die Maßnahme kündigte keine Beschlagnahme von Kryptowährungen, keine strafrechtlichen Anklagen oder Durchsetzungsfälle gegen Kunden an, die möglicherweise HormuzSafe genutzt haben. Jede spätere Vermögensrückgewinnung oder Strafverfolgung würde zusätzliche rechtliche oder regulatorische Maßnahmen erfordern. US-Behörden haben zuvor 344 Millionen Dollar in Iran-gebundenem USDT über zwei Tron-Adressen eingefroren. Im Gegensatz zu Bitcoin kann USDT durch Kontrollen, die von seinem zentralisierten Emittenten betrieben werden, eingefroren werden.

Beliebt