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Reed Smith startet MiCA-Compliance-Plattform für Krypto-Unternehmen

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Einführung der Aquarius-Plattform

Reed Smith hat eine automatisierte MiCA-Compliance-Plattform ins Leben gerufen, da Krypto-Unternehmen in der Europäischen Union nach dem Ende der Übergangsfrist in die vollständige regulatorische Aufsicht eingetreten sind. Laut der globalen Anwaltskanzlei Reed Smith automatisiert die neue Plattform, die den Namen Aquarius trägt, wesentliche Compliance-Aufgaben gemäß der Verordnung über Märkte für Krypto-Assets (MiCA) der Europäischen Union.

Funktionen der Plattform

Dazu gehören die Klassifizierung von Krypto-Assets, die Erstellung regulatorischer Whitepapers, Due Diligence sowie die Offenlegung von Umwelt-, Sozial- und Governance-(ESG)-Aspekten. Die Plattform wurde speziell für Unternehmen entwickelt, die in den europäischen Markt eintreten oder bestehende Krypto-Dienstleistungen erweitern möchten. Sie kombiniert automatisierte Compliance-Workflows mit rechtlicher Unterstützung, um die MiCA-Anforderungen zu vereinfachen.

Reed Smith erklärte, dass zukünftige Versionen auch Krypto-Compliance-Regelungen im Vereinigten Königreich, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Hongkong und Singapur unterstützen werden.

Regulatorische Veränderungen

Der Start erfolgt kurz nach dem Ende der MiCA-Übergangsfrist der Europäischen Union am 1. Juli, als Krypto-Unternehmen nicht mehr auf vorübergehende nationale Ausnahmen in Mitgliedstaaten zurückgreifen konnten, die die vollständige Übergangsfrist angenommen hatten. Der neue Rahmen verlangt von Anbietern von Krypto-Asset-Diensten, dass sie einheitliche Lizenzierungs-, Verbraucherschutz- und Betriebsstandards in allen 27 EU-Mitgliedstaaten erfüllen.

Reed Smith hat seine Praxis für digitale Vermögenswerte weiterhin durch die Initiative „On Chain“ ausgebaut. Die Kanzlei fungierte als rechtlicher Berater für die Platzierungsagenten bei der Bitcoin-Treasury-Finanzierung von Trump Media in Höhe von 2,5 Milliarden Dollar und beriet auch Nakamoto Holdings bei der Fusion mit KindlyMD zur Gründung eines Bitcoin-Treasury-Unternehmens.

Aufsicht und Compliance

Jüngste regulatorische Aktivitäten deuten darauf hin, dass die europäischen Behörden nun darauf fokussiert sind, wie lizenzierte Unternehmen nach Erhalt der Genehmigung operieren. In der vergangenen Woche begann die Europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde (ESMA) mit einer gemeinsamen Aufsichtsmaßnahme, die ausgewählte, nach MiCA autorisierte Krypto-Asset-Dienstleister abdeckt.

Laut ESMA untersucht die Überprüfung die Verwahrungsoperationen, einschließlich der Verwaltung privater Schlüssel, der Transaktionskontrollen, der Verfahren zur Reaktion auf Vorfälle und der Abhängigkeit von Technologieanbietern Dritter.

Sebastien Dessimoz, Mitbegründer und geschäftsführender Partner des Anbieters von Infrastruktur für digitale Vermögenswerte Taurus, äußerte zuvor, dass der Erwerb einer MiCA-Lizenz nur der Ausgangspunkt für Verwahrer sei, da die Aufsichtsbehörden nun erwarten, dass Unternehmen nachweisen, dass ihre operativen Kontrollen realen Risiken standhalten können.

Er fügte hinzu, dass die Aufsicht zunehmend auf Cybersicherheit, Governance und den Schutz von Kundenvermögen fokussiert ist, anstatt sich nur auf die Lizenzierung zu konzentrieren. Auch die Erwartungen institutioneller Anleger haben zugenommen.

Jody Mettler, Chief Operating Officer von BitGo und Präsident von BitGo Trust, erklärte, dass Kunden verstärkt darauf achten, wie Verwahrer Kundenvermögen segregieren, den Zugang kontrollieren, auf Sicherheitsvorfälle reagieren und die Geschäftskontinuität in Zeiten von Marktdruck aufrechterhalten.

Zukünftige Entwicklungen

In der Zwischenzeit diskutieren europäische Politiker weiterhin mögliche Änderungen an MiCA nach dessen Einführung. Laut einem Bericht von Euronews ziehen die Beamten zukünftige Überarbeitungen der Stablecoin-Regeln in Betracht, einschließlich der Behandlung von nicht in Euro denominierten Stablecoins, nach Verabschiedung des GENIUS-Gesetzes der Vereinigten Staaten.

Das Europäische Parlament hat auch die Europäische Kommission aufgefordert zu prüfen, ob dezentrale Finanzen, Staking, Krypto-Kredite und -Darlehen, nicht-fungible Token sowie tokenisierte Finanzanlagen eine spezifischere Behandlung im Rahmen des Krypto-Rahmens der EU erhalten sollten. Die Position des Parlaments ändert das Gesetz nicht, bietet jedoch politische Unterstützung für weitere Überprüfungen, während jede Erweiterung von MiCA weiterhin separate legislative Vorschläge erfordern würde.

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