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CLARITY Act: Nur noch 14 Arbeitstage bis zum Fristablauf

vor 3 Stunden
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Der CLARITY Act: Ein entscheidendes Zeitfenster

Der CLARITY Act befindet sich seit Dienstag in einem entscheidenden Zeitfenster, das Analysten als „Do-or-Die-Fenster“ bezeichnen. Der Senat ist von der Osterpause zurückgekehrt, und es verbleiben etwa 14 Arbeitstage, bevor die Midterm-Wahlen den politischen Kalender dominieren. In dieser kritischen Phase droht das größte Stück US-Kryptogesetzgebung in der Geschichte, auf der Strecke zu bleiben.

Unterstützung für den CLARITY Act

Eine Analyse des legislativen Kalenders durch die Crypto Times zeigt, dass zum ersten Mal das Weiße Haus, die SEC, das Finanzministerium sowie die CEOs von Coinbase und Ripple, Brian Armstrong und Brad Garlinghouse, öffentlich den Rahmen des CLARITY Act unterstützen. Diese Einigkeit war in der bisherigen legislativen Geschichte des Gesetzentwurfs nicht gegeben.

Garlinghouse äußerte die Erwartung, dass der Gesetzentwurf bis Ende Mai verabschiedet wird. Armstrong, der im Januar wegen der Formulierung zu Stablecoin-Erträgen seine Unterstützung zurückgezogen hatte, hat seine Opposition mittlerweile zurückgenommen.

Offene Fragen und Herausforderungen

Senator Hagerty brachte es auf den Punkt: „Es gibt mehrere noch offene Fragen – ich denke, keine von ihnen ist unüberwindbar – und ich glaube, dass wir im April aus dem Bankenausschuss herauskommen werden.“

Alle anderen Puzzlestücke scheinen an ihrem Platz zu sein. Der Streit um die Stablecoin-Erträge, der den Gesetzentwurf seit Januar aufgehalten hat, hat nun einen Rahmen. Die Regeln für DeFi und die ethischen Bestimmungen werden ausgearbeitet. Das Weiße Haus, der Landwirtschaftsausschuss des Senats und das Repräsentantenhaus haben alle ihren Teil dazu beigetragen.

Die einzige verbleibende Variable ist, ob Vorsitzender Tim Scott diese Woche ein Datum für die Markup-Sitzung des Bankenausschusses bekannt gibt. Ohne diese Ankündigung kann der Gesetzentwurf nicht vorankommen. Mit ihr wäre der Weg zu einer Abstimmung im Senat Ende Mai realistisch.

Marktprognosen und Auswirkungen

Analysten von JPMorgan beschreiben die Verabschiedung des CLARITY Act bis zur Jahresmitte als positiven Katalysator für digitale Vermögenswerte. Sie verweisen auf regulatorische Klarheit, institutionelles Wachstum und die Entwicklung der Tokenisierung. Standard Chartered hat ein XRP-Ziel von 8 USD festgelegt, das von der Verabschiedung des Gesetzentwurfs abhängt. Polymarket schätzt die Chancen auf die Verabschiedung des Gesetzentwurfs derzeit auf 55 Prozent.

Sollte der Gesetzentwurf scheitern, gehen die Konsequenzen über den Preis hinaus: Unternehmen, die regulierte tokenisierte Eigenkapitalinfrastruktur aufbauen, DeFi-Plattformen, die US-Operationen planen, und institutionelle Investoren, die auf rechtliche Sicherheit warten, stehen alle vor einer ungewissen Verzögerung.

Politische Hürden

Die Senate-Demokraten haben zwei ungelöste Forderungen: ethische Formulierungen, die Regierungsbeamte daran hindern, von Krypto zu profitieren, und stärkere DeFi-Bestimmungen gegen Betrug. Das Weiße Haus hat erklärt, dass es keine Formulierungen akzeptieren wird, die den Präsidenten individuell anvisieren. Diese Pattsituation könnte dazu führen, dass der Gesetzentwurf letztlich scheitert.

Die 60-Stimmen-Schwelle im Senat bedeutet, dass eine bedeutende Unterstützung vonseiten der Demokraten zwingend erforderlich ist, und Senatoren, die den GENIUS Act unterstützt haben, sind nicht automatisch dem CLARITY Act verpflichtet.

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