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Südkoreanische Polizei durchsucht Bithumb wegen angeblicher Bevorzugung bei Einstellungen

vor 1 Tag
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Ermittlungen gegen Bithumb

Die südkoreanische Polizei hat Berichten zufolge die Büros von Bithumb im Rahmen einer Untersuchung durchsucht, die sich mit den Vorwürfen befasst, dass der unabhängige Abgeordnete Kim Byung-gi seinen politischen Einfluss genutzt hat, um seinem Sohn eine Anstellung bei einem Kryptowährungsunternehmen zu sichern.

Vorwürfe und Ermittlungen

Laut einem Bericht von News1 vom Montag führten die Ermittler die Razzia durch, während sie die Behauptungen untersuchten, dass Kim versuchte, die Einstellungsentscheidungen sowohl bei Bithumb als auch bei Dunamu, dem Betreiber von Upbit, der größten Krypto-Börse Südkoreas, zu beeinflussen. Der Bericht besagt, dass Kims Sohn im Januar 2025 bei Bithumb anfing und etwa sechs Monate im Unternehmen blieb.

Die Behörden prüfen, ob der Rekrutierungsprozess von externem Druck oder einer Bevorzugung im Zusammenhang mit Kims Position betroffen war. Berichten zufolge haben südkoreanische Ermittler Kim mehrfach befragt, während sie überprüften, ob durch den angeblichen Einsatz politischen Einflusses gegen Gesetze verstoßen wurde.

„Diese Interaktionen erregten Aufmerksamkeit, da Kims Sohn Berichten zufolge während dieses Zeitraums bei dem Unternehmen beschäftigt war.“

Frühere Phasen der Untersuchung

Frühere Phasen der Untersuchung umfassten bereits Aussagen von Führungskräften großer Krypto-Börsen. Laut dem Bericht lud die Polizei im Februar Börsenbeamte als Zeugen ein, bevor sie eine separate Durchsuchungs- und Beschlagnahmeaktion in der Zentrale von Bithumb und im Bithumb Financial Tower durchführte. Zusätzliche Befragungen fanden im April statt, als die Ermittler weitere Personen, die mit der Börse in Verbindung standen, befragten, um Beweise zu sammeln.

Kim trat im April auch vor den Ermittlern auf, um sich zu 13 separaten Vorwürfen zu äußern, so News1. Diese Vorwürfe umfassten Ansprüche im Zusammenhang mit Nominierungsbestechung, Beschäftigungsbegünstigungen, die mit seinem Sohn verbunden sind, und Anfragen bezüglich eines Universitätswechsels.

Politische Sensibilität und rechtliche Schwierigkeiten

Während seines sechsten Auftritts vor den Behörden sagte Kim Berichten zufolge, dass er glaube, letztendlich von Fehlverhalten freigesprochen zu werden. Einstellungsbegünstigung bleibt ein politisch sensibles Thema in Südkorea, wo frühere Kontroversen mit Politikern und großen Unternehmen öffentliche Debatten über Einflussnahme, Rekrutierungspraktiken und Zugang zu Möglichkeiten ausgelöst haben.

Die jüngste Untersuchung erfolgt, während Bithumb weiterhin gegen südkoreanische Aufsichtsbehörden wegen zuvor verhängter Compliance-Strafen kämpft. Im März verhängte die Financial Intelligence Unit eine Geldstrafe von ₩36,8 Milliarden, etwa 24,6 Millionen US-Dollar, und ordnete eine teilweise Geschäftssperre von sechs Monaten an, nachdem angebliche Verstöße gegen die Know Your Customer- und Anti-Geldwäsche-Vorgaben festgestellt wurden.

Die Aufsichtsbehörden gaben an, dass Bithumb 45.772 Übertragungen virtueller Vermögenswerte mit 18 nicht registrierten ausländischen Anbietern virtueller Vermögensdienstleistungen erleichtert hatte und 6,65 Millionen angebliche Verstöße gegen das Gesetz über spezifische Finanzinformationen zitierten.

Auswirkungen auf Bithumb

Im Rahmen der Sanktion wären neuen Nutzern Einzahlungen oder Abhebungen externer Krypto-Vermögenswerte untersagt worden, eine Maßnahme, die Branchenbeobachter als potenziell wachstumshemmend für Kunden bezeichneten. Gerichtsdokumente, die von Yonhap zitiert wurden, zeigten, dass das Verwaltungsgericht Seoul im Mai Bithumb eine Vollstreckungspause gewährte, um die Durchsetzung der Sperre vorübergehend auszusetzen, während die Börse die Entscheidung der FIU in einem separaten Rechtsstreit anfocht.

Das Urteil setzte die Einschränkungen aus, hob jedoch die zugrunde liegenden Sanktionen nicht auf. Trotz der rechtlichen Schwierigkeiten hat Bithumb weiterhin Expansionspläne verfolgt. Im Mai unterzeichnete die Börse ein Memorandum of Understanding mit SSI Digital Technology, einer Tochtergesellschaft der vietnamesischen Wertpapierfirma SSI Securities, um die Gründung einer regulierten digitalen Vermögensbörse in Vietnam zu erkunden.

Die vorgeschlagene Partnerschaft umfasst Börseninfrastruktur, Verwahrung, Sicherheit, Compliance-Systeme und institutionelle Dienstleistungen, wobei alle Investitions- oder Betriebspläne der Genehmigung durch die vietnamesischen Behörden unterliegen.