Südkoreas Pläne für Blockchain und digitale Assets
Südkorea hat seine Pläne bekräftigt, den Blockchain- und digitalen Asset-Sektor in der zweiten Hälfte des Jahres 2026 auszubauen. Dies geschieht durch die Einführung neuer Blockchain-Initiativen, die Gesetze für Stablecoins, tokenisierte Staatsanleihen und Spot-Krypto-ETFs umfassen. Das südkoreanische Ministerium für Wirtschaft und Finanzen erklärte nach der Sitzung des Staatsrates am Montag, dass die Entwicklung von Blockchain weiterhin Teil der wirtschaftlichen Wachstumsstrategie des Landes bleiben wird, auch wenn künstliche Intelligenz zunehmend politische Aufmerksamkeit erhält.
Geplante Maßnahmen und Gesetzgebung
Zu den Maßnahmen, die für die zweite Jahreshälfte skizziert wurden, kündigte das Ministerium an, großangelegte Blockchain-Pilotprojekte zu unterstützen und neue Technologien zu fördern, um das digitale Asset-Ökosystem des Landes zu verbessern. Der Plan umfasst auch die Fortführung des vorgeschlagenen Digital Asset Basic Act, der voraussichtlich einen rechtlichen Rahmen für digitale Assets schaffen wird, einschließlich Verhaltensregeln und Standards für an den koreanischen Won gebundene Stablecoins.
Neben der Gesetzgebung gaben die Behörden bekannt, dass sie eine rechtliche Grundlage für grenzüberschreitende Stablecoin-Transaktionen schaffen und Änderungen des Kapitalmarkgesetzes unterstützen werden, die es Südkorea ermöglichen würden, seine ersten Spot-Kryptowährungs-Exchange-Traded Funds (ETFs) zu starten.
Blockchain in der Finanzinfrastruktur
Im Rahmen der Bemühungen, die Nutzung von Blockchain in der Finanzinfrastruktur auszubauen, kündigte das Ministerium an, dass ein Pilotprogramm für tokenisierte Staatsanleihen, das mit einem institutionellen Projekt zur digitalen Zentralbankwährung (CBDC) verbunden ist, 2027 beginnen wird. Die Bank von Korea wird auch untersuchen, wie die CBDC mit anderen Blockchain-Netzwerken interoperieren kann.
Frühere Projekte und Pilotprogramme
Der neueste Fahrplan baut auf früheren staatlich unterstützten Blockchain-Projekten auf, die bereits in Entwicklung sind. Anfang dieses Monats bestätigte die Provinz Gyeonggi ein achtmonatiges Proof-of-Concept-Programm, das im August beginnen wird, um eine blockchain-basierte Stablecoin für regionale Währungen und Regierungszahlungen zu testen. Laut dem Blockchain-Medienunternehmen NexBlock wird das Pilotprojekt von dem Blockchain-Sicherheitsunternehmen ZKrypto geleitet und läuft bis Februar 2027.
In der ersten Phase wird das Projekt die Ausgabe, den Umlauf und die Abwicklung von Stablecoins testen, bevor später Aspekte wie Betrugsprävention, Datenschutz und öffentliche Leistungszahlungen bewertet werden.
ZKrypto erklärte, dass das System Zero-Knowledge-Proofs verwenden wird, um Doppelbuchungen zu verhindern, während die Proof-of-Reserves-Technologie die Reservevermögen während des Tests verifizieren wird.
Zusammenarbeit und zukünftige Investitionen
Das Ministerium erklärte auch, dass es Möglichkeiten prüfen wird, Global Voluntary Carbon Market Credits auf Blockchain-Plattformen in Zusammenarbeit mit internationalen Organisationen zu verwalten und zu handeln. Während Blockchain weiterhin Teil der digitalen Wirtschaftspläne des Landes bleibt, legt die Strategie der Regierung für die zweite Jahreshälfte einen stärkeren Schwerpunkt auf künstliche Intelligenz.
Das Ministerium hat physische KI, KI-Datenzentren und Halbleiter als die drei nationalen „Mega-Projekte“ Südkoreas ausgewiesen. Im Rahmen des Plans wird die Regierung 800 Billionen Won (etwa 535,6 Milliarden US-Dollar) investieren, um Halbleiterfertigungsanlagen im Südwesten des Landes zu errichten und eine zweite Produktionsbasis neben den bestehenden Anlagen in der Hauptstadtregion zu schaffen.
Die Beamten gaben auch an, dass die Produktionskapazität von Speicherchips innerhalb von fünf Jahren voraussichtlich verdoppelt wird. Gleichzeitig plant Südkorea, ein globales KI-Zentrum zu etablieren, um internationale Organisationen und multilaterale Entwicklungsbanken anzuziehen und die Infrastruktur für großangelegte KI-Datenzentren auszubauen.
Fazit
Der Fahrplan hält die Entwicklung von Blockchain auf der Agenda der Regierung durch neue Gesetzgebung, Pilotprojekte zur Finanzinfrastruktur und Tokenisierungsprojekte, während er größere öffentliche Investitionen in die KI- und Halbleiterindustrien des Landes lenkt.