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Thailands SEC reicht Strafanzeige gegen Bitkub wegen nicht offengelegtem Hack über 47 Millionen Dollar ein

vor 51 Minuten
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Strafanzeige gegen Bitkub und ehemalige Direktoren

Die thailändische Wertpapier- und Börsenaufsichtsbehörde (SEC) hat eine Strafanzeige gegen die Krypto-Börse Bitkub sowie gegen zwei ihrer ehemaligen Direktoren eingereicht. Der Vorwurf lautet, dass sie nach einem Cyberangriff im Jahr 2021 falsche Berichte an die Aufsichtsbehörde übermittelt haben.

Details des Cyberangriffs

Laut lokalen Medienberichten bezieht sich die Anzeige auf einen Hack im Mai 2021, bei dem 16 Arten von digitalen Vermögenswerten im Wert von 1,7 Milliarden Baht (etwa 47 Millionen Dollar) von der Börse entwendet wurden.

Von Mai bis Oktober 2021 behauptet die SEC, dass die täglichen Nettokapitalmeldungen von Bitkub keine wesentlichen Veränderungen in den Vermögenswerten zeigten und somit den Verlust verschleierten. Dies stellt einen Verstoß gegen das Digital Asset Business Decree des Landes dar.

Vorwürfe gegen die Direktoren

Die beiden ehemaligen Direktoren, Sakolkorn Sakavee und Thaweesap Rawan, werden beschuldigt, falsche Einträge gemacht zu haben, um die Aufsichtsbehörde in die Irre zu führen und den Eindruck zu erwecken, dass die Kundenvermögen intakt seien.

Reaktion von Bitkub

Der Fall wird nun an die Polizei und die Staatsanwaltschaft übergeben, die entscheiden werden, ob er vor Gericht gebracht wird. Bitkub erklärte, dass es sich um eine fünf Jahre alte Berichtentscheidung handelt und dass die Kundengelder sicher seien. Die Verantwortlichen hätten sich entschieden, den Diebstahl der Wallet nicht offenzulegen, um einen Bankrun zu vermeiden.

Zudem hätten die Mitbegründer Ersatzvermögen in den gleichen Beträgen gekauft, sodass weder Bitkub noch seine Kunden einen Verlust erlitten hätten. Die SEC hatte bestätigt, dass ihre Bestände bis September 2025 intakt seien, fügte das Unternehmen hinzu.

Geständnis und Verantwortung

In einer Videoaussage, die auf Facebook veröffentlicht wurde, übernahm Sakolkorn laut einer Übersetzung der Bangkok Post die alleinige Verantwortung. Der ehemalige Direktor gab an, dass er die Meldungen selbst geändert habe, ohne andere Direktoren oder Mitarbeiter zu informieren, und die Nachricht über den Hack zurückgehalten habe, aus Angst vor Panikabhebungen und einem „Bankrun“, der die Börse hätte gefährden können.

Sakolkorn fügte hinzu, dass die Gründer von Bitkub ihr eigenes Geld verwendet hätten, um die gestohlenen Vermögenswerte zurückzukaufen, bis jeder Kunde entschädigt wurde. Er entschuldigte sich, trat von den Vorständen des Unternehmens zurück und versprach, mit den Aufsichtsbehörden zusammenzuarbeiten.

Aktuelle Situation von Bitkub

Der Fall kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Bitkub, einst Thailands dominierende Krypto-Börse, auf einen Börsengang hinarbeitet. Inzwischen wurde es von der lokalen Tochtergesellschaft von Binance, Binance TH, überholt, die laut CoinMarketCap auf Platz 31 unter den globalen Börsen rangiert, während Bitkub auf Platz 68 steht.

Bitkub stellte einen geplanten Börsengang an der Stock Exchange of Thailand im November 2025 ein, da der lokale Markt einbrach, und erwog stattdessen ein Angebot über 200 Millionen Dollar in Hongkong.

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