Einführung
Der Cardano-Gründer Charles Hoskinson hat in einem kürzlichen AMA (Ask Me Anything) eine detaillierte Erklärung zu den 1.096 BTC gegeben, die mit der frühen Isle of Man Foundation des Projekts in Verbindung stehen. Er erläuterte, dass diese Bitcoins in den Jahren 2016 und 2017 für Forderungen im Zusammenhang mit Michael Parsons und einem ursprünglichen Prüfungsprozess verwendet wurden.
Öffentliche Reaktionen
Diese Aussage sorgte für Aufsehen, nachdem Thomas Braziel, Gründer von 117 Partners und online bekannt als Bkclaims, erklärte, dass Hoskinsons Erklärung möglicherweise einen Teil der langanhaltenden Fragen beantworten könnte, jedoch nicht die gesamte Aufzeichnung klärt.
„Die Frage war nie, ob Prüfungen Geld kosten. Die Frage war, wohin die 1.096 BTC gingen, wer sie erhielt und warum“, sagte Braziel.
Öffentliche Berichterstattung über das AMA berichtete, dass Hoskinson die umstrittenen Bitcoins mit einer E-Mail von Parsons aus dem März 2016 verknüpfte, der damals mit der Struktur der Cardano Foundation verbunden war. Hoskinson verwies auch auf den Bitcoin-Preis zu dieser Zeit, um zu argumentieren, dass die Zahlung damals viel geringer war als ihr aktueller Wert.
Fragen zur Prüfung und Dokumentation
Braziel widersprach auf X und forderte die Rechnungen, Vereinbarungen, Genehmigungen und Zahlungsunterlagen, die hinter der Zahlung stehen. In dem heutigen AMA bot Charles möglicherweise die spezifischste Erklärung für das Schicksal der 1.096 BTC (heute etwa 70 Millionen USD) an, die von der Isle of Man Foundation gehalten werden: dass die BTC 2016/2017 verwendet wurden, um Forderungen im Zusammenhang mit Michael Parsons und dem ursprünglichen Prüfungsprozess zu begleichen.
Braziel stellte auch die zeitliche Abfolge in Frage und merkte an, dass jede Prüfung wahrscheinlich später stattgefunden hätte, als Bitcoin zu einem viel höheren Preis gehandelt wurde als in den ersten Fundraising-Tranchen. Er fügte hinzu:
„Die Zahlen scheinen einfach nicht zu stimmen“
und wies auf eine Diskrepanz zwischen den üblichen Prüfungskosten und der diskutierten Bitcoin-Menge hin.
Community-Reaktionen und Governance-Debatte
Ein Mitglied der Cardano-Community, Cardano_G, argumentierte, dass die Fragen an die Cardano Foundation und nicht an Hoskinson gerichtet werden sollten. Der Account betonte, dass die Isle of Man Foundation eine juristische Person sei und ihr Nachfolger die relevanten Unterlagen aufbewahren sollte. Braziel antwortete, dass er das Thema bereits über private Kanäle angesprochen habe und erwähnte auch, dass ihn ehemalige Mitarbeiter kontaktiert hätten, was er als einen Grund anführte, warum er weiterhin öffentliche Fragen stellte.
Der Streit kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Cardano einer breiteren öffentlichen Debatte über Governance, Kommunikation und Entscheidungen zur Schatzverwaltung gegenübersteht. Wie zuvor von crypto.news berichtet, hat Hoskinson vorgeschlagen, einen Großteil der Community-Aktivitäten von Cardano von X nach Discord zu verlagern, wo zukünftige AMA-Fragen aus speziellen Cardano- und Midnight-Kanälen kommen würden.
Schatzverwaltung und zukünftige Entwicklungen
Dieser Plan folgte mehreren Wochen intensiver Diskussionen über Governance, Ausgaben des Schatzamtes und die Richtung des Ökosystems. Crypto.news berichtete auch, dass ein Vorschlag zur Schatzverwaltung über 7,8 Millionen ADA, der mit dem geplanten Cardano 2026 Summit in Singapur verbunden war, abgelehnt wurde, woraufhin die Organisatoren die Veranstaltung absagten.
Die Frage der 1.096 BTC steht nun in diesem breiteren Kontext. Es geht nicht nur um den aktuellen Wert der Münzen, der auf etwa 70 Millionen Dollar geschätzt wird, sondern auch um die Dokumentation hinter den frühen Cardano-Einheiten, Zahlungen und Genehmigungen. Braziel hat die Angelegenheit nicht als Diebstahlsanspruch dargestellt, sondern seine Beiträge als Anfrage nach Unterlagen formuliert. Hoskinson hingegen hat argumentiert, dass wiederholte öffentliche Anschuldigungen Zeit und Ressourcen aus dem Ökosystem abziehen.