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Polnischer Präsident Nawrocki verzögert Einführung des MiCA-Rahmenwerks trotz Frist

vor 1 Tag
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Polnischer Präsident legt Veto gegen Krypto-Assets-Gesetz ein

Der polnische Präsident Karol Nawrocki hat das Krypto-Assets-Gesetz des Landes zum dritten Mal mit einem Veto belegt und damit die Umsetzung des MiCA-Rahmenwerks der Europäischen Union nur wenige Wochen vor der Frist zur Einhaltung im Juli verzögert. Laut Reuters wies Nawrocki die Gesetzgebung zurück, die Polens Krypto-Regeln mit dem Rahmenwerk der Markets in Crypto-Assets Regulation (MiCA) in Einklang gebracht hätte, obwohl die Gesetzgeber das Gesetz im Mai genehmigt hatten.

Ziele des vorgeschlagenen Gesetzes

Das vorgeschlagene Gesetz sollte einen nationalen regulatorischen Rahmen für Krypto-Unternehmen schaffen und das Land mit den Anforderungen der EU in Einklang bringen. Nawrocki äußerte Bedenken, dass das Gesetz die zuvor von seinem Büro geäußerten Anliegen nicht adressiere. Obwohl der Präsident die Regulierung des Krypto-Sektors grundsätzlich unterstützt, ist er der Meinung, dass die aktuelle Version nicht genügend Schutzmaßnahmen bietet und weitere Änderungen erforderlich sind, bevor sie Gesetz werden kann.

Hintergrund und frühere Einwände

Sein jüngstes Veto verlängert einen Streit, der bereits seit Monaten die Umsetzung von MiCA in Polen verzögert. Frühere Maßnahmen zur Einführung des EU-Rahmenwerks wurden ebenfalls blockiert, nachdem Nawrocki Einwände gegen die den Regulierungsbehörden eingeräumten Befugnisse und die potenzielle Belastung für lokale Krypto-Unternehmen erhoben hatte. Mitte Mai genehmigte das polnische Unterhaus das lang erwartete Krypto-Assets-Gesetz unter dem zunehmenden Druck, den Zeitplan der EU zur Umsetzung einzuhalten.

Regulatorische Befugnisse und Anforderungen

Wie zuvor von crypto.news berichtet, hätte die Gesetzgebung der polnischen Finanzaufsichtsbehörde, bekannt als KNF, die Befugnis über Krypto-Asset-Dienstleister, die im Land tätig sind, eingeräumt. Unter dem vorgeschlagenen Rahmen hätten Krypto-Unternehmen Lizenzen beantragen, Berichtspflichten einhalten und neue betriebliche Standards befolgen müssen. Das Gesetz beinhaltete auch strafrechtliche Sanktionen für schwerwiegende Verstöße im Zusammenhang mit der Ausgabe und dem Austausch von Token.

Öffentliche Besorgnis und Marktüberprüfung

Jüngste Ereignisse auf Polens Krypto-Markt haben die Überprüfung des Sektors verstärkt. Die öffentliche Besorgnis wuchs nach dem Zusammenbruch von Zondacrypto, der weithin als die größte Kryptowährungsbörse des Landes berichtet wurde, und der Schwächen in der Aufsicht und dem Anlegerschutz aufdeckte. Das Scheitern veranlasste die Gesetzgeber, die Arbeit an der MiCA-konformen Gesetzgebung zu beschleunigen, wobei die Befürworter argumentierten, dass eine stärkere Aufsicht ähnliche Vorfälle verhindern und das Vertrauen der Nutzer wiederherstellen könnte.

Ausblick und internationale Entwicklungen

Nawrocki hielt jedoch daran fest, dass der aktuelle Entwurf trotz dieser Bedenken immer noch nicht ausreicht, um wesentliche strukturelle Risiken anzugehen. Anderswo in Europa schreitet die Annahme von MiCA weiter voran, während die Mitgliedstaaten den Rahmen umsetzen und Krypto-Unternehmen sich auf die neuen Regeln vorbereiten. Reuters stellte fest, dass Polens jüngste Verzögerung Unsicherheit darüber schafft, wie schnell das Land den Übergang abschließen kann, bevor die Anforderungen der EU vollständig in Kraft treten.

Außerhalb Europas debattieren die politischen Entscheidungsträger in den USA über ihre eigene Gesetzgebung zum Krypto-Markt. Mehrere Branchenvertreter, darunter Ripple und Coinbase, haben den CLARITY Act unterstützt, obwohl der Fortschritt aufgrund anhaltender Meinungsverschiedenheiten unter den Gesetzgebern über ethikbezogene Bestimmungen ungewiss bleibt.

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