Regulierung von Krypto-Unternehmen in Nigeria
Der nigerianische Senat hat ein Gesetz vorangetrieben, das formelle Regeln für Krypto-Unternehmen und Betreiber virtueller Vermögenswerte schaffen könnte. Der Entwurf für das Gesetz über die Regulierung von Dienstleistern für virtuelle Vermögenswerte, 2026, hat am Dienstag die zweite Lesung bestanden und wurde zur Überprüfung in den Ausschuss weitergeleitet.
Inhalt des Gesetzesentwurfs
Der Vorschlag sieht Lizenzen, Compliance-Regeln und Verbraucherschutzmaßnahmen für einen der größten Krypto-Märkte der Welt vor. Der Senat brachte den als SB 956 gelisteten Gesetzesentwurf voran, nachdem die Gesetzgeber über die Aufsicht über digitale Vermögenswerte debattiert hatten. Der stellvertretende Senatspräsident Barau Jibrin hat ihn gesponsert, während der Senatschef Mohammed Monguno ihn präsentierte.
Der Entwurf geht nun an den Senatsausschuss für den Kapitalmarkt zur weiteren Überprüfung. Der Ausschuss kann den Vorschlag prüfen, Änderungen in Betracht ziehen und die Öffentlichkeit einladen, sich zu äußern. Das Bestehen der zweiten Lesung macht den Gesetzesentwurf jedoch noch nicht zum Gesetz. Er muss noch die Überprüfung im Ausschuss, die dritte Lesung und andere erforderliche gesetzgeberische Phasen durchlaufen.
Ziele und Vorteile der Gesetzgebung
Der Vorschlag zielt darauf ab, eine rechtliche und aufsichtsrechtliche Struktur für virtuelle Vermögenswerte, digitale Vermögenswerte und deren Dienstleister zu schaffen. Er würde Krypto-Börsen und verwandte Betreiber unter Lizenzanforderungen stellen. Der Entwurf schlägt zudem Transparenz- und Compliance-Regeln für Unternehmen vor, die nigerianische Nutzer bedienen. Die Gesetzgeber betonten, dass diese Maßnahmen helfen würden, Betrug zu reduzieren und die Marktordnung zu verbessern.
Die Gesetzgebung zielt darauf ab, Nigerias Krypto-Regeln mit internationalen Standards in Einklang zu bringen. Ihre Befürworter verwiesen auf Rahmenbedingungen, die mit der Financial Action Task Force und dem Internationalen Währungsfonds verbunden sind. Der Entwurf würde von Dienstleistern für virtuelle Vermögenswerte verlangen, die Regeln zur Bekämpfung von Geldwäsche einzuhalten. Zudem würde er Kontrollen zur Bekämpfung der Terrorismusfinanzierung im gesamten Krypto-Bereich unterstützen.
Aktuelle Herausforderungen und zukünftige Entwicklungen
Nach dem Vorschlag müssten Betreiber von Börsen und blockchain-basierten Investitionsplattformen Lizenzen beantragen. Auch andere Dienstleister für digitale Vermögenswerte würden regulatorischen Standards unterliegen. Die Gesetzgeber wiesen darauf hin, dass die derzeitige regulatorische Lücke große Aktivitäten außerhalb der offiziellen Aufsicht lasse. Sie argumentierten, dass Investitionen, Arbeitsplätze und Einnahmen ohne klare Regeln schwerer nachverfolgt werden könnten.
Der Senatswhip Tahir Monguno erklärte, Nigeria hinke einigen afrikanischen Nachbarn in Bezug auf Gesetze zu virtuellen Vermögenswerten hinterher. Er verwies auf Kenia, Südafrika und Ghana als Länder, die verwandte Rahmenbedingungen entwickeln.
Der Sponsor des Gesetzesentwurfs betonte, dass dieser nicht darauf abziele, Innovationen zu blockieren, sondern vielmehr Ordnung, Vertrauen, Verantwortung und Verbraucherschutz zu fördern. Nigeria bleibt einer der aktivsten Krypto-Märkte der Welt in Bezug auf die Akzeptanz. Nutzer verlassen sich auf digitale Vermögenswerte für Überweisungen, grenzüberschreitende Zahlungen, Inflationsabsicherung und globalen Finanzzugang.
Schlussfolgerung
Die Krypto-Politik des Landes hat sich im Laufe der Zeit verändert. Banken hatten einst Einschränkungen bei der Bedienung von Krypto-Unternehmen, aber die Regulierungsbehörden bewegten sich später in Richtung einer strukturierten Aufsicht. Jüngste Bemühungen umfassten Registrierungswege für Anbieter digitaler Vermögenswerte. Der neue Gesetzesentwurf zielt darauf ab, verstreute Regeln in einen klareren rechtlichen Rahmen zu integrieren.
Die Gesetzgeber verknüpften den Vorschlag mit dem Ziel von Präsident Bola Tinubu, eine Wirtschaft im Wert von 1 Billion Dollar zu schaffen. Sie argumentierten, dass unregulierte Krypto-Aktivitäten den offiziellen Beitrag der digitalen Wirtschaft einschränken. Wenn er verabschiedet wird, würde der Entwurf die Compliance-Pflichten für Börsen und andere Betreiber erhöhen. Befürworter betonten jedoch, dass klare Regeln legitimen Unternehmen helfen könnten, Investitionen anzuziehen. Die nächste Phase wird die endgültige Form des Gesetzesentwurfs bestimmen. Seine Auswirkungen werden von den Änderungen im Ausschuss, den Lizenzdetails und den endgültigen Implementierungsregeln abhängen.