Reabold Resources und Bitcoin-Mining
Reabold Resources, ein in Großbritannien ansässiges Energieunternehmen mit Schwerpunkt auf Öl und Gas, hat den Investoren mitgeteilt, dass es das Potenzial erkundet, Bitcoin mit einer kleinen Stromerzeugungsanlage in Yorkshire zu schürfen. Obwohl der anfängliche Widerstand gegen diese Idee spürbar war, hat sich der Ton mittlerweile etwas gemildert.
„Eine private Gasversorgung ermöglicht es uns, ein Rechenzentrum zu betreiben, um Bitcoin relativ kostengünstig zu schürfen“, erklärte Reabold Co-CEO Sachin Oza gegenüber The Telegraph.
„Zunächst würde dies helfen, die weitere Entwicklung des Gasfeldes zu finanzieren und das Konzept zu validieren – was möglicherweise der Vorläufer eines viel größeren Rechenzentrums sein könnte.“
Offizielle Ankündigung und Medienreaktionen
Die offizielle Ankündigung des Unternehmens, die am Montag als „Klarstellung eines Medienartikels“ veröffentlicht wurde, unterscheidet sich im Ton von dem Nachrichtenbericht von The Telegraph, der andeutete, dass das Unternehmen sein West Newton-Gasfeld nutzen würde, um „Bitcoin zu schürfen, anstatt die britische Energieversorgung zu steigern.“
„Die bedeutende onshore-Erdgasressource am Standort West Newton in Yorkshire wird weiterhin zum Nutzen der Energiesicherheit des Vereinigten Königreichs vorangetrieben, was angesichts der erheblichen geopolitischen Unsicherheiten von besonderer Bedeutung ist“, schrieb das Unternehmen in seiner Medienklarstellung.
„Darüber hinaus wird Reabold weiterhin mit allen Interessengruppen, sowohl lokal als auch national, zusammenarbeiten, um den optimalen Entwicklungsweg für West Newton zu gewährleisten“, fügte es hinzu.
Potenzial für Bitcoin-Mining
In der Erklärung des Unternehmens wurde erwähnt, dass es möglicherweise die anfänglichen Gasströme nutzen könnte, um einen Bitcoin-Mining-Betrieb zu betreiben, was Ozas Botschaft an The Telegraph widerspiegelt. Dies könnte die Machbarkeit der Nutzung des West Newton-Gasfeldes für Rechenzentrumsentwicklungen, die für die zukünftige Wirtschaft des Vereinigten Königreichs entscheidend sein werden, demonstrieren.
„Die erfolgreiche Umsetzung eines solchen Projekts könnte die Entwicklung eines größeren Rechenzentrums am Standort ermöglichen, was die Möglichkeit von Gas zu Netz oder Gas zu industriellen Verbrauchsoptionen nicht ausschließt.“
Kritik und Marktreaktion
Die Antwort des Unternehmens folgt auf Kritik von der Anti-Fracking-Anführerin Lorraine Inglis, die gegenüber The Telegraph äußerte, dass „die Nutzung dieses Gases zur Stromversorgung des Bitcoin-Minings keine Energiesicherheit oder einen echten öffentlichen Nutzen darstellt, sondern das absichtliche Verbrennen fossiler Brennstoffe für eine der energieintensivsten und sozial fragwürdigsten Aktivitäten zu einem Zeitpunkt hoher Rechnungen und verpasster Klimaziele.“
Die Aktien des Unternehmens (RBD) stiegen am Montag um 7,3 % nach der Klarstellung, die auf den Bericht von Sonntag in The Telegraph folgte. Der Einstieg des Unternehmens in den Bitcoin-Mining-Bereich würde dem Trend widersprechen, dass börsennotierte Bitcoin-Miner vom Mining des führenden Krypto-Assets abweichen, um stattdessen Rechenleistung für künstliche Intelligenz (KI) bereitzustellen. So hat sich Bitfarms in Keel Infrastructure umbenannt und sein Bitcoin-Geschäft aufgegeben, um Chancen im Bereich der KI-Energienachfrage zu verfolgen.