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Südkoreas Stablecoin-Plan könnte Verzögerungen bei Krypto-Gesetzen umgehen

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Südkorea plant vorläufige Leitlinien für Stablecoins

Südkorea plant, vor der Verabschiedung des umfassenden Digital Asset Basic Act vorläufige Leitlinien zur Lizenzierung von Stablecoins einzuführen. Dies geht aus einem am 29. Juli veröffentlichten Politikbericht von Hashed Open Research und dem Solana Policy Institute hervor. Der Bericht fasst die Ergebnisse eines Symposiums vom 23. Juni zusammen, an dem Gesetzgeber, Anwälte und Vertreter der digitalen Vermögensbranche teilnahmen.

Empfehlungen für die Regulierung von Stablecoins

Der Bericht empfiehlt einen schrittweisen Ansatz zur Regelung der Ausgabe von Stablecoins, Zahlungen und ausländischen Token, während die Gesetzgeber weiterhin an einem umfassenden Marktrahmen arbeiten. Die Empfehlungen sind beratend und ändern nicht das geltende Recht. Der Bericht argumentiert, dass das Warten auf den vollständigen Digital Asset Basic Act Unternehmen ohne klare Regeln für die Ausgabe oder Nutzung von won-gestützten Stablecoins zurücklassen könnte. Daher empfiehlt er vorläufige Leitlinien zur Lizenzierung, zulässigen Aktivitäten und Zahlungsdiensten, damit regulierte Unternehmen sich vorbereiten können, bevor das endgültige Gesetz in Kraft tritt.

Einfluss der EU-Regulierung

Kim Hyo-bong, Partner bei Bae, Kim & Lee, forderte Südkorea ebenfalls auf, die Einführung der Markets in Crypto-Assets Regulation (MiCA) der Europäischen Union zu berücksichtigen. Die Bestimmungen zu Stablecoins von MiCA traten am 30. Juni 2024 in Kraft, sechs Monate bevor der Rahmen vollständig anwendbar wurde. Dieser Vergleich unterstützt die Einführung von Stablecoin-Regeln, bevor jeder Teil des umfassenderen Krypto-Rahmens abgeschlossen ist.

„Die politischen Entscheidungsträger sollten einen Kompromiss erwägen, bei dem Banken die Mehrheitsbeteiligung an Stablecoin-Emittenten behalten, während Fintech- oder andere Nichtbankpartner die Betriebsführung übernehmen.“ – Ahn Do-geol

Eine mögliche Struktur könnte vorsehen, dass Banken mehr als 50 % eines Emittenten besitzen, während ein Fintech-Unternehmen 34 % mit Managementrechten hält. Befürworter argumentieren, dass dieses Modell Bankaufsicht mit technischer Expertise kombinieren könnte. Kritiker strenger Bankenaufsicht hingegen befürchten, dass dies den Wettbewerb einschränken könnte.

Bankgeführter Ansatz und regulatorische Pläne

Die Bank of Korea hat einen bankgeführten Ansatz unterstützt, da Bedenken hinsichtlich Geldpolitik, Devisen und finanzieller Stabilität bestehen. Beamte der Zentralbank haben gewarnt, dass eine einfachere Umwandlung zwischen won- und US-Dollar-Stablecoins das Management von Kapitalflüssen komplizieren könnte. Die Finanzdienstleistungsbehörde teilte der Nationalversammlung vor einem Politikbriefing am 29. Juli mit, dass sie plant, ein konsolidiertes Digital Asset Basic Act zusammen mit der regierenden Demokratischen Partei vorzubereiten.

Der vorgeschlagene Rahmen soll die Ausgabe und den Umlauf von Stablecoins, das Verhalten an Börsen, Offenlegungen, interne Kontrollen und Systemresilienz abdecken.

Regulierung und zukünftige Entwicklungen

Das bestehende Gesetz zum Schutz von Nutzern virtueller Vermögenswerte in Südkorea regelt hauptsächlich die Verwahrung, den unfairen Handel und den Kundenschutz, während die Regeln für Emittenten und Marktstrukturen in die zweite Phase fallen. Der Politikbericht fordert die Gesetzgeber auch auf, über die Eignung von Emittenten hinauszuschauen. Die umfassenderen Empfehlungen betreffen Zahlungsnetzwerke, öffentliche Blockchains, tokenisierte Vermögenswerte und Verbindungen zwischen traditionellen Märkten und dezentralen Finanzen.

Diese Vorschläge spiegeln die Ansichten der Teilnehmer des Symposiums wider und sind nicht Teil einer vereinbarten Regierungspolitik. Kim betonte, dass die politischen Entscheidungsträger definieren sollten, welche Aktivitäten im Bereich digitaler Vermögenswerte Banken und andere Finanzinstitute durchführen dürfen. Der Bericht fordert zudem eine klare Lizenzbehandlung für Stablecoin-Zahlungen und Regeln für ausländische Token, die koreanischen Nutzern angeboten werden.

Erwartete politische Fragen umfassen, ob ausländische Emittenten eine lokale Niederlassung gründen, Reserve- und Verwahrstandards erfüllen oder eine nationale Genehmigung einholen müssen. Diese Details sind noch nicht geklärt, sodass die Empfehlungen des Berichts nicht als aktuelle rechtliche Anforderungen interpretiert werden sollten.

Ausblick auf die Zukunft

Wie bereits berichtet, hat Südkorea einen umfassenderen Fahrplan für won-gestützte Stablecoins neben Devisenreformen, Pilotprojekten für digitale Zentralbankwährungen und tokenisierten Staatsanleihen skizziert. Darüber hinaus erklärte die FSC, dass sie plant, zehn ausstehende Vorschläge in ein von der Regierung unterstütztes Gesetz im Jahr 2026 zu kombinieren. Die Gesetzgeber müssen noch die Bankbesitzverhältnisse, die Teilnahme von Nichtbanken, die Sicherheiten für Reserven und die Behandlung ausländischer Stablecoins in Einklang bringen.

Ein parlamentarischer Abstimmungstermin oder eine Frist für die Umsetzung wurde bisher nicht bekannt gegeben. Zudem wurde keine verifizierte Bewegung auf dem Kryptomarkt direkt mit der Veröffentlichung des Politikberichts in Verbindung gebracht.

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