Südkorea erweitert regulatorische Sandbox für digitale Vermögenswerte
Südkorea hat seine Pläne für die finanzielle regulatorische Sandbox erweitert, um Gesetze im Zusammenhang mit digitalen Vermögenswerten einzubeziehen. Damit öffnet die Regierung die Tür für eine breitere Palette von Blockchain- und Fintech-Dienstleistungen, die regulatorische Ausnahmen beantragen können. Laut lokalen Medien kündigte die Finanzdienstleistungsbehörde Südkoreas (FSC) den Vorschlag am 19. Juni während einer Fintech-Politikveranstaltung an, die von FSC-Vorsitzendem Kim Byoung-hwan geleitet wurde.
Erweiterung der förderfähigen Gesetzgebung
Die Behörde erklärte, dass sie plant, die Liste der Gesetze, die für die Behandlung in der regulatorischen Sandbox in Frage kommen, zu erweitern. Dazu gehört auch das Gesetz zum Schutz von Nutzern virtueller Vermögenswerte, als Teil einer umfassenderen Überarbeitung des Rahmens für finanzielle Innovation. Die FSC betonte, dass der derzeitige Umfang der regulatorischen Ausnahmen die Arten von Dienstleistungen einschränkt, die in die Sandbox eintreten können. Beamte erklärten, dass die Erweiterung der förderfähigen Gesetzgebung den Regulierungsbehörden mehr Flexibilität geben würde, um neue Finanzdienstleistungen zu genehmigen und zu betreiben, während sich Technologie und Marktbedingungen weiterentwickeln.
Zusammenarbeit und Unterstützung für Startups
Die Kommission fügte hinzu, dass sie plant, zusätzliche Gesetze zu identifizieren, die mit neuen Finanzsektoren und Infrastrukturänderungen verbunden sind, einschließlich des Gesetzes über Internetbanken und Vorschriften für digitale Vermögenswerte. Der Vorschlag ist Teil eines umfassenderen Pakets, das darauf abzielt, die Teilnahme am Sandbox-Programm zu erhöhen, innovative Geschäftsideen zu schützen und Fintech-Unternehmen den Übergang in den regulierten Finanzsektor zu erleichtern.
Die Kommission erklärte, dass sie im dritten Quartal Änderungen an der Durchführungsverordnung des Gesetzes zur Unterstützung finanzieller Innovationen anstrebt, um den erweiterten Rahmen zu unterstützen. Beamte sagten auch, dass sie mit Regierungsministerien und Branchenverbänden zusammenarbeiten würden, um Bereiche zu identifizieren, in denen Finanzunternehmen regulatorische Flexibilität benötigen. Die FSC erklärte, dass das Ziel darin besteht, die Entwicklung einer breiteren Palette innovativer Finanzdienstleistungen zu fördern.
Überprüfung und geplante Sandboxes
Die Behörde plant zudem, ihren Überprüfungsprozess für Anträge auf die Sandbox zu überarbeiten. Laut dem Vorschlag könnten Anträge, die auf wenig regulatorischen Widerspruch stoßen, schneller genehmigt werden, während ein neuer Expertenausschuss zusätzliche Überprüfungen durchführen würde, bevor die Fälle Entscheidungsgremien erreichen. Die Behörden skizzierten auch Pläne zur Erweiterung sogenannter „geplanter Sandboxes“, in denen Regulierungsbehörden Pilotprojekte entwerfen und Dienstleistungen testen, bevor sie dauerhafte regulatorische Änderungen anstreben. Vorgeschlagene Bereiche umfassen KI-basierte Finanzsysteme, Initiativen zur finanziellen Inklusion, die auf Fintech-Technologie basieren, und die Aufhebung von Anforderungen zur Netzwerktrennung für qualifizierte Finanzinstitute.
Stärkung der Unterstützung für Startups
Die FSC erklärte, dass sie auch die Unterstützung für Startups stärken möchte, indem sie exklusive Betriebsrechte ab dem Zeitpunkt der Benennung und nicht erst nach Erhalt einer vollständigen Genehmigung gewährt. Die Behörden werden auch paketbasierte Unterstützung für die Kosten der Dienstleistungs-Kommerzialisierung bereitstellen. Der Regulierer erklärte, dass er weiterhin mit Branchenvertretern und verwandten Institutionen konsultieren wird, während er mit den vorgeschlagenen Reformen voranschreitet und daran arbeitet, die Änderungen im Finanzsektor umzusetzen.
Neue Regeln für blockchain-basierte Finanzdienstleistungen
Die Erweiterung der Sandbox erfolgt, während Südkorea neue Regeln für blockchain-basierte Finanzdienstleistungen entwickelt. Anfang dieses Monats verabschiedete die Regierung Änderungen des Gesetzes über Devisentransaktionen, die ein Lizenzierungssystem für grenzüberschreitende virtuelle Vermögensübertragungen ab Dezember schaffen werden. Im Rahmen dieses Systems müssen Unternehmen, die internationale Dienstleistungen für virtuelle Vermögensübertragungen anbieten, sich beim Ministerium für Wirtschaft und Finanzen registrieren und Transaktionen über das Devisenüberwachungssystem der Bank von Korea melden. Regierungsbeamte haben auch geprüft, ob die Teilnahme an dem neuen Regime über bestehende Anbieter virtueller Vermögenswerte hinaus auf Fintech-Unternehmen ausgeweitet werden sollte, die grenzüberschreitende Übertragungsdienste unterstützen können.
Interesse an blockchain-basierten Zahlungsinfrastrukturen
Das Interesse an blockchain-basierten Zahlungsinfrastrukturen hat im Land zugenommen. Am 22. Juni gab Toss Bank ein Memorandum of Understanding mit der Solana Foundation bekannt, um Remittance- und Abwicklungsdienste auf Basis von Stablecoins zu testen. Die Bank erklärte, dass das Projekt die Blockchain-Infrastruktur für Überweisungen ins Ausland, Zahlungen und zukünftige finanzielle Dienstleistungen im Zusammenhang mit digitalen Vermögenswerten bewerten wird.