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UK Lords besiegen die Regierung mit 194 zu 138 über die Krypto-Strategie

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Britische Regierung erleidet Niederlage im House of Lords

Die britische Regierung hat im House of Lords eine Niederlage erlitten, nachdem die Mitglieder mit 194 zu 138 Stimmen beschlossen haben, dass das Finanzministerium eine nationale Strategie für digitale Vermögenswerte entwickeln muss. Diese Entscheidung erhöht den Druck auf das Vereinigte Königreich, seinen Ansatz zu Kryptowährungen, Stablecoins und tokenisierten Finanzierungen zu überarbeiten, während andere Jurisdiktionen bereits eigene Regelungen vorantreiben.

Parlamentarische Herausforderung für die Krypto-Politik

Die Krypto-Politik des Vereinigten Königreichs sieht sich einer ungewöhnlich klaren parlamentarischen Herausforderung gegenüber. Das House of Lords unterstützte eine Änderung des Gesetzes über Finanzdienstleistungen und Märkte, die das Finanzministerium verpflichtet, innerhalb von 12 Monaten nach Inkrafttreten des Gesetzes eine nationale Strategie für digitale Vermögenswerte zu erstellen, zu veröffentlichen und darüber zu konsultieren. Die konservative ehemalige Finanzministerin Baroness Neville-Rolfe brachte diese Änderung ein, die am 9. September mit 194 Stimmen zu 138 genehmigt wurde. Die Konservativen stimmten mit 138 Stimmen dafür, während die Liberaldemokraten 48 Stimmen abgaben. 127 Labour-Mitglieder stimmten dagegen.

Umfang der vorgeschlagenen Strategie

Der Umfang der vorgeschlagenen Strategie geht weit über herkömmliche Kryptowährungen hinaus. Sie muss Krypto-Assets, qualifizierende Stablecoins, digitale Zentralbankwährungen, tokenisierte Wertpapiere und andere digitale Finanzanlagen berücksichtigen. Zudem fordert sie das Finanzministerium auf, den Zugang zu Bank-, Zahlungs- und Abwicklungsdiensten sowie die Risiken für Wettbewerb und Innovation zu prüfen, die entstehen, wenn diese Dienste entzogen werden. Dies macht die Änderung potenziell bedeutend für Börsen, Stablecoin-Emittenten, Tokenisierungsunternehmen und traditionelle Finanzinstitute, die in den Krypto-Markt eintreten möchten.

Relevanz der Abstimmung

Besonders relevant ist dies, da die britische Regierung kürzlich dem Vorschlag zugestimmt hat, dass die Bank von England Innovationen im Zahlungsverkehr, einschließlich Stablecoins und anderer Formen der digitalen Abwicklung, unterstützen soll. Die Abstimmung bedeutet jedoch nicht, dass das Vereinigte Königreich über keinen regulatorischen Rahmen verfügt. Die FCA hat am 30. Juni die Regeln und Leitlinien für ihr neues Krypto-Asset-Regime finalisiert. Das Genehmigungssystem soll am 30. September 2026 eröffnet werden, während das Regime selbst am 25. Oktober 2027 in Kraft tritt.

Umfassendere nationale Strategie gefordert

Die Änderung der Lords fordert stattdessen eine umfassendere nationale Strategie, die Regulierung, Tokenisierung, Zahlungsinfrastruktur und die Wettbewerbsfähigkeit des Vereinigten Königreichs miteinander verknüpft. Das Gesetz über Finanzdienstleistungen und Märkte befindet sich noch im Parlament, mit der dritten Lesung im House of Lords, die für den 15. September geplant ist, bevor es ins House of Commons weitergeht.

Internationale Entwicklungen im Bereich digitale Vermögenswerte

Dieser Eingriff erfolgt, nachdem andere wichtige Märkte bereits wesentliche Teile ihrer Regelwerke für digitale Vermögenswerte etabliert haben. Das MiCA-Regime der EU wird am 30. Dezember 2024 vollständig anwendbar sein. In den USA hat der GENIUS Act im Juli 2025 einen föderalen Rahmen für Zahlungstablecoins geschaffen, während umfassendere Gesetze zur Marktstruktur für Krypto, einschließlich des wichtigen CLARITY Act, noch im Senat diskutiert werden.

Schlussfolgerung

Für die Krypto-Industrie des Vereinigten Königreichs ist die Abstimmung mit 194 zu 138 daher mehr als nur ein parlamentarischer Streit. Sie signalisiert den wachsenden Druck auf die Regierung, nicht nur zu erklären, wie digitale Vermögenswerte reguliert werden, sondern auch, wie das Vereinigte Königreich beabsichtigt, mit den Unternehmen zu konkurrieren, die sie aufbauen. Die britische Regierung plant, der Bank von England ein neues sekundäres Ziel zu geben, um Innovationen im Zahlungsverkehr zu unterstützen, einschließlich…

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