Warnung vor monetärem Reset
Der Finanzanalyst und Gründer von Stansberry Research, Porter Stansberry, hat in einem Gespräch mit Anthony Pompliano gewarnt, dass die USA bis 2029 auf einen umfassenden monetären Reset zusteuern. Er verweist auf den strukturellen Zusammenbruch der Sozialversicherung, die beschleunigte Abwertung des Dollars und weitere kritische Faktoren.
Wichtige Erkenntnisse
Stansberry erklärte, dass die USA bis 2029 einen vollständigen monetären Reset erleben werden, bedingt durch eine Bundesverschuldung von 40 Billionen Dollar, jährliche Zinszahlungen von 1 Billion Dollar und den drohenden Zusammenbruch der Sozialversicherung. Seine Theorie des vierten Wendepunkts identifiziert 2029 als den klimatischen Abschluss eines generationsübergreifenden Krisenzyklus, der 2008 begann.
Bitcoin und Gold sind für Stansberry die wichtigsten empfohlenen Absicherungen, da sich die M2-Geldmenge seit 2008 von 8 Billionen auf 22,44 Billionen Dollar ausgeweitet hat. Stansberrys These basiert auf dem, was er den „vierten Wendepunkt“ nennt, einer Theorie des generationsübergreifenden Zyklus, die von den Historikern William Strauss und Neil Howe popularisiert wurde und alle 80 Jahre eine große gesellschaftliche Krise identifiziert. In diesem Rahmen begann die aktuelle Krisenperiode 2008 und wird um 2029 ihren Höhepunkt erreichen.
Finanzielle Kennzahlen
Das Argument wird in seinem aktuellen Buch „2029: Das Ende Amerikas“ detailliert beschrieben, das als dringendes Update zu einem früheren Dokumentarfilm gilt, den er vor über einem Jahrzehnt veröffentlicht hat. Die finanziellen Kennzahlen, die Stansberry anführt, sind alarmierend: Die M2-Geldmenge der USA hat sich von etwa 8 Billionen Dollar im Jahr 2008 auf heute 22,44 Billionen Dollar erhöht, während die Bundesverschuldung auf etwa 40 Billionen Dollar angestiegen ist. Dies führt zu einem Verhältnis von Schulden zu BIP von über 120 %, ein historischer Schwellenwert, der mit fiskalischem Stress in fortgeschrittenen Volkswirtschaften verbunden ist.
Die jährlichen Zinszahlungen auf die Staatsverschuldung haben ebenfalls 1 Billion Dollar überschritten und beanspruchen einen wachsenden Anteil des Bundeshaushalts, der ansonsten soziale Programme und öffentliche Investitionen finanzieren würde. Dennoch sieht Stansberry den akutesten kurzfristigen Auslöser in der Sozialversicherung, da das Programm mit einem strukturellen Finanzierungsdefizit konfrontiert ist. Demografische Ungleichgewichte, wie ein sinkendes Verhältnis von aktiven Arbeitern zu Rentnern, übersteigen das Einnahmemodell des Systems.
Zusammenbruch des institutionellen Vertrauens
In Kombination mit einem Zusammenbruch des institutionellen Vertrauens zwischen Bürgern und Staat argumentiert Stansberry, dass ein harter monetärer Reset keine Randerscheinung, sondern eine nahezu sichere Wahrscheinlichkeit innerhalb des Jahrzehnts ist. Im Gespräch mit Pompliano nannte Stansberry Bitcoin und Gold als die Hauptinstrumente zur Vermögenserhaltung im Hinblick auf den bevorstehenden Reset. Seine Argumentation spiegelt die These wider, dass ein dezentraler, genehmigungsfreier Vermögenswert mit fester Versorgung strukturellen Schutz vor den inflatorischen Folgen einer fiskalischen Überexpansion und Währungsabwertung bietet.
Markttrends und Zukunftsausblick
Pompliano, der eine Medienmarke rund um die Argumentation für Bitcoin als Absicherung gegen die Abwertung des Dollars aufgebaut hat, repräsentiert eine Konvergenz zweier bekannter Makro-Bären, die zu derselben Schlussfolgerung kommen: Die Architektur des modernen Geldsystems nähert sich einem strukturellen Endpunkt, und harte Vermögenswerte außerhalb des traditionellen Finanzsystems bieten den am besten verteidigbaren Wertspeicher. Diese Sichtweise stimmt mit einem Trend überein, der 2026 auf den institutionellen Märkten sichtbar wird, da Makrofonds, Family Offices und börsennotierte Unternehmen ihre Bitcoin-Allokationen als Absicherung gegen das Risiko von Fiat-Währungen erhöhen.
Spot-ETF-Zuflüsse und Unternehmensschatzamts-Offenlegungen dienen als die wichtigsten Indikatoren für diesen Wandel, und beide haben sich im ersten Halbjahr weiter beschleunigt. Das U.S. Bureau of Labor Statistics berichtete am 12. Mai über die Verbraucherpreisindexdaten für April 2026, die zeigen, dass die Gesamtinflation gestiegen ist…