Digitale Vermögenswerte und ihre Auswirkungen auf die Finanzmärkte
Digitale Vermögenswerte könnten umfassende Veränderungen auf den Finanzmärkten des Vereinigten Königreichs herbeiführen, so Lucy Rigby, die Wirtschaftssekretärin des Schatzamtes. Bei der Financial Times Digital Assets Summit erklärte Rigby, dass digitale Vermögenswerte zahlreiche Vorteile bieten, darunter eine gesteigerte Effizienz und schnellere Abläufe. Sie betonte, dass es wichtig sei, die Auswirkungen auf Unternehmen zu berücksichtigen, insbesondere in Bezug auf schnellere Kapitalflüsse und die Freisetzung von Kapital für andere Investitionen.
Transformation der Märkte
Rigby argumentierte weiter, dass digitale Vermögenswerte das Potenzial haben, unsere Märkte grundlegend zu transformieren, und dass dies über die bloße Effizienz hinausgeht. Sie wies darauf hin, dass das Schatzamt eng mit der Industrie und den Regulierungsbehörden zusammenarbeiten müsse, um genau zu analysieren, wie digitale Vermögenswerte die Finanzmärkte tatsächlich verändern können.
Gesetz zur Verbesserung der Finanzdienstleistungen
Ihre Äußerungen fielen mit der Rede des Königs zusammen, die ein Gesetz zur Verbesserung der Finanzdienstleistungen einführte. Rigby bemerkte, dass dieses Gesetz wichtige Reformen enthält, die das Wachstum im Finanzdienstleistungssektor fördern werden. Dazu gehören Bestimmungen zur Modernisierung der Regulierung des Sektors, wobei die Notwendigkeit betont wird, die administrative Belastung für Unternehmen angemessen zu gestalten.
Stablecoin-Gesetzgebungen und Regulierung
Im Bereich der digitalen Vermögenswerte wies Rigby auf die bevorstehenden Stablecoin-Gesetzgebungen der FCA und der Bank of England hin, wobei das Genehmigungsportal „später in diesem Jahr“ geöffnet werden soll. Sie hob auch die von der FCA Anfang dieses Jahres gestartete Stablecoin-Regulierungs-Sandbox hervor, in der vier Unternehmen darauf brennen, einen GBP-Stablecoin auf den Markt zu bringen. Zudem wird eine Konsultation veröffentlicht, die den Zahlungssektor einlädt, Feedback zu einem einheitlichen, kohärenten Rahmen für sowohl traditionelle als auch tokenisierte Zahlungen, einschließlich Stablecoins und tokenisierten Einlagen, zu geben.
„Es geht wirklich darum, die Regulierung im Zahlungsbereich zu straffen“, sagte sie und bezog sich dabei sowohl auf Stablecoins als auch auf KI-Agenten.
Internationale Zusammenarbeit und Zukunftsausblick
Der Wirtschaftssekretär wies auch auf die Notwendigkeit hin, „Reibungen“ zwischen den Regulierungsregimen für digitale Vermögenswerte im Vereinigten Königreich und den USA zu minimieren. Dies könnte „in Form von Anerkennung oder Angleichung“ geschehen. Rigby fügte hinzu, dass digitale Vermögenswerte ein fester Bestandteil der Finanzlandschaft des Vereinigten Königreichs sein werden und sagte:
„Ich bin mir ziemlich sicher, dass so die Zukunft aussieht. Daher müssen wir diese Formen der Innovation annehmen und dies auf die richtige Weise tun.“