Änderungsantrag von NYSE Arca
Am 27. April hat NYSE Arca einen Änderungsantrag zu Regel 8.201-E bei der SEC eingereicht, in dem XRP zusammen mit Bitcoin, Ethereum und Solana als förderfähige Vermögenswerte für rohstoffbasierte Trust-Anteile aufgeführt wird. Dieser rechtlich überprüfte Antrag sieht vor, dass Trusts mindestens 85 % ihres Nettovermögens in qualifizierenden digitalen Vermögenswerten halten müssen.
Details des Antrags
Die NYSE XRP-Nachrichten wurden am 27. April veröffentlicht, als NYSE Arca den Änderungsantrag einreichte, der Teil des allgemeinen Listungsrahmens der Börse für rohstoffbasierte Trust-Anteile ist. XRP wird als einer von vier digitalen Vermögenswerten genannt, die unter einer neuen 85%-Portfolio-Konzentrationsschwelle für Rohstoff-Trust-Produkte förderfähig sind. Die SEC hat den Vorschlag zur öffentlichen Kommentierung geöffnet.
„Der Antrag trifft jedoch keine formelle rechtliche Feststellung, die XRP als Rohstoff klassifiziert.“
Stattdessen identifiziert er XRP als ein Beispiel für einen Vermögenswert, der qualifizieren könnte, da XRP-basierte Futures-Kontrakte seit mehr als sechs Monaten an bestimmten Märkten gehandelt werden und XRP bereits mit börsengehandelten Produkten verbunden ist, die signifikante Marktexposition bieten.
Regulatorische Rahmenbedingungen
Laut Yahoo Finance bedeutet die 85%-Schwelle, dass ein Trust mindestens 85 % seines Nettovermögens in Vermögenswerten halten muss, die bereits die bestehenden Zulassungskriterien von NYSE Arca erfüllen, wobei bis zu 15 % in nicht förderfähigen Beständen erlaubt sind. Ein konkretes Beispiel aus dem Antrag: Ein Trust, der 95 % in Bitcoin, Ethereum, Solana und XRP hält, würde genehmigt, während ein Trust, der Bitcoin zusammen mit OTC-Call-Optionen auf einen Bitcoin-ETF hält, bei dem die förderfähige Exposition auf 71 % sinkt, abgelehnt würde.
Die Sponsoren sind verpflichtet, die 85%-Schwelle täglich zu überwachen und NYSE Arca sofort zu benachrichtigen, wenn sie nicht mehr konform sind. Der Antrag schließt ausdrücklich nicht-fungible Vermögenswerte und Sammlerstücke von der Rohstoffdefinition aus, was den allgemeinen Listungsweg für diese Produkte ausschließt.
Zusammenhang mit vorherigen Klassifizierungen
Wie crypto.news berichtete, wurde XRP bereits am 17. März 2026 als einer von 16 digitalen Rohstoffen in der gemeinsamen Taxonomie der SEC und CFTC benannt, was den NYSE Arca-Antrag mit dieser vorherigen regulatorischen Klassifizierung in Einklang bringt und darauf aufbaut, anstatt eine neue zu schaffen.
„Die Bedeutung des Antrags ist praktischer Natur und nicht definitorisch.“
Die explizite Nennung von XRP durch NYSE Arca in einem allgemeinen Listungsstandard, der bei der SEC eingereicht wurde, stellt eine rechtlich überprüfte institutionelle Maßnahme dar und ist kein Analystenkommentar.
Aktuelle Entwicklungen
Coinbase stellte am 1. Mai einen Antrag auf Einführung von Trade at Settlement für XRP-Futures in direkter Reaktion auf diesen Rohstoffstatus. Die NYSE Arca-Änderung erweitert diesen Rahmen, indem sie XRP in die allgemeinen Listungsstandards der Börse für Rohstoff-Trust-Produkte integriert, was den Zeitrahmen für zukünftige Genehmigungen von XRP-gebundenen Trust-Produkten auf denselben optimierten Weg komprimiert, den Bitcoin- und Ethereum-Rohstoff-Trust-Produkte jetzt nutzen.
Wie crypto.news berichtete, änderte T. Rowe Price am 29. April seinen Antrag auf einen aktiven Crypto ETF und nannte XRP zusammen mit Bitcoin, Ethereum und Solana als potenzielle Bestände in einem Fonds, der sehr bald auf eine SEC-gelistete Einführung abzielt.
Fazit
Die Kombination aus der gemeinsamen Rohstofftaxonomie vom 17. März, der NYSE Arca Regel 8.201-E-Änderung, der Coinbase TAS-Futures-Einführung und dem T. Rowe Price-Antrag stellt vier separate institutionelle Schichten dar, die XRP innerhalb eines Zeitraums von drei Wochen als Rohstoff-Asset behandeln. Der Vorschlag von NYSE Arca wird derzeit von der SEC überprüft, und die öffentliche Kommentierung ist geöffnet. Die formale Auswirkung des Antrags auf die Rohstoffklassifizierung von XRP hängt davon ab, ob der CLARITY Act im Mai verabschiedet wird, was die derzeitige regulatorische Behandlung in verbindliches Bundesrecht umwandeln würde.