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US-Justizministerium eröffnet Entschädigungsfonds in Höhe von 40 Millionen Dollar für OneCoin-Betrugsopfer

vor 10 Stunden
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OneCoin-Betrug und Entschädigungsprogramm

Opfer des milliardenschweren OneCoin-Betrugs können nun über ein bundesstaatliches Entschädigungsprogramm, das mit beschlagnahmten Vermögenswerten finanziert wird, eine Rückerstattung beantragen. Das US-Justizministerium gab am Montag bekannt, dass über 40 Millionen Dollar an eingezogenen Mitteln für Investoren bereitgestellt wurden, die zwischen 2014 und 2019 Nettoverluste durch das Kryptowährungsprogramm erlitten haben.

Initiative zur Rückführung von Geldern

Der US-Staatsanwalt für Manhattan, Jay Clayton, beschrieb die Initiative als „einen wichtigen Schritt zur Rückführung von Geldern an die Geschädigten„. Bundesanwälte enthüllten, dass das in Bulgarien von Ruja Ignatova und Karl Sebastian Greenwood gegründete Schema etwa 3,5 Millionen Menschen um mehr als 4 Milliarden Dollar betrogen hat.

Während einige unabhängige Schätzungen darauf hindeuten, dass die globalen Verluste bis zu 19 Milliarden Dollar betragen könnten, konzentrieren sich die aktuellen Rückgewinnungsbemühungen des DOJ auf Vermögenswerte, die von den Architekten des Projekts zurückgeholt wurden.

Die Geschichte von OneCoin

OneCoin wurde als „Bitcoin-Killer“ vermarktet und entwickelte sich schließlich zu einem der größten digitalen Vermögenswerte nach Marktkapitalisierung, bevor es zusammenbrach, als die Investoren erkannten, dass die Token keine tatsächliche Nützlichkeit oder zugrunde liegende Technologie hatten.

„Zwischen 2014 und 2019 verkauften die Gründer von OneCoin eine Lüge, die als Kryptowährung verkleidet war, und kosteten die Opfer weltweit mehr als 4 Milliarden Dollar,“ sagte Clayton. „Während keine Rückgewinnung den Schaden vollständig ungeschehen machen kann, wird unser Büro weiterhin daran arbeiten, kriminelle Erträge zu beschlagnahmen und die Rückführung von Geldern an die Opfer zu priorisieren.“

Frühe Prüfungen und rechtliche Konsequenzen

Das Projekt sah sich bereits früh der Prüfung durch Zentralbanken in Lettland, Schweden und Norwegen ausgesetzt, die öffentliche Warnungen herausgaben und es als potenzielles Ponzi-Schema identifizierten, lange bevor die Razzia 2018 in der bulgarischen Zentrale stattfand. Nach dieser Untersuchung wurde Greenwood festgenommen und später Ende 2023 zu 20 Jahren Bundesgefängnis verurteilt.

Ruja Ignatova, die sich selbst als „Cryptoqueen“ bezeichnet, ist nach wie vor auf der Flucht, nachdem sie im Oktober 2017 nach einem Flug nach Athen, Griechenland, verschwunden ist. Sie steht derzeit auf der Liste der zehn meistgesuchten Personen des FBI, mit einer Belohnung von 5 Millionen Dollar für Informationen, die zu ihrer Festnahme führen.

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