Überblick über das PARITY-Gesetz
Das überarbeitete PARITY-Gesetz würde alltägliche regulierte Stablecoin-Zahlungen von Kapitalgewinnen ausnehmen und sie mit bargeldähnlichen Transaktionen im US-Steuergesetz in Einklang bringen. Laut einem neuen Entwurf des Digital Asset PARITY Act in Washington könnten Gewinne aus alltäglichen Zahlungen, die mit regulierten, an den Dollar gebundenen Stablecoins getätigt werden, für steuerliche Zwecke ignoriert werden.
Wichtige Änderungen
Dies wäre eine bedeutende Änderung, die das routinemäßige Ausgeben von USDC und USDT für viele US-Nutzer effektiv steuerfrei machen würde, falls das Gesetz in Kraft tritt. Der parteiübergreifende Vorschlag, angeführt von den Abgeordneten Steven Horsford und Max Miller im Repräsentantenhaus, wird als Diskussionsentwurf zirkuliert, der die Behandlung von digitalen Vermögenswerten und Zahlungstoken im Steuergesetz neu regelt.
Aktuelle steuerliche Behandlung von Stablecoins
Der Internal Revenue Service (IRS) klassifiziert derzeit Stablecoins als „digitale Vermögenswerte“, die als Eigentum besteuert werden. Das bedeutet, dass jeder Verkauf, Tausch oder die Nutzung von USDC oder USDT als potenzielles Kapitalgewinn- oder Verlustereignis behandelt wird. Steuerberatungsfirmen weisen darauf hin, dass die Umwandlung von Krypto in USDC, der Tausch eines Stablecoins gegen einen anderen oder die Verwendung eines Stablecoins zum Kauf von Waren alle meldepflichtige Transaktionen auslösen, selbst wenn der Preis nahe bei 1 $ bleibt.
Details des PARITY-Entwurfs
Laut einer Zusammenfassung des PARITY-Entwurfs, die von CryptoSlate berichtet wurde, würde das Gesetz eine Ausnahme für „regulierte Zahlungs-Stablecoins“ schaffen, sodass „Verkäufer keinen Gewinn oder Verlust“ bei qualifizierten Transaktionen erkennen müssen, solange der Token innerhalb eines Bandes von 0,99 $ bis 1,01 $ gehandelt wird und strenge Emissionsstandards erfüllt.
In diesem Rahmen wird die Basis des Steuerpflichtigen auf 1 $ pro Einheit festgelegt, und geringfügige Schwankungen innerhalb des Bandes werden für alltägliche Zahlungen einfach ignoriert.
Zusätzliche Regelungen
Ein separater Bericht über das wieder eingeführte PARITY-Gesetz erklärt, dass anstelle einer festen Dollargrenze pro Transaktion der neue Entwurf darauf abzielt, ob die Kostenbasis eines Steuerpflichtigen unter 99 % des Rücknahmewertes des Stablecoins fällt, was die Berechnung von Kapitalgewinnen für die meisten kleinen Verbraucherzahlungen in regulierten Coins effektiv eliminiert.
Nur an den Dollar gebundene Stablecoins, die von autorisierten Stellen ausgegeben werden und ihren Peg innerhalb von 1 % für mindestens 95 % der Handelstage der letzten 12 Monate halten, würden qualifizieren, wodurch der Steuervorteil direkt an den regulatorischen Status und die Preisstabilität gebunden wird.
Auswirkungen auf andere digitale Vermögenswerte
Gleichzeitig würde das Gesetz die traditionellen Regeln für Wash-Sales auf digitale Vermögenswerte wie Bitcoin und andere aktiv gehandelte Token ausdehnen und ein langjähriges Schlupfloch schließen, das aggressives Steuerverlust-Harvesting in volatilen Krypto-Märkten ermöglichte.
Fazit
Für den Moment behandelt der IRS jedoch weiterhin jede Veräußertung von USDC oder USDT als steuerpflichtig, und jede Erleichterung für Stablecoin-Nutzer wird davon abhängen, ob der Kongress das PARITY-Gesetz von der Entwurfsform in ein Gesetz umsetzen kann, während breitere Debatten über die Krypto-Regulierung in den USA und dollarunterstützte Stablecoins stattfinden.